Meinungen zum US-Wahlkampf

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Solveigh
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Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Solveigh » 07.10.2016, 13:09

Hallo Leute!
Mich würde mal interessieren, wie ihr zu den Wahlen in den USA steht?
Interessiert euch das Thema? Lässt es euch kalt? Wer, schätzt ihr, gewinnt die Wahlen? Wer ist eure/euer Favorit/in?
Ich persönlich fand ja Sanders gut, denke aber, dass Trump auf gar keinen Fall Präsident werden sollte. Deshalb wohl Hillary.
Was denkt ihr?
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Dominik
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Dominik » 08.10.2016, 00:07

Ich habe vor Kurzem von einem amerikanischen Kommentator gelesen, dass die Amis gerade die Wahl zwischen "zwei Tellern kalter Kotze" haben, wobei "ein Teller auch noch verschimmelt" ist. Das triffts ganz gut. Hillary ist grenzwertig, Trump natürlich eine Katastrophe. Was man natürlich wissen muss ist, dass Amerikaner ein völlig anderes Verhältnis zu Politik haben, als Europäer. Die wählen auch Kandidaten, weil sie sie amüsant finden, oder in der Familie schon immer eine bestimmte Partei gewählt wurde. Diskussionen über Politik sind mit den meisten Amerikanern gar nicht möglich. Das ist bei denen oft eine Glaubensfrage. Hinzu kommt natürlich noch, dass sich die USA generell für den Nabel der Welt halten. Man schaut auch eher selten über den eigenen Tellerrand hinaus.

Wenn Trump es wird, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er erkennt ziemlich schnell, dass "der mächtigste Mann der Welt" gar nicht so viel Macht hat (Senat, Kongress, oberster Gerichtshof), oder wir können uns zurücklehnen und der Welt beim Brennen zusehen.

Allerdings kann kein vernünftiger Mensch glauben dass er es wirklich schafft... der Brexit ist ja auch unmöglich *Ironie aus :lol: .

Ich habe ja US-amerikanische Politik studiert (warum auch immer :lol: ) und mich sehr intensiv mit deren System und Mentalität beschäftigt... aber verstehen kann ein Europäer die Amis wohl nie.
LG
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Askim
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Askim » 08.10.2016, 09:55

ja Dominik du sagst es...
aber ich finde es dennoch schon etwas beängstigend, was da grad passiert in den USA!!!
naja und Österreich kann zu mindest beim "Kaspertheater" etwas mithalten :oops:

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Kati&Julie
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Kati&Julie » 08.10.2016, 10:07

Das stimmt ... in Österreich haben wir ja leider auch so ein Kasperltheater beisammen,
dass man sich schämen muss für den Irrsinn der da aufgeführt wird...
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von A.N.N. » 08.10.2016, 11:06

Ich glaub so ganz an uns Deutschen kann das gar nicht vorbei gehen.
Ich bete nur, dass es nicht Trump wird.
Liebe Grüße
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Einstein
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Einstein » 08.10.2016, 11:20

Ein wenig Grummeln im Bauch habe ich schon, wenn man das alles so verfolgt.
Ich bin politisch der absolute Laie, habe meine Meinung, gehe wählen... aber das ist auch alles.

Wenn ich aber so an die Vergangenheit zurückdenke, auch an das was meine Eltern so erlebt haben, dann fürchte ich den Tag an dem diese Amerikawelle (alles was dort so ablief kam ja meist ein paar Jahre später auch in Europa an....) hier eintrifft.

Wenn ich verfolge, was die beiden Kandidaten so von sich geben :roll: :!: :?: , dann frage ich mich, ob die Entscheidung nicht lediglich die Wahl zwischen einem grossen und einem kleineren Übel stattfindet.

Egal wie es da jetzt ausgeht, verschont bleiben wir von dem Ergebnis sicher nicht.
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
Im übrigen: "Lächeln ist die beste Art Zähne zu zeigen" (A. Einstein)

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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Buddy » 08.10.2016, 12:26

Für mich ist das die Wahl zwischen Pest und Cholera. Trump geht für mich gar nicht.

Aber was können wir tun ausser abwarten ?

Und die Tendenzen in unserem Land sind auch bedenklich. Gut da können wir mit Wahlen was tun.
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Catrin
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 08.10.2016, 12:52

Für mich geht Hillary gar nicht. Dann wird die Welt brennen, überall da, wo die USA "humanitäre Hilfe" leistet.
Sie wird die Marionette derjenigen sein, die eigentlich über die USA (und den Westen) bestimmen. So wie alle vor ihr.

Trump würde als Präsident nicht lange überleben. Gab es ja schon mal.
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Vera » 08.10.2016, 17:25

für mich sieht das auch nach einer Wahl zwischen Pest und Cholera aus....

Aber: wer will denn bei uns noch Kanzler werden, wenn Trump gewinnt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand in D mit ihm zusammen an einen Tisch setzen will.
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Karin » 10.10.2016, 10:43

Wollen nicht, aber müssen, Vera! Ein demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt ist und bleibt demokratisch gewählt, auch wenn man diese Mehrheitsentscheidungen nicht immer nachvollziehen kann. Und wenn andere Staaten die Unterstützung dieses Staatsoberhauptes brauchen, werden die Regierungschefs in den sauren Apfel beißen (müssen)! Siehe Flüchtlingspakt.
Vielleicht bewegt sich ja was nach dem Video, das da aufgetaucht ist.

LG

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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Henri » 10.10.2016, 11:32

Der Satz "die Wahl zwischen Pest und Cholera" trifft es ganz gut.

Donal Trump ist ein "typischer" Ami. Zuweilen weltfremd, keine Ahnung von dem, was außerhalb der USA passiert. Er passt zu den Amerikanern,. Was ich ihm zugute halte ist, dass er finanziell unabhängig ist, auch von der korrupten Oligarchie. Er will die US Infrastruktur sanieren und hat dadurch die Wallstreet gegen sich.

Hillary Clinton dagegen halte ich für weitaus gefährlicher. Ihre Rolle im Bürgerkrieg in Libyen, bei dem Botschaftsangriff in Bengasi und ihre Haltung im Syrienkrieg sind mehr als merkwürdig. Ihre persönlichen Beziehungen zu mächtigen Wall Street Bankern machen sie nicht eben glaubwürdig.

Hier mal ein paar Fakten zu den Beiden: http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl ... 70242.html

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Dominik
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Dominik » 11.10.2016, 18:09

Karin, jain...

In einer westlichen Demokratie sollte eben schon darauf geachtet werden, dass Kriminelle eben nicht an die Spitze kommen, egal ob sie von der Mehrheit gewählt werden. Der Österreicher, der mal Deutschland regiert hat, war erstmal auch demokratisch gewählt...
LG
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 18.10.2016, 15:43

Die beiden unbeliebtesten Menschen in den USA kämpfen aktuell um das Amt des Präsidenten, Hillary Clinton und Donald Trump.

Während Trump noch nie ein politisches Amt innehatte, bisher vor allem als Baulöwe und TV-Star seine Brötchen verdiente, hat Hillary als Frau des Ex-Präsidenten, Bill Clinton, in der ersten Amtszeit von Barack Obama das Außenministerium geleitet. Beide sind Machtmenschen, nur das Hillary mehrfach bewiesen hat, dass sie bereit ist, über Berge von Leichen zu gehen, wenn es der Karriere dient.

Um so erstaunlicher ist es, dass die Presse in Deutschland Trump als neue Gefahr für die ganze Welt verkauft. Trump ist der Dieter Bohlen der USA. Ein Sprücheklopfer, der dem Establishment trotzt.

Seine Popularität erklärt sich vor allem aus dem Umstand, dass 40% der US-Amerikaner der politischen Kaste vollkommen misstrauen und lieber einen völlig unerfahrenen Self-Made-Man im Amt sehen wollen, als einen weiteren Strippenzieher des korrupten Washingtons.

Trump oder Hillary kann Deutschland nicht egal sein, denn die BRD ist in die Außen- und Wirtschaftspolitik der USA massiv eingebunden.

Wir sind NATO-Mitglied und waren über Jahrzehnte Frontlinie im Kalten Krieg. Was kommt auf uns zu, wenn Trump ins Weiße Haus zieht? Hat der Mann politische Berater, die Deutschland und Europa gut tun würden? Im Gespräch mit dem Publizisten, Ökonomen und NATO-Spezialisten, Rainer Rupp, erfahren wir mehr über Donald Trump als in zwei Jahren Mainstream-Berichterstattung – mit oder ohne GEZ.

Trump will die US-Truppen im Ausland maximal abbauen. Er ist gegen TTIP, NAFTA und hat vor, die Wall Street wieder an die Kette zu legen, die FED zu entmachten und er will nicht automatisch den NATO-Bündnisfall ausrufen, nur weil ein Zwergstaat in der Peripherie sich bedroht fühlt. Mit diesen Plänen tritt Trump ziemlich mächtigen Menschen auf die Füße.

Ob er es lebend ins Weise Haus schafft, ist nicht sicher. Cabrio fahren in Dallas würden wir nicht empfehlen.
Quelle und das Gesprächs mit Rainer Rupp
https://kenfm.de/boxenstopp-rainer-rupp ... wahlkampf/
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Zulle
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Zulle » 18.10.2016, 18:33

Catrin hat geschrieben:
Trump ist der Dieter Bohlen der USA.
Nur würde in D kein einziger Mensch, der halbwegs bei Verstand ist, Dieter Bohlen als Kanzlerkandidaten in Betracht ziehen.

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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 18.10.2016, 18:41

Und Hillary Clinton ... wenn man sie denn so "kennen" würde wie man es von Dieter Bohlen glaubt?
Ehrlich gesagt ist sie für mich die schlimmere Wahl. Vielleicht kann Trump wenigstens singen...
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Re: Meinungen zum US-Wahlkampf

Beitrag von Catrin » 18.10.2016, 18:59

Das finde ich z.B. sehr bedenklich... und mind. genauso schlimm wie sexuelle Belästigung...
Nach DNC-Leak: Mysteriöse Todesfälle im Umfeld von Hillary Clinton

Der Mord an Seth Rich, leitender Mitarbeiter des „Demokratischen Nationalkomitees“ (DNC), von dem angenommen wird, dass er die Quelle für die von Wikileaks veröffentlichten E-Mails über den Wahlbetrug im DNC zugunsten von Hillary war, ist nur einer von vier mysteriösen Todesfällen in weniger als sechs Wochen. Alle Opfer hatten entweder vor, gegen die Skandal-geplagte Präsidentschaftskandidatin als Zeugen auszusagen oder waren an investigativen Recherchen zu Clinton beteiligt.
https://kenfm.de/mysterioese-todesfaelle/
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