Meinungen zum US-Wahlkampf

Zulle
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Zulle » 09.11.2016, 19:00

Catrin hat geschrieben:Autor ist der Herausgeber der nachdenkseiten.de Albrecht Müller. Am Ende des Artikels findet man seine Biographie, aus der ersichtlich wird, dass er kein hinterwäldlerischer Verschwörungstheoretiker ist - zumindest m.M.n.
Ach, wirklich nicht ? :wink: Alles "eine Suppe":

".....Müller hat sich seit der Ukraine-Krise zweifelhaften Positionen und Personen angenähert. Etwa Ken Jebsen, dem früheren RBB-Moderator, der kurz nach Antisemitismusvorwürfen gefeuert worden war. Müller ließ sich von ihm für seine Webseite kenfm.de interviewen. Sein Gespräch mit Jebsen findet sich dort neben Interviews mit dem Israelhasser Martin Lejeune und Verschwörungstheoretikern wie Udo Ulfkotte (“Gekaufte Journalisten“) und Daniele Ganser ".

" ..... Weg vom linkssozialdemokratischen Mainstream, hin zum wahnsinnigen Rand: Auch auf den "Nachdenkseiten" ließ sich diese Wandlung finden"


"....Und so nähert er (Müller) sich den Verschwörungstheoretikern an: Nach dem Charlie-Hebdo-Attentat verweist er auf einen Beitrag von Andreas von Bülow, der an eine Geheimdienststeuerung glaubt. Bülow ist regelmäßiger Gast bei den Veranstaltungen von Jürgen Elsässer, dem von ganz links nach ganz rechts gewanderten Chef des Compact-Magazins. Ganser tritt im nächsten Jahr bei einem von AfD-Funktionären organisierten Kongress auf."

http://www.taz.de/!5242175/

Entschuldigung! :)

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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 09.11.2016, 19:41

Liebe Petra,
da ich weder Ganser, noch Jebsen etc. für Verschwörungstheoretiker halte, antworte ich dir
"JA, wirklich nicht!"
Frage mich, ob du dich schon mal persönlich MIT diesen Menschen und ihren Worten beschäftigt hast oder nur liest, was andere über diese Menschen schreiben und über diese urteilen...
Wer bestimmt z.B. was "zweifelhafte Positionen und Personen" sind? Und zum Antisemitimusvorwurf ggüber Jebsen findet man Infos im Netz, so man denn will.
Sorry ;-)

Gute Nacht :-)
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Zulle » 09.11.2016, 20:20

Ganz ruhig. Wie schenken einfach unterschiedlichen Quellen unser Vertrauen. Das ist alles. :)

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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 10.11.2016, 11:19

Guten Morgen :-)
Ich bin/war ruhig, musste nur weg, daher hatte ich Stress... hatte noch nicht mal Zeit, meinen Beitrag noch mal durchzulesen und auf Fehler zu prüfen - grammatikalisch...
Mir ist schon klar, dass wir beide bzgl. unserer Quellen und Inhalten zu bestimmten politischen Themen nie auf einen Nenner kommen werden.

Verschörungstheoretiker - diejenigen, die diesen Namen aufgedrückt bekommen, stört es zumeist schon nicht mehr. Und es werden immer mehr.
Gestern durfte sich z.B. Herr Lafontaine bei Sandra Maischberger den Vorwurf anhören, Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Heute bezieht sich Konstantin Wecker auf die Nachdenkseiten und äußert sich generell auch "verschwörungstheoretisch":
Liebe Freunde,
heute hat die Pest die Cholera besiegt. Oder meinetwegen auch umgekehrt.
Die kluge Susan Sarandon sagte vor ein paar Tage der Washington Post:
„Fear of Trump is not enough for me to support Clinton, with her record of corruption.“
Es ist richtig, sich dieser kranken Alternative zu entziehen, man MÜSSE einen von zwei gefährlichen Politikern aus einer der beiden Parteien wählen, um "Schlimmeres" zu verhindern. Wer das kleinere Übel wählt, wählt immer noch ein Übel.
Jahrzehntelang hat der Neoliberalismus das Land gespalten in Arm und Reich und die arbeitende Bevölkerung für dumm verkauft.
Wen wundert es, dass nun ein Größenwahnsinniger mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, ein spät pubertierender rassistischer Angeber, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist?
Aber hätte ich weniger Angst unter einer kriegslüsternen Clinton gehabt?
„Trump ist keine These. Er ist eine Antithese; die Reaktion auf eine politische Entwicklung, die von einem großen Teil der Bevölkerung als Fehlentwicklung angesehen wird. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer und die Mittelschicht rutscht Stück für Stück nach unten ab“ schreibt Jens Berger in den Nachdenkseiten.
Vielleicht aber ist diese Wahl nun endlich der Anstoß für ein anderes Amerika, für eine Revolution.
Vielleicht stärkt das Ergebnis den Sanders-Flügel bei den Demokraten?
Vielleicht kapieren die Demokraten jetzt, dass sie Sanders nicht so heimtückisch entsorgen hätten sollen. Für mein Gefühl wäre er der viel stärkere Gegner Trumps gewesen, als die der Finanz- und Kriegsindustrie hörige Frau Clinton.
Vielleicht wachen nun die Linken in diesem Land wieder auf?
Vielleicht wacht nun auch die europäische Sozialdemokratie wieder auf, wenn sie sieht, wie es ausgeht, wenn man immer nur ein Prozent der Gesellschaft bedient, in den Arsch kriecht und immer reicher macht?
Die Wahl ist gelaufen, der Schock ist groß, aber wir dürfen uns jetzt nicht in Angststarre verstecken.
Gestatten wir diesem Wahnsinn nicht, unser Herz zu lähmen.
Überlassen wir die dringend nötige Revolution nicht den Rechten.
P.S.:
Sieht man sich die Wählergruppen an, wird einem klar, dass wieder mal die Alten über die Zukunft der Jungen entschieden haben, wohl weil die nicht aktiv genug waren.
Liebe Jugendliche - bitte empört euch und wehrt euch!!!
SEID UNGEHORSAM

Quelle: https://www.facebook.com/permalink.php? ... 4412194266

Anscheinend ist die Angst der "politischen Elite" ... allein dieser Begriff ist eine Anmaßung... so groß, dass auf einmal gestern im TV davon gesprochen wurde, nun den Wohnungsbau voranzutreiben (Wohnungsnot seit gestern???) und auch sonstige soziale Themen / Brennpunkte in Angriff zu nehmen.
Vielleicht ist Trump also gut dafür, unseren "Eliten" ein kleines bisschen das Fürchten zu lehren, so dass sich etwas zum Positiven ändert... Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Hier noch der Link zu dem Artikel der NachDenkSeiten, auf den sich Konstantin Wecker oben bezieht:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=35733#more-35733
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Zulle » 10.11.2016, 17:19

Damit niemand einschläft: Trump, Affen und die Hirnforschung

http://meedia.de/2016/11/10/trump-affen ... emotionen/

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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 10.11.2016, 18:35

"Es stellt sich die Frage, ob sich bei Trumps Wählern das kognitive System überhaupt zugeschaltet hat und wenn ja, wie überlegt und differenziert dieses überhaupt war. In einem durch Angst und Furcht bestimmten System haben einfache Botschaften ein leichtes Spiel. Insbesondere wenn die kognitive Komponente stark eingeschränkt ist. Die Analyse der Wahl zeigt, dass die Mehrheit von Trumps Wählern über wenig Bildung (kognitive Komponente) verfügt. Zudem ist das Angst-Furcht-Sicherheitssystem evolutionsbedingt bei Männern sehr stark auf Dominanz ausgelegt. Das Wahlergebnis spiegelt auch das wider. Es waren viele weiße Männer, die Trump ihre Stimme gaben."
http://meedia.de/2016/11/10/trump-affen ... emotionen/

Ist das nicht ein bisschen zu einfach als Erklärung, besonders wenn man bedenkt, dass ca. 50% der Amerikaner Trump gewählt haben. Wieviele davon sind nun "wenig gebildet" oder gar "ungebildet"?

Was macht Bildung aus? Studium, Abitur, das tägliche Konsumieren von Medien?
Gestern wurde bei Maischberger gesagt, dass unser ehemaliger Außenminister Joschka Fischer nicht studiert hat ... nun er hatte auch kein Abitur. Aber auch ohne diese Qualifikation ist/war er Dozent an der amerikanischen Universität Princeton. Wie schreibt die FAZ so schön "Joschka Fischer, der ehemalige Außenminister, besaß als höhere Qualifikation nur einen Taxischein"
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 94627.html

Ich wäre also mit solchen Wertungen vorsichtig - auch und gerade hier in Deutschland. Nicht jeder AFD-Wähler ist ungebildet und diese öffentliche und auch medial vertretene Meinung führt m.M.n. eher zu einem Anwachsen der Wählerzahl.

Übrigens wurde gestern ein Grund für Trumps Erfolg genannt, der mich leider auch nur zum Lächeln bringt.
Es sei die Informationsflut - soll heißen, dass im Internet zu viele Infos verbreitet werden - via fb o.ä. - oft nur Schlagwörter. Diese Informationen seien halt falsch, aber die betreffenen Menschen glauben diese Parolen - weil wenig gebildet??? Im Umkehrschluss soll das wohl heißen, lest und hört, was wir (es war in der ARD) euch servieren... hirn-gerecht... so dass auch die Menschen die Botschaft verstehen, bei denen das kognitive System nicht zugeschaltet ist *g*

Schönen Abend :-)
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Zulle » 10.11.2016, 20:26

Ja, ich weiß. Die alten, bösen, weißen (und dummen) Männer allein waren nicht Schuld am Wahlergebnis. Diese einfache Unterstellung, um den eigenen Psychohaushalt zu beruhigen, wurde in den letzten 24 bereits mehrfach präzisiert und widerlegt. Was das Wahlergebnis keinesfalls verständlicher macht. Sondern erschreckender. Aber es wurden in besagten letzten 24 Stunden derart viele Analysen versucht, um dieses Absurdum zu kapieren, dass jeder weitere Versuch nur Wiederholung von Gehörtem wäre.

Den Vergleich aus der Verhaltensforschung/Neurobiologie fand ich trotzdem gut. Angst-Furcht-Sicherheitssystem. Ob man es wahrhaben will oder auch nicht.

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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Dominik » 10.11.2016, 23:10

Clinton hat in absoluten Zahlen (sog. "Popular Vote") mehr Stimmen als Trump bekommen. Das sagt doch alles über das "Mutterland der Demokratie".

Ein fast 300 Jahre altes System müsste mal reformiert werden. So hat das wenig mit Demokratie zu tun.
LG
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Charlotte » 11.11.2016, 08:40

Dominik hat geschrieben:Ein fast 300 Jahre altes System müsste mal reformiert werden. So hat das wenig mit Demokratie zu tun.
Erinnert auch sehr an das Geschehen im Jahr 2000 als G. Bush neuer US-Präsindent wurde .
Der Demokrat Al Gore hat absolut gesehen auch mehr Stimmen bekommen.
Ich brauche keine guten Vorsätze. Ich bin mit den schlechten noch gar nicht durch.
(SCHWARZER-KAFFEE.NET)

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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 11.11.2016, 10:46

Ja, Dominik, es stimmt, dass Clinton im Popular Vote vorne liegt. Da ich pers. Hillary Clinton weiterhin für das größere Übel halte, mal kurz diese Info:
Bis Mittwochnachmittag wurden jedoch für Clinton mehr als 200.000 Stimmen mehr als für Trump ausgezählt, womit Clinton im Popular Vote mit 47,7 Prozent um 0,2 Prozentpunkte vor Trump liegt.
[...]
Es gilt jedoch nicht als sicher, dass Clinton in einem Popular-Vote-System die Wahl gewonnen hätte. Der Wahlkampf würde vermutlich anders ablaufen. Wäre die Popular Vote für die Wahl entscheidend, würde sich der Wahlkampf beispielsweise nicht so stark auf die Swing States konzentrieren
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... nald-trump

Steht bei der Wahl G. Bush ./. Al Gore nicht immer noch im Raum, dass es da evtl. nicht korrekt abgelaufen sein könnte? Swing State Florida... Damals wäre mir Al Gore auch lieber gewesen.
Zulle hat geschrieben:Den Vergleich aus der Verhaltensforschung/Neurobiologie fand ich trotzdem gut. Angst-Furcht-Sicherheitssystem. Ob man es wahrhaben will oder auch nicht.
Ich fand den Vergleich auch gut, glaube aber, dass in der Politik generell damit gearbeitet wird. Partei-übergreifend.
Emotionen zu schüren, geht vor Diskussion über Fakten und vor der Darstellung der eigenen Politik.

Die Gründe für die Wahl von Trump sind vielfältig und reichen wohl von Angst über Wut bis Hoffnungslosigkeit. "Absurd" würde ich pers. die Wahl nicht nennen. Es ist doch wohl auch bei vielen eher eine "gegen-Wahl" als eine "für-Wahl".

Wer würde denn in Deutschland jemanden zum Kanzler/-in wählen, der/die nachweislich korrupt ist? ... und in dessen/deren Nähe einige Menschen plötzlich gestorben sind - letzteres wohl eher wieder kein Clinton-Thema in den Medien.

Das Ausnutzen von Steuerschlupflöchern ist/war verglichen damit anscheinend kein Grund gegen Trump zu stimmen - ebenso wie seine sexistischen, rassistischen etc. Sprüche. Letztere waren evtl. sogar ein Grund für ihn zu stimmen, wobei der "Mexiko-Mauerbau" z.B. nicht Trumps Idee ist:
"2006 autorisierte der Kongress den Bau von insgesamt 700 Meilen (1126 Kilometern) befestigten Zauns, um die Grenze zu Mexiko abzuschotten. [...]Doch alle Präsidenten setzten den Mauerbau fort: Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 78235.html
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 11.11.2016, 18:13

Auch wenn keiner mehr liest ... *lächel* ... noch mal zwei Kommentare - zu der Rolle der Medien generell, nicht nur bei der Wahl.

SPIEGEL - Sascha Lobo
Aufgewacht in einem Albtraum
Wir müssen aus unseren Fehlern lernen. Sonst ist Trump unser kleinstes Problem
Die Wahl von Donald Trump zeigt, wie Meinungsforscher und Medien an den Mechanismen moderner Meinungsbildung scheitern. Für liberal denkende Menschen erwächst daraus eine neue Aufgabe.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpoli ... -box-pager
Kleiner Ausschnitt...
"Die Frage ist, ob traditionelle Medien ihre Macht, ihre Deutungshoheit bloß verloren haben - oder sie gar ins Gegenteil verkehrt worden ist. Was sind Enthüllungen noch wert, wenn man sie ignorieren kann? Oder wenn die Enthüllung der falschen Verwendung eines Mailservers für relevanter gehalten wird als Rassismus, Sexismus, Betrügereien, schiere Menschenfeindlichkeit, Hass? Ist Trump womöglich nicht trotz, sondern wegen der vielen medialen Clinton-Empfehlungen gewählt worden? [...]
Die Welt wendet sich von der bürgerlichen Medienwelt des 20. Jahrhunderts und ihrem journalistischen Prinzip der Mäßigung ab. Von dem Prinzip, Nachrichten als Berichterstattung zu betrachten, objektiv und ausgewogen."


Meine persönliche Meinung zu dieser Kolumne spiegeln die Kommentare diverser Leser wider. Daher spare ich mir die Worte.

KenFM - Dirk Pohlmann
Die Krise des deutschen Mediensystems 1. Teil
https://kenfm.de/die-krise-des-mediensystems-1-teil/
Kleiner Ausschnitt... eines seeehr langen Artikels
"Der Ruf der etablierten Medien ist angeschlagen. 60% der Einwohner Deutschlands haben wenig oder gar kein Vertrauen in die Informationen und Interpretation, die Ihnen Tag für Tag in den sogenannten Qualitätsmedien und öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten vorgesetzt werden. Bei Jugendlichen ist das Misstrauen noch größer. Die Reaktion der Erziehungsberechtigten in den Redaktionen auf die Respektsverweigerung ihres Publikums ist oberlehrerhaft: schlechte Kopfnoten, beißender Spott und und genussvoll formulierte Häme. Beliebtestes Mittel der Mainstreammedien-Journalisten gegen die „Meuterer“ ist die Gleichsetzung der Mehrheit der Kritiker mit den jeweils dümmsten und radikalsten existierenden Elementen, also Beleidigung und Herabsetzung. Wer ARD, ZDF, Zeit und FAZ öfters doof findet, muss selber doof sein. Und außerdem irgendwie pegida und wer so drauf ist, glaubt natürlich auch jede Verschwörungstheorie, die Ken Jebsen oder der Kopp Verlag angeblich verbreiten"
Evtl. interessant für alle, die Ken Jebsen in die rechte Ecke stellen.

Gemütliches Wochenende - schöne Träume - trockene Spaziergänge - danach heißen Tee oder Café und vorweihnachtliches Gebäck :-)
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Dominik » 11.11.2016, 18:20

Catrin hat geschrieben:
Steht bei der Wahl G. Bush ./. Al Gore nicht immer noch im Raum, dass es da evtl. nicht korrekt abgelaufen sein könnte? Swing State Florida... Damals wäre mir Al Gore auch lieber gewesen.

Ich hoffe jetzt mal dass es nicht so gemeint war, aber es klingt ein bisschen so, als ob dich demokratische Prinzipien nur interessieren würden, wenn das Ergebnis deinen Vorstellungen entspricht. Es muss einfach unumstößliche Grundprinzipien geben. Und eigentlich haben wir die ja (Art. 1-5 GG). Würden wir das ernst nehmen, dürften unsere Politiker mit den USA generell, aber mit Trump im Besonderen, nichtmal mehr reden.

Generell finde ich es auch schwierig, mit Gesprächspartnern zu diskutieren, die ihr Wissen aus verschiedensten Artikeln im Internet zusammenklauben und überall das nutzen, was ihnen ins Bild passt und den Rest unter den Tisch fallen lassen. Und einige Quellen in der Diskussion hier sind, sagen wirs mal freundlich, dubios. Damit habe ich schon täglich in der Arbeit zu kämpfen.

Bist jetzt nicht du alleine. Das ist leider eine Tendenz in der politischen Diskussion geworden, die Mainstream-fähig wird. Und in ihrem Höhepunkt die Ausmaße erreicht, wie bei der Geschichte mit Prof. Dr. Ludwig Schick (Erzbischof von Bamberg) und der AfD. Ich sehe hier eine ganz wichtige Aufgabe für mich und andere Lehrer, die Anstrengungen im Bereich der politischen Bildung massiv zu verstärken. Mir reicht es schon, mit Brexit und Pres. Trump aufzuwachen. Ich möchte niemals mit Bundeskanzlerin Petry oder Bundeskanzler Gauland aufwachen.
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Zulle » 11.11.2016, 18:32

Dominik hat geschrieben: Ich möchte niemals mit Bundeskanzlerin Petry oder Bundeskanzler Gauland aufwachen.
... oder Beatrix von Storch :mrgreen:

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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 11.11.2016, 19:31

Dominik hat geschrieben:Ich hoffe jetzt mal dass es nicht so gemeint war, aber es klingt ein bisschen so, als ob dich demokratische Prinzipien nur interessieren würden, wenn das Ergebnis deinen Vorstellungen entspricht. Es muss einfach unumstößliche Grundprinzipien geben.
Ja, da stimme ich dir zu - für alles und jeden!
Ansonsten bin ich natürlich kein Demokrat :mrgreen: ... kann man ja leicht an meinen Quellen belegen ... sondern Pippi Langstrumpf "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt!"
Aber es gibt GsD Art. 5 (1) GG *lächel*
Sorry, aber ernsthaft war mir jetzt nicht möglich!
Dominik hat geschrieben:Generell finde ich es auch schwierig, mit Gesprächspartnern zu diskutieren, die ihr Wissen aus verschiedensten Artikeln im Internet zusammenklauben und überall das nutzen, was ihnen ins Bild passt und den Rest unter den Tisch fallen lassen. Und einige Quellen in der Diskussion hier sind, sagen wirs mal freundlich, dubios. Damit habe ich schon täglich in der Arbeit zu kämpfen.
Danke, dass du mir überhaupt antwortest.
Vielleicht eine dumme Frage, aber wie informierst du dich? Was sind deine nicht-dubiosen Quellen? Und warum sind meine Quellen im Gegensatz zu deinen (wovon ich ausgehe) dubios?
Dominik hat geschrieben:Bist jetzt nicht du alleine. Das ist leider eine Tendenz in der politischen Diskussion geworden, die Mainstream-fähig wird. Und in ihrem Höhepunkt die Ausmaße erreicht, wie bei der Geschichte mit Prof. Dr. Ludwig Schick (Erzbischof von Bamberg) und der AfD. Ich sehe hier eine ganz wichtige Aufgabe für mich und andere Lehrer, die Anstrengungen im Bereich der politischen Bildung massiv zu verstärken. Mir reicht es schon, mit Brexit und Pres. Trump aufzuwachen. Ich möchte niemals mit Bundeskanzlerin Petry oder Bundeskanzler Gauland aufwachen.
In welche Ecke stellst du mich gerade?
Nein, ich bin nicht alleine und es werden täglich mehr ... und damit meine ICH nicht die AFD-Anhänger.
Aber es ist traurig, dass dein Kommetar genau das belegt, was Herr Pohlmann schreibt "Wer ARD, ZDF, Zeit und FAZ öfters doof findet, muss selber doof sein. Und außerdem irgendwie pegida " ... aber damit bist du jetzt nicht alleine *g*

LG und schönes WE
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Charlotte » 11.11.2016, 19:50

Dominik hat geschrieben:Generell finde ich es auch schwierig, mit Gesprächspartnern zu diskutieren, die ihr Wissen aus verschiedensten Artikeln im Internet zusammenklauben und überall das nutzen, was ihnen ins Bild passt und den Rest unter den Tisch fallen lassen. Und einige Quellen in der Diskussion hier sind, sagen wirs mal freundlich, dubios.
Ich finde diese Quellen noch mehr als dubios...das ist so weit von meinem Weltbild, Wertvorstellung und Denken entfernt, dass ich da bezgl. Diskussion eine Verweigerungshaltung bekomme.
Ich brauche keine guten Vorsätze. Ich bin mit den schlechten noch gar nicht durch.
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Karin » 13.11.2016, 11:42

Mal abgesehen von der Diskussion um Quellen.
JETZT wird in den USA auf die Straße gegangen und demonstriert, haben die wirklich alle gewählt oder sind sie erst jetzt aufgewacht? Auch das sollte man thematisieren: wer nicht wählen geht, darf sich über ein unerwünschtes Ergebnis nicht beschweren. Auch wenn die Alternative nicht wirklich erste Wahl ist.
Eine Leseempfehlung auch im Zusammenhang mit der Wahl 2000: Ein König für Deutschland von Andreas Eschbach.

Schönes Wochenende

Karin

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