"Wie sieht unsere nähere Zukunft aus?"

Catrin
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Beitrag05.01.2017, 18:32 von Catrin

Da das Forum im Winterschlaf liegt, mal wieder etwas zum Lesen, Ärgern, Diskutieren ... abseits von Cocker & Co.

"Zurzeit ist es schwierig, für 2017 Prognosen abzugeben. Es ist alles sehr ungewiss, insbesondere nach den Wahlen in den USA. Schon jetzt lässt sich aber sagen, dass 2017 kaum friedlicher werden wird als das vergangene Jahr 2016. Die akuten Konflikte lassen sich nicht von heute auf morgen lösen – falls das überhaupt beabsichtigt ist. Da schauen wir mit großer Sorge und – sagen wir mal – vorsichtiger Hoffnung auf die USA, die mit ihrer aggressiven Politik in den vergangenen Jahren immer mehr zu einer Geißel der Menschheit geworden sind. Die Frage ist: Was wird der neugewählte Präsident Donald Trump machen? Er hat viel versprochen, zum Beispiel eine Verständigung mit Russland, aber was wird er halten?

Der ganze Orient brennt, angefangen von Afghanistan über den Irak, Libyen und Syrien bis zum Jemen. Wenn wir an diese wunderschönen Städte und Orte denken, die in unseren Märchen, in den biblischen Erzählungen und den alten Berichten aus diesen Ländern des Orients vorkommen, dann könnte man weinen. Bagdad, Mossul, Ninive, Palmyra, Aleppo Damaskus, Saba … Sie sind zum Teil entvölkert, liegen in Schutt und Asche, sie werden bombardiert oder werden von terroristischen Anschlägen erschüttert. Völliges Chaos. Die Menschen leiden unsäglich.

Auch in der Ukraine sehen wir, wie ein bis vor drei, vier Jahren noch funktionierendes Staatswesen ruiniert worden ist. Darüber wird ja kaum noch berichtet, obwohl die Ostukraine der wohl gefährlichste Konfliktherd ist. Dort brennt meines Erachtens nach wie vor eine Lunte, der dortige Bürgerkrieg kann jederzeit ausufern. Hinzu kommt die massive Aufrüstung der baltischen Staaten, Polens, Bulgariens und Rumäniens. Gerade sind weitere 4.000 Soldaten aus den USA nach Osteuropa unterwegs. An der russischen Grenze sind Tausende Soldaten stationiert, Panzerbataillone, Raketen und Kampfflugzeuge. Wenn es dort zu einem Konflikt kommt, stehen sich zwei Atommächte gegenüber.

Insofern finde ich die Ansprachen des Bundespräsidenten Gauck oder der Bundeskanzlerin Merkel scheinheilig und verlogen. Man gibt vor, um die Opfer terroristischer Anschläge zu trauern (und das ist ja in der Tat für die Betroffenen furchtbar), während aber woanders unter Mitverantwortung oder sogar Beteiligung unserer Regierung Hunderttausende in diesen inszenierten Kriegen ihr Leben verlieren oder heimatlos werden. Ich habe das schon vor zwei Jahren in meinem Buch „Die Eroberung Europas durch die USA“ geschrieben: Wir können nicht ständig über Torroranschläge und über die Zunahme von Flüchtlingen klagen, wenn zugleich deren Länder zerstört werden, womit auch der Terrorismus provoziert wird. Die USA und einzelne der NATO angehörende Staaten müssen aufhören, für ihre machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen andere Länder zu unterminieren und zu entstaatlichen. Deutschland muss aufhören, Waffen in Krisengebiete zu liefern, insbesondere nach Saudi-Arabien und Katar, die den Krieg in Syrien und im Jemen anheizen. Außerdem müssten unverzüglich die bestehenden Wirtschaftssanktionen gegen Russland und Syrien, aber auch gegen Kuba, aufgehoben werden.

Ein ganze dunkler Punkt ist, dass Politiker wie Bernie Sanders in den USA oder Jeremy Corbyn in England oder auch eine Politikerin wie Sahra Wagenknecht in Deutschland von den Parteien Hand in Hand mit den Medien schlecht gemacht und verhindert werden. Das wären Hoffnungsträger, aber sie werden von vornherein verteufelt und für unwählbar erklärt. In den USA gab es ja lediglich die Wahl zwischen Hillary Clinton und Donald Trump, mit anderen Worten: zwischen Pest und Cholera. Und Clinton wäre natürlich überhaupt keine Lösung gewesen, denn sie gehört mit ihrer Verflechtung in den sogenannten militärisch-industriellen Komplex zum Problem. Voraussichtlich hätte sie uns noch mehr Konflikte und Kriege beschert, während wir bei Trump immer noch erwartungsvoll hoffen können, dass sich etwas ändert.
[...]
Ich glaube – und das möchte ich abschließend zu meinen Erwartungen für 2017 sagen –, dass den alternativen Medien eine immer größere Bedeutung zukommen wird. Sie bekommen immer mehr Zulauf, sie können der Desinformation entgegenwirken und wirklich demokratische, human orientierte Bewegungen in der Bevölkerung stärken. Das jedenfalls ist eine meiner großen Hoffnungen für 2017 und auch darüber hinaus."

Autor: Wolfgang Bittner
Quelle: https://kenfm.de/wie-sieht-unsere-zukunft-aus/
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Zulle
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Beitrag06.01.2017, 10:30 von Zulle

Meine nähere Zukunft sieht so aus, dass wir uns nächste Woche den Film „Blumen der Vergangenheit“ mit Lars Eidinger in der Hauptrolle im Kino ansehen. Danach freue ich mich auf den zweiten ins Deutsche übersetzten Band Elena Ferrantes Tetralogie über die schönste in der Literatur je beschriebene Frauenfreundschaft (hat Jonathan Franzen gesagt). Beginn Neapel 50-iger Jahre …. ( das erste Buch hieß: „Meine geniale Freundin“). Weiterhin hoffe ich, dass wir herausfinden, warum Edvins Gesicht ihm neuerdings so juckt und dass Alma nach ihrer im Winterurlaub (Hurra) stattgefundenden Läufigkeit nicht scheinschwanger wird.

Meine nähere Zukunft beinhaltet auch die Planung unserer nächsten Reise, die uns im April ins frühlingserwachende Sardinien führen wird. Verbunden mit der Hoffnung, dass die Hunde auf der Nachtfähre vom Festland (Kabine) keine Probleme bekommen. Nebenbei müssen wir tagtäglich schuften und den Alltagswahnsinn bewältigen. Und hoffen, dass alle um uns herum gesund bleiben und niemand einer Katastrophen zum Opfer fällt. Man nennt das wohl : „Rückzug ins Private“ …. wenn die politische Situation auf der Welt kaum noch erfassbar ist. Ändern kann man – außer versuchen, die Augen offen zu halten, nicht die falsche Partei zu wählen, keine Tiere zu essen und den Müll brav zu trennen – doch sowieso nichts.
Grüße von Petra
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Charlotte
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Beitrag06.01.2017, 15:45 von Charlotte

@Petra bist Du sicher, dass ihr nicht in "Die Blumen von gestern" geht.......der läuft doch gerade aktuell an....oder bin ich falsch.
warum Edvins Gesicht ihm neuerdings so juckt und dass Alma nach ihrer im Winterurlaub (Hurra) stattgefundenden Läufigkeit nicht scheinschwanger wird.
.

Zu Edvin kam mir der Gedanke können das Hefen (Malassezien) sein, die sich in den Lefzen angesiedelt haben. Das ist ja gerade bei unserer Rasse nicht selten.
Lotte war Mitte September läufig und von Anfang bis Ende Dezember scheinschwanger... :mrgreen:

Ich hoffe, ich habe jetzt nicht unqualifiziert in Deine nahe Zukunft gequatscht. :mrgreen:
Ich brauche keine guten Vorsätze. Ich bin mit den schlechten noch gar nicht durch.
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Zulle
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Beitrag06.01.2017, 16:22 von Zulle

"Blumen von gestern" ... oh oh .....davon abgesehen, dass Blumen von gestern ja auch Blumen der Vergangenheit sind, hast Du natürlich vollkommen Recht! ABER, wer weiß, vielleicht war mein vermeintlicher Fehler auch ein Test, um zu sehen, inwiefern aufmerksam gelesen und mitgedacht wird ??? :) :!:

Zu Edvin: Montag gehts zum TA und die Chancen, dass er genau diese Diagnose bekommt, stehen nicht schlecht. Er hat diese Dinger ja auch chronifiziert in den Ohren.

Und zum letzten Punkt: Alma war noch nie ausgeprägt scheinträchtig .... eher extrem anhänglich in dieser Zeit. Noch anhänglicher als sonst, was kaum vorstellbar ist für alle, die sie kennen.

Und nein, ich freue mich immer (o.k. meistens) über Gesprächsflüsse, auch wenn mein Gegenüber versucht, mir unqualifiziert in meine nahe Zukunft zu quatschen :mrgreen:
Grüße von Petra
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Karin
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Beitrag06.01.2017, 17:32 von Karin

Das nächste Jahr ist ein Wahljahr - aber, wen wählen? Wer nicht extrem ( links oder rechts) wählt, wird Bestehendes kaum beeinflussen. Bunte Koalitionen, Große Koalition... einen wirklichen Wechsel an der Spitze erwarte ich nicht.

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Amigo
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Beitrag07.01.2017, 19:59 von Amigo

Mein Zukunftsbericht bleibt lokal beschränkt und sieht auf den ersten Blick nicht rosig aus. Das liegt aber sicherlich an der individuellen Wahrnehmung, weil es leider irgendwie derzeit nur negative Schlagzeilen in unsere regionalen Zeitungen schaffen. Liest sich wahrscheinlich besser. :roll:

Hier ein Auszug:
Also Topaktuell leider Vogelgrippe im Tierpark Köthen und einem Legehennenbetrieb im Umland. Viele Vögel mussten sterben ü 30.000. :cry: Ein Ende der Seuche sehe ich noch nicht.

In der City gibt es auch nichts Gutes zu berichten.

Die Lauben der Gartenbesitzer und Autos fallen immer Mal wieder Brandstiftern zum Opfer. Über das Motiv kann man nur spekulieren?

Dann gibt es so was wie ein Baustellenchaos in der Innenstadt. Soll aber nur noch ein paar Jahre anhalten. Das lässt hoffen!

Leider tauchen immer wieder Fälle auf, bei denen Katzen in Drahtschlingen oder Tellereisen laufen. Soweit ich weiß gibt es 2 Tote Katzen. Andere Katzen sind mit dem Leben davon gekommen, haben aber ein Bein eingebüßt. :cry: Was soll man da noch sagen? -d-

Außerdem gibt sich die Stadt Mühe der Stadt Münster den Rang abzulaufen. Womit? Mit den Fahrraddiebstählen. :roll: Das ist ein Hauptgrund, weshalb das Auto hier von vielen lieber genommen wird. :wink:

........usw.

Die Nahe Zukunft bleibt spannend in vielerlei Hinsicht. Wir werden sehen. :?:

LG Jessica mit Amigo
Amigo (04.02.2002-26.06.2017) -Geliebt und Unvergessen-

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Buddy
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Beitrag08.01.2017, 08:47 von Buddy

Wie sieht die Nahe Zukunft aus ? Bei mir steht erst mal die Sorge um meine Mutter und meinen Mann im Vordergrund. Das die Zwei gesundheitlich wieder auf die Beine kommen. Bei meinem Mann bedeutet das viele Veränderungen im persönlichen Umfeld wo ich aktiv dran beteiligt bin.

Bei Mama kann ich nur hoffen und bangen.

Jobmässig ist in diesem Jahr alles gut bei mir. Gott sei dank.

Mit den Hunden habe ich einige Seminare und Kurse geplant auf die ich mich schon sehr freue. Und Enya ihre Erziehung wird einiges in Anspruch nehmen.

Was mir Sorge macht ist die politische Entwicklung die da auf uns zukommt. Wahlen im eigenen Land. Was kommt da auf uns zu.



Das Jahr 2017 scheint spannend zu werden.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

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Einstein
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Beitrag09.01.2017, 14:02 von Einstein

... ein bisschen dachte ich nach dem Erstlesen des thread: " schön und gut, aber da soll wohl jeder erst mal vor seiner eigenen Türe kehren" und jetzt lese ich die persönlichen Planungen.
Finde ich klasse.

Nachdem wir uns wohl alle in den letzten Tagen mit liebevollen, gutgemeinten, braven Wünschen überschüttet haben, die besten Vorsätze für ein neues Jahr gefasst (und die ersten davon schon wieder gebrochen oder verworfen haben :mrgreen:) kehrt langsam wieder der alte Trott und die "Normalität" ein. Klar möchten wir alle in nächster Zukunft Frieden, wir wollen, dass unsere Lieben und wir selbst jetzt und in Zukunft gesund bleiben.... und und und.

Bei uns schaut es so aus, dass wir zunächst einmal versuchen wenig zu planen weil wir offen bleiben wollen für alles was auf uns zu kommt. Trotzdem haben wir 3 Reisetermine geplant, 2 x je für ca. 10 Tage und einmal für einen Monat, eine Taufe steht uns ins Haus, der Geburtstag meiner Mutter, mehrere 60. Geburtstage.

Viel zu schnell sind dann von 52 Wochenenden fast die Hälfte doch schon verplant.

Ich werde beruflich (noch) kürzer treten, weil wir gemeinsam noch einiges vorhaben.

Wir werden weiterhin 2 x die Woche schwimmen gehen, einen Tanzkurs besuchen und in diesem Jahr anstelle der sonst oft durchgeführten Städtetouren am Wochenende, Radtouren in unserer neuen Umgebung machen und viel Zeit mit unseren - inzwischen 2 - Enkelkindern verbringen.

Weltpolitik, Wahlen, Terror etc. möchte ich so weit das überhaupt möglich ist aus meinem Leben raushalten, bzw. mich davon nicht ängstigen lassen.
Ich bin nur ein ganz kleines Licht auf dieser Welt, das allein keinen Einfluss auf diese Dinge nehmen kann.
Ich versuche , alles so "richtig und gut" zu machen, wie ich es vermag. Ich möchte aber nicht zulassen, dass alles Negative was geschieht unser kleines unbedeutendes Leben ebenfalls negativiert. Dagegen wehre ich mich.
"Rückzug ins Private" - das trifft es sehr gut.
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
Im übrigen: "Lächeln ist die beste Art Zähne zu zeigen" (A. Einstein)

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Zulle
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Beitrag09.01.2017, 16:15 von Zulle

Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass der vermeintliche Rückzug ins Private keinesfalls unpolitisch ist. Im Sinne von: ab jetzt ist mir alles scheißegal, was "da draußen passiert" und die Augen zu verschließen. Trotzdem muss man kein schlechtes Gewissen haben, wenn Putin, Trump und Co. nicht zu den wichtigsten Menschen im eigenen Leben zählen und das tägliche Gedankenkarussell sich nicht unablässig um Hackerangriff, Krieg und Terror dreht.

Die Gesellschaft im Kleinen gilt es für uns zu erfahren und zu gestalten. Mit Freunden, Kollegen oder Familie zu reden und eine Haltung zu finden. Wenn man noch Kinder im Haus hat, diese zu friedliebenden, denkenden Menschen zu erziehen. Oder bei den Enkelkindern (insofern man gelassen wird) das gleiche Ziel verfolgen. Und nebenbei das eigene kurze Leben genießen, Freizeit,- und Berufspläne schmieden, hoffen dass man gesund bleibt usw. Man kann sich im Kleinen, im Privaten, weiter entwickeln und selbst ein wenig die Veränderung leben, die man sich auch für die Welt wünschen würde.
Grüße von Petra
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Vera
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Beitrag09.01.2017, 18:18 von Vera

Ja, es stimmt: ein jeder kehre erst mal vor seiner eigenen Tür.....
Ich denke, dass wir das schon lange tun, indem wir "im kleinen" die Dinge tun, die wir für gut und richtig halten und das unterlassen, was wir für falsch halten.
Das fängt damit an, dass wir sorgfältig den Müll trennen und so weit wie möglich Müll vermeiden, viel weniger konsumieren als noch vor Jahren - bis hin zu meinem sozialen Engagement im Umfeld. Kleinigkeiten halt.

Bei der "großen Politik" schauen wir genau, von welchem Politiker wir was zu erwarten haben - aber ganz ehrlich: vor kurzem haben wir uns noch den Mund über Trump ./. Clinton zerrissen = Pest oder Cholera und nun stehen wir vor dem gleichen Dilemma. Ich hoffe, es kommt uns noch die Erleuchtung bis zum Wahltag.

Ansonsten mag ich i.M. keine Nachrichten mehr sehen - ich kann die Bilder von den Kriegen kaum noch ertragen. Mein Vater war noch im 2. Weltkrieg, er hat sein Trauma dadurch verarbeitet, dass er sich immer wieder Kriegsberichte im Fernsehen angeschaut hat. Das Wohnzimmer war in meiner Kindheit unser "Spielzimmer", daher habe ich da schon viel zu viel mitbekommen, zudem hatte mein Vater im Krieg ein Bein verloren.
Für mich sind die derzeitigen Kriege keine reinen Berichte - ich spüre förmlich die Not und das Elend der Menschen dort. Besonders schlimm ist es, dass wir den Terror der IS zum ganz großen Teil unserem "Bündnispartner USA" zu verdanken haben.
Nicht zuletzt ist es ein Drama, was alles an unwiderbringlichen Kulturgütern vernichtet wird.

Irgendwo habe ich in den letzten Tagen sinngemäss gelesen: die Menschen feiern, schlemmen, tanzen, fideln und die Welt rundherum brennt. Das trifft zum Teil meine Stimmung.

Trotzdem fühle ich mich hier bei uns zuhause ein bisschen auf einer Insel des Wohlfühlens: wir wohnen so, dass uns kein Hochwasser etwas anhaben kann. Wir wohnen nah bei Frankreich und haben übers Jahr gesehen ein sehr freundliches Klima. Wir wohnen in einem "problemlosen" Gebiet, pflegen sehr nette Kontakte und haben gute Freunde. Selbst unter den Hundehaltern hier gibt es so gut wie keinen Stress, weil bis auf 2 (die ich kenne) alle sehr gut mit ihren Hunden umgehen.
Das kleine Glück liegt vor unseren Füßen.....

Für meine nahe Zukunft wünsche ich mir ein stressfreies Jahr (von Stress hatte ich im letzten Jahr mehr als genug). Für die restlichen Dinge, dich ich mir wünsche, kann ich leider nur ein ganz ganz klein wenig beitragen.
Vera mit Winnie und Pebbles
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Einstein
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Beitrag10.01.2017, 08:36 von Einstein

"Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass der vermeintliche Rückzug ins Private keinesfalls unpolitisch ist. Im Sinne von: ab jetzt ist mir alles scheißegal, was "da draußen passiert" und die Augen zu verschließen."


So sehe ich das auch.
Gerade aufgrund der vielen aktuellen Vorfälle sollte sich jeder einzelne davor hüten unpolitisch zu werden.
Ich finde es ganz wichtig "vor der eigenen Tür zu kehren", hier hat man Möglichkeiten, die man manchmal erst auf den zweiten Blick wahrnimmt.
Offen bleiben für das Weltgeschehen, sich informieren ist wichtig.
Wir werden von Tag zu Tag mit viel zu vielen Informationen überflutet - da müssen wir lernen: es gibt Grenzen und ich kann und ich will nicht, die Last der Welt tragen! Wir können nicht alle ein griechischer Atlas sein, da müssen wir uns selbst auch schützen, gerade in der heutigen Zeit. Manchmal ist es einfach gesunder Selbstschutz, die Tür zu schliessen und die Dinge draussen zu lassen.

Bei einem gemütlichen Grillnachmittag an Weihnachten habe ich selbst erlebt, wie viel man im kleinen Kreis bewirken kann. Da sagte ein junger Mann: "ich wähle auf jeden Fall XXX, ich finde die zwar nicht gut, aber nur so kann ich denen da oben zeigen, das sich was ändern muss, die da oben brauchen mal einen Schuss vor den Bug"
- so ein hohler Satz...!

In der nachfolgenden Diskussion wurde diesem jungen Mann dann klar, was geschieht, wenn viele Menschen so denken und wohin eine solche Wahleinstellung führen kann.

Da schlimmste ist, ich habe einen solchen Satz nicht nur einmal gehört und nicht nur von jungen Menschen, die sich noch eine politische Meinung bilden müssen und noch in der Findungsphase sind, sondern - das finde ich viel besorgniserregender - von Menschen, die im Grunde ihre Sinne beisammen haben müssten und denen die Folgen klar sein müssten.
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
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Zulle
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Beitrag10.01.2017, 10:39 von Zulle

"ich wähle auf jeden Fall XXX, ich finde die zwar nicht gut, aber nur so kann ich denen da oben zeigen, das sich was ändern muss, die da oben brauchen mal einen Schuss vor den Bug"
Vielleicht sollten "die da oben" tatsächlich mal "einen Schuss vor den Bug" kriegen. Damit endlich Ruhe ist. Damit "die da unten" merken, wie gut es ihnen im sicheren, reichen Sozialstaat ging.
Grüße von Petra
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Vera
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Beitrag10.01.2017, 12:13 von Vera

"ich wähle auf jeden Fall XXX, ich finde die zwar nicht gut, aber nur so kann ich denen da oben zeigen, das sich was ändern muss, die da oben brauchen mal einen Schuss vor den Bug"
Vielleicht sollten "die da oben" tatsächlich mal "einen Schuss vor den Bug" kriegen. Damit endlich Ruhe ist. Damit "die da unten" merken, wie gut es ihnen im sicheren, reichen Sozialstaat ging.
Das genau sind die beiden Varianten, zwischen den ich schwanke....

Die bisherigen weiter machen lassen - eigentlich gruselt es mich bei dem Gedanken, zu viel lief nicht gut.
Denen "da oben" einen vor den Bug knallen? ich glaube, den Knall kriegen wir "da unten" am ehesten mit. Und ich gehöre nicht zu denen, die meckern, dass es uns allgemein in D oder speziell mir schlecht geht......
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Charlotte
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Beitrag10.01.2017, 12:30 von Charlotte

"ich wähle auf jeden Fall XXX, ich finde die zwar nicht gut, aber nur so kann ich denen da oben zeigen, das sich was ändern muss, die da oben brauchen mal einen Schuss vor den Bug"
Diese Variante hat ja Amerika nun erfolgreich durchgesetzt.....und in ähnlicher Weise probt es ja gerade England mit dem Referendum.
An diese Art von "Motivstruktur" möchte ich mich nicht wirklich anlehnen.

Ansonsten stimme ich hier all denen zu, die im persönliche Bereich immer wieder daran arbeiten ihre Moral, Wertvorstellungen, usw...zu leben und weiter zu geben, und dabei durchaus Dankbarkeit und Zufriedenheit über Privilegien äußern, die nicht so selbstverständlich sind.
Ich brauche keine guten Vorsätze. Ich bin mit den schlechten noch gar nicht durch.
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Einstein
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Beitrag10.01.2017, 12:49 von Einstein

Nun sieht mein Zitat aber komisch aus - ICH habe das nicht gesagt - ich habe nur zitiert, was in einer privaten Diskussion so ausgesprochen wurde!!!!


Pest oder Cholera??? ... kommt einem doch irgendwie bekannt vor, oder?

Ausbaden werden es die Kleinen - egal wie es ausgeht.

Ist das nicht immer so?

10 % Lohnerhöhung ist für den einen ein Betrag um im Aldi vielleicht einmal den Korb voll machen zu dürfen - für den anderen ein neues Auto.
10 % Steuererhöhung bedeutet für den einen gravierende Einbußen bei den kleinen Dingen des Lebens - ein anderer bekommt es vielleicht nicht mal mit.

Wie sieht es denn aus:

- gehen wir nicht wählen... - verzichten wir auf etwas ganz besonderes - auf ein Stück Freiheit, einen Luxus der weltweit leider immer noch etwas besonderes ist - ein Mitspracherecht, sei es auch noch so klein!

- gehen wir wählen und unterstützen das was gerade so läuft egal in welcher Konstellation es gerade abläuft - nun ja, es ist nie leicht es allen recht zu machen. Wählen gehen bedeutet nicht zwangsläufig nur für einen selbst eine Entscheidung zu treffen - eine Demokratie ist immer noch eine Gemeinschaft, die von jedem einzelnen getragen werden muss. Wir haben das grosse Glück, dass wir jeden Tag - nicht nur an einem Wahltag - mitentscheiden können wie es weitergeht, Politik ist nicht nur Wahl und Regierung - ein bisschen Politik haben wir selbst jeden Tag zu tragen - beim einkaufen, bei Diskussionen, bei der Arbeit....

- wählen wir ein Extrem, weil wir ein Exempel statuieren wollen... - gehen wir ein grosses Risiko ein, weil jede Stimme zählt. Viele einzelne Stimmen bringen dann die nach vorne, die wir im Grunde gar nicht wollen. Das ist dann ähnlich wie gar nicht wählen gehen.
Ich kann jeden verstehen, der sich darüber Gedanken macht. Gleichzeitig finde ist es verantwortungslos ein solches Risiko einzugehen, denn s.o.: ausbaden müssen wir es dann auch.

Wählen gehen dürfen ist schon etwas Verantwortungsvolles, darüber sollte ich jeder Gedanken machen und über diese Verantwortung nicht einen ungesunden Trotz bestimmen lassen.
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
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Charlotte
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Beitrag10.01.2017, 13:00 von Charlotte

Nun sieht mein Zitat aber komisch aus - ICH habe das nicht gesagt - ich habe nur zitiert, was in einer privaten Diskussion so ausgesprochen wurde!!!!
So habe ich es auch verstanden....ist ungeschickt zitiert :oops: :oops:
Ich brauche keine guten Vorsätze. Ich bin mit den schlechten noch gar nicht durch.
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