Hunde aus dem Ausland - Direktvermittlung

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Starbuck
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Beitrag02.11.2012, 15:42 von Starbuck

Huhu ihr Lieben,

ich schau mich ja gerade schon hin und wieder (eigentlich sehr viel ^^) nach einem Hündchen um. Es sollte im Alter zwischen 1 und 3 Jahren sein. Vorzugsweise ein Rüde.
Natürlich treffe ich bei meinen Recherchen immer wieder Hunde aus dem Ausland vor allem Spanien etc. an. Hat jemand von euch Erfahrungen mit solchen Hunden die direkt aus dem Ausland vermittelt werden?

Mich schreckt das eher ein wenig ab. Denn wenn ich lese "möchten Sie ihn adoptieren. Er könnte schon bald nach Deutschland reisen", da denke ich mir doch, dass ich ein Überraschungs-Paket bekomme. Sollte man sich einen Hund nicht vorher ansehen, zwei, drei mal besuchen kommen, bevor man sich für ihn entscheiden. Eben damit man weiß, dass es der richtige ist und dass auch die Chemie stimmt?
Gibt es wirklich Leute, die einen Hund direkt aus dem Ausland übernehmen ohne vorherige Pflegestelle in Deutschland? Wie kann so etwas gut gehen? Und was passiert, wenn er sich doch als anders entpuppt als beschrieben und die es hinten und vorn nicht passt?

Ich mach mir gerade nur sehr viele Gedanken. :D Ich denke das ist auch nötig.

Liebe Grüße

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Vera
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Beitrag02.11.2012, 16:01 von Vera

ja, es ist wirklich nötig, dass du dir da Gedanken machst, wenn es gewisse persönliche, familiäre, berufliche Einschränkungen gibt, was die Hundehaltung betrifft.

Ich kann nur empfehlen, einen Hund nur aus einer Pflegefamilie zu adoptieren, über die man dann schon einiges über den Familienzuwachs erfahren kann.

unsere eigene Erfahrung: wir haben vor Jahren einen Hund direkt aus dem Ausland adoptiert, für uns war es ein ziemliches Problem. Die Hündin war dauernd und massiv krank, ich saß mehr beim TA als am Schreibtisch, um Geld zu verdienen, Gleichzeitig hat uns das emotional völlig überfordert.

Es ist nicht jeder dafür geeignet, mti so einem Hund im täglichen Leben klar zu kommen, deshalb finde ich es wichtig, dass man weiß, auf was man sich einlässt.
Vera mit Winnie und Pebbles
und Mäxlein im Herzen

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Buddy
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Beitrag02.11.2012, 17:35 von Buddy

Ich habe im Moment einen Pflegi aus dem Ausland hier.

Er ist hier vorgestellt worden und ich dachte der wäre was für meine Eltern.. Leider hat er enormen Jagttrieb und passt da nicht hin. Jetzt suchen wir weiter.

Bekannte von mir vermitteln auch aus Spanien, die Hunde kommen direkt aus der Tötung und man kann nichts sagen, wie sie sind. Wir haben mit Cobu echt einen Glückgriff gemacht, der ist super lieb und verträglich, gut die Chemie muss nicht zu 100 % stimmen, er ist zur Pflege und wird nicht für immer hier bleiben, obwohl bei ihm die Chemie echt stimmt.

Für mich selber würde ich mich nicht für einen aus dem Ausland direkt entscheiden. Man weiss nicht wie sie sind und was sie erlebt haben. Dann lieber von einer PS, die den Hund beurteilt hat, weil er da lebt.

Ich hab jetzt den zweiten Hund aus dem Ausland mit Cobu und kann nur sagen sie sind geauso toll wie die aus dem deutschen TS, nur halt dem Tod von der Schüppe gesprungen. Aber es muss halt passen zwischen Hund und Halter und das kann ich nicht nur nach einem Bild beurteilen.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

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Buddy
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Beitrag02.11.2012, 17:36 von Buddy

Ich habe im Moment einen Pflegi aus dem Ausland hier.

Er ist hier vorgestellt worden und ich dachte der wäre was für meine Eltern.. Leider hat er enormen Jagttrieb und passt da nicht hin. Jetzt suchen wir weiter.

Bekannte von mir vermitteln auch aus Spanien, die Hunde kommen direkt aus der Tötung und man kann nichts sagen, wie sie sind. Wir haben mit Cobu echt einen Glückgriff gemacht, der ist super lieb und verträglich, gut die Chemie muss nicht zu 100 % stimmen, er ist zur Pflege und wird nicht für immer hier bleiben, obwohl bei ihm die Chemie echt stimmt.

Für mich selber würde ich mich nicht für einen aus dem Ausland direkt entscheiden. Man weiss nicht wie sie sind und was sie erlebt haben. Dann lieber von einer PS, die den Hund beurteilt hat, weil er da lebt.

Ich hab jetzt den zweiten Hund aus dem Ausland mit Cobu und kann nur sagen sie sind geauso toll wie die aus dem deutschen TS, nur halt dem Tod von der Schüppe gesprungen. Aber es muss halt passen zwischen Hund und Halter und das kann ich nicht nur nach einem Bild beurteilen.
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Gast250413

Beitrag02.11.2012, 19:08 von Gast250413

Hallo,
ich mach nun schon einige Jahre Tierschutz, oft aktiv als Pflegestelle wie im Moment auch!
Chaksy ist aus der Tötung, war in Spanien aber schon in einer Pflegestelle. Somit bekamen wir zu seinem Wesen viele gute Informationen, die sehr treffend sind! Er ist jetzt seit fast 2 Wochen bei uns in Pflege.
Oft frage ich mich, wie man das Wesen bei einem Hund der in der Tötung ist, beschreiben will?
Für mich wäre auch bei Hunden aus dem Süden ein MMK-Test ein Muss.
Auslandshunde gerne, aber bitte mit Herz und Verstand abwägen.

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Starbuck
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Beitrag02.11.2012, 19:14 von Starbuck

Aber es muss halt passen zwischen Hund und Halter und das kann ich nicht nur nach einem Bild beurteilen.
*kräftig nick und zustimm* Die Chemie muss stimmen und das kann ich nur feststellen indem ich den Hund schon im Vorfeld sehe, kennenlerne, beschnüffeln. Und selbst dann ist es ja nicht mal sicher ob es letztendlich passt. Aber nur durch ein Foto kann man das nicht feststellen. Egal wie "toll" sich der Hund liest. Natürlich wünscht man den Hundis trotzdem ein schönes Zuhause.

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Buddy
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Beitrag02.11.2012, 19:17 von Buddy

Mittelmeertest nicht nur bei Hunden aus dem Süden.

Einge der Krankheiten sind im Ostblock auch verbreitet wie wir ja leider bei Yuri erfahren mussten.

Klar wünscht man den Hunden ein schönes Zuhause, aber man hat ja selber auch so seine Vorstellung, wie der Hund sein soll, dem man ein Zuhause geben möchte oder was er mitbringen sollte, weil man in eine bestimmte Richtung möchte mit dem Hund.

Ich finde es schöner die Hunde in der PS kennelernen zu können.
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Karin
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Beitrag03.11.2012, 12:41 von Karin

Leider sind PS auch nicht immer "um die Ecke" und ein mehrmaliger Besuch bei dreihundert KM einfach ist auch nicht immer möglich.

Was uns Giulio´s PS über ihn erzählt hat (z.B. verträgt sich nicht mit anderen Rüden) stimmte großenteils nicht, er hat sich dort im größeren Rudel wohl anders verhalten als bei uns mit nur einem Hund, noch dazu einer Hündin. Wir hatten in den neun Jahren nie ein generelles Problem mit Rüden.

MMCheck ist wichtig, allerdings sollte der hier wiederholt werden, durch Stress können Krankheiten auch ausbrechen.

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Rini
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Beitrag03.11.2012, 14:30 von Rini

Wir haben Mort ja auch direkt vom Flugzeug aus Mallorca abgeholt. Ich gestehe, dass ich ihn auch lieber vorher mal kennengelernt hätte, weswegen wir auch unsere Suche in den hiesigen Tierheimen begonnen haben, aber es ließ sich einfach kein Hund finden, der zu uns passte. Und ein Hund aus dem Tierheim/Tierschutz sollte es auf jeden Fall sein.

Nachdem wir unsere Suche dann aufs ganze Bundesgebiet ausgedehnt hatten, sah ich auf der Seite einer Ludwigshafener Tierschutzorganisation das Foto von Mort und ab dann war es um mich geschehen. Wir haben dann noch weitere Erkundigungen eingeholt und nachdem klar war, dass er auch vom Profil her zu uns passt, waren wir so mutig, ihn nach Deutschland einfliegen zu lassen und wir haben es bis jetzt nicht bereut. Wobei ich hinzufügen muss, dass Mort auf Mallorca schon in einer Pflegestelle war und man uns somit schon einiges über ihn sagen konnte, zum Beispiel, dass er nur zu größeren Kindern sollte.

Wir wissen leider nichts übers eine Vorgeschichte, aber natürlich hat er aufgrund seiner Vergangenheit einige Macken, die er wohl nicht gehabt hätte, wenn wir ihn schon als Welpen vom Züchter geholt hätten, aber diese Macken sind nichts, die mich bei einem mehrmaligen vorherigen Kontakt davon abgeschreckt hätten, ihn zu nehmen. Und wir haben, seitdem er bei uns ist, auch schon ganz viel in seiner Erziehung erreicht. (Er allerdings auch in unserer. :oops: :lol:)

Ich muss gestehen, dass ich mir nach Erfahrungsberichten von anderen einen Hund aus dem Tierschutz viel anstrengender vorgestellt habe. Wir haben anscheinend unheimliches Glück gehabt.

Mort ist inzwischen bei uns ein vollwertiges Familienmitglied und keiner von uns würde ihn mehr missen wollen. -f- Es hatte sich innerhalb kürzester Zeit eine unheimlich feste Bindung aufgebaut.

Auf Mittelmeerkrankheiten war er schon von der Tierschutzorganisation negativ getestet worden und ich hoffe, dass die Kontrolle im Januar wieder ein negatives Ergebnis bringt.

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Bärbel
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Beitrag04.11.2012, 13:00 von Bärbel

Stella (Frankreich, Jacky (Polen) und Lauri (Mallorca) sind/waren Direktadoptionen.

Stella und Lauri sind sehr unkompliziert. Jacky war recht schwierig und aggressiv, wie viele hier wissen. Ich kann Direktadoptionen nicht jedem empfehlen, denn für die Hunde gibt es kein zurück. Ein Tier ist eben mal nicht umtauschbar. Direktadoptionen sind absolute Überraschungseier. Es gibt keine Beschreibung. Von Lauri weiß ich nur, daß er von einem Jäger abgegeben wurde. Sein Jagdtrieb ist weit über Durchschnitt.
LG Bärbel mit Lauri, Lenny, Stella, Emma, Wanda und Jacky im Herzen

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Zulle
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Beitrag04.11.2012, 16:28 von Zulle

Ich habe im Moment einen Pflegi aus dem Ausland hier. ............... Leider hat er enormen Jagttrieb und passt da nicht hin. Jetzt suchen wir weiter.
In dieser Rubrik habe ich eigentlich nichts zu suchen ..... ich frage trotzdem mal. Wenn man einen erwachsenen Hund mit starkem Jagdtrieb "erwischt", das ist doch relativ katastrophal ?! Das bedeutet im Klartext, zeitaufwändiges, teures Antijagdtraining oder ein Leben an der Leine. Dessen muß man sich sehr bewußt sein.
Grüße von Petra
Alma (5) & Edvin (10)

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Vera
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Beitrag04.11.2012, 16:45 von Vera

Petra, das stimmt. Aber egal ob extremer Jagdtrieb oder Krankheiten - solche Dinge kann nicht jeder leisten.

Zum Jagdtrieb: Winnie hat extremen Jagdtrieb, jetzt mit 4,5 Jahren sind wir so weit, dass wir ihn streckenweise sogar in fremder Umgebung laufen lassen können. Das hat uns fast 4 Jahre Schweiß und Nerven gekostet..... Ein Leben nur an der Leine finde ich für einen Hund nicht erstrebenswert.
Vera mit Winnie und Pebbles
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Zulle
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Beitrag04.11.2012, 17:45 von Zulle

Das genau meine ich, Vera. DIESE Verantwortung leisten zu wollen und vor allem zu KÖNNEN.

Ob Krankheiten (wie bei Euch - ich habe aus den Andeutungen einiges herausgelesen) oder auch Verhaltensauffälligkeiten gegenüber. Man braucht starke Nerven, Zeit, Geld, ein intaktes Privatleben und flexible Arbeitszeiten. Und externe Unterstützung - d.h. Hunde(fach)leute, die einem Hilfe und Rat geben.

Ich muß sagen, ich bewundere Euch alle - alle die, die eine "Katze im Sack" gekauft haben und große emotionale und sonstige Bürde auf sich nehmen, um einem TS-Tier ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.
Grüße von Petra
Alma (5) & Edvin (10)

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Starbuck
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Beitrag04.11.2012, 17:59 von Starbuck

Huhu,

danke für eure Resonanzen.
Also muss ich kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich lieber einen Hund aus dem Inland oder gar von einem deutschen Züchter haben möchte? Ich bewundere aber auch die Menschen, die sich einen Hund direkt aus dem Ausland holen. Aber ist eben wirklich nicht jedermanns Sache. Und wenn dann alles vorn und hinten nicht passt, ist es ja auch nicht schön. Weder für das Tier noch für den Menschen.

Liebe Grüße

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Starbuck
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Beitrag04.11.2012, 18:19 von Starbuck

Vergesst meinen zweiten Satz im letzten Post. Der war leicht dumm. :wink: Man macht sich im Vorfeld halt Gedanken.

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Buddy
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Beitrag04.11.2012, 19:46 von Buddy

Nein man braucht kein schlechtes Gewissen zu haben wenn man sich entscheidet.

Cobu sollte zu meinen Eltern, aber erst auf PS zu mir um zu sehen wie er ist... es passt bei meinen Eltern gar nicht, da sie Katzen im Haus haben und er diese wohl auch töten würde.

Es ist nicht so, das man ihn nicht laufen lassen könnte, aber ohne Schleppleine dran ist das ein enormes Risiko. Ich kann das nicht leisten, da ich nebenher noch zwei Hunde habe auf die ich achten muss. Yuri würde auch hinter Wild hergehen ist aber wenn man es rechtzeitig sieht abrufbar.

Na ja und das Risiko einen kranken Hund aus dem Ausland zu bekommen hat mich ja auch getroffen.

Ich wollte nach Lanya ihrem Tod wieder einen Hund, mit dem ich im Hundesport weitermachen kann. VPG und Agi. Yuri hat alle Voraussetzungen mitgebracht, die wir dafür brauchten. Alternative wäre im August ein Schäferhund aus Leistungzucht gewesen..

Tja.. diese Träume muss ich erst mal beerdigen, wie belastbar er mit der Krankheit ist, wird sich noch zeigen. BH sollte dieses Jahr im November sein, wenn er 18 Montate ist... Die Leistungen bringt er... aber er kann wegen seinem Immunsystem nicht geimpft werden.

Ich hätte mich nicht für ihn entschieden, wenn ich gewusst hätte das er krank ist. Nun ist er da und bleibt es auch. Träume werden beerdigt wie bei Buddy auch.

Aber ich sage schon hin und wieder, das ich gerne mal einen gesunden Hund hätte.

Versteht das nicht falsch, wer mich kennt, weiss das ich meine Hunde liebe, aber bei Buddy mussten wir das Agi auf Eis legen, da er grauen Star hat.. Bei Yuri im Moment den VPG Sport. Klar können wir trainieren, aber man hätte ja dann doch gerne die Arbeit mit der bestandenen Prüfung gekrönt.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
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