Cockernachrichtendienst: Sondereinsatz für Xavier Naidoo

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TC Stahl
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Beitrag07.12.2015, 14:36 von TC Stahl

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Sondereinsatz für Xavier Naidoo
Einsatzbefehl an alle Schutz-Cocker: Bewahrt Xavier Neidoo vor Freier Meinungsäußerung. Der Sänger sieht sich aktuell heftigen verbalen Angriffen seitens der Presse ausgesetzt. Er hatte es immer wieder gewagt, seine vom Mainstream abweichende Meinung öffentlich zu verlautbaren. Ein unerhörter Vorgang in Deutschland. Offenbar gehört er zu jener Minderheit, die noch immer glaubt, man könne seine abweichende … weiterlesen →
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Die Freiheit des Einzelnen findet ihre Grenzen bei den Rechten der Anderen.

Catrin
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Beitrag07.12.2015, 17:26 von Catrin

Danke für diese Nachricht! Kein Cockereinsatz von meiner Seite - außer zur Aufforderung, weiterhin den Mund aufzureißen.
Dass Spiegel-Online sich so aufregt, sollte das Duo Naidoo+Todenhöfer als Kompliment werten.

Hier der Liedtext:
Ich hab‘ gelernt, ich soll für meine Überzeugungen,
einstehen und meinen Glauben nie leugnen.
Warum soll ich jetzt, nach so langer Zeit,
davon Abstand nehmen, dazu bin nicht bereit.
Muslime tragen den neuen Judenstern,
alles Terroristen, wir haben sie nicht mehr gern.
Es ist einfach nur traurig,
die alten Probleme im dritten Jahrtausend nach Christus.
Frieden ist uns immer noch wichtig.
Du willst in Frieden leben und hier ist es,
nur noch einen Hauch entfernt.
Wir haben alles über das Töten gelernt.
Vom Frieden sind wir meilenweit weg,
das Schlachtfeld ist schon abgesteckt,
Doch wir sind auch nur einen Hauch weit weg,
vom Himmel, er ist um die Ecke.
Ich weiß, es ist schwer zu glauben,
doch man will dir deinen Platz im Paradiese rauben.
Man weiß erst was man hatte, wenn es nicht mehr da ist.
Verhindere den Krieg bevor er wirklich wahr ist.

(Refrain 2x) Nie mehr Krieg, nie mehr Krieg.
Wenn wir das nicht sagen dürfen,
dann läuft doch etwas schief.
Wer vom Krieg profitiert,
ist irritiert, wenn er seinen Propagandakrieg verliert.

(Strophe 2x)
Wir rüsten ab und nicht auf,
immer noch Schwerter zu Pflugscharen,
die Schwerter sind verkauft.
Okay, ich habe noch eins.
Aber es kommt aus dem Mund,
ansonsten habe ich keins.

Nie mehr Krieg, nie mehr Krieg.
Nie mehr Krieg, nie mehr Krieg.

(Refrain 2x)
Nie mehr Krieg, nie mehr Krieg.
Wenn wir das nicht sagen dürfen,
dann läuft doch etwas schief.
Wer vom Krieg profitiert,
ist irritiert, wenn er seinen Propagandakrieg verliert.

Nie mehr Krieg, nie mehr Krieg.
Wenn wir das nicht sagen dürfen,
dann läuft doch etwas schief.

Quelle: https://www.facebook.com/JuergenTodenho ... 608470838/

Zur Textzeile des "neues Judensterns" ein von Todenhöfer empfohlener Artikel:
Wer sich, zu Recht, über die Borniertheit der Judenfeinde entrüstet, muss aber auch das Feindbild Islam kritisch betrachten (das sich zuweilen eines aggressiven, aufgesetzten Philosemitismus bedient). Es ist ein Gebot der Wissenschaft, die Erkenntnisse, die aus der Analyse des antisemitischen Ressentiments gewonnen wurden, paradigmatisch zu nutzen.

Die unterschwellig bis grobschlächtig praktizierte Diffamierung der Muslime als Gruppe durch so genannte "Islamkritiker" hat historische Parallelen. Derzeit wird der Islam gedanklich mit Extremismus und Terror verbunden, wodurch alle Angehörigen der islamischen Religion und Kultur mit einem Feindbild belegt und diskriminiert werden sollen.

Wenn man die katholische Kirche historisch nur über das Leid definieren wollte, das päpstliche Kreuzzüge gegen "Ungläubige" im Mittelalter, Inquisition und Hexenprozesse bis in die Neuzeit über unglückliche Unschuldige gebracht haben (oder heutzutage nur über Priester, die sich an Minderjährigen vergreifen), dann zöge man sich den Vorwurf der Verleumdung zu - die Verallgemeinerung beklagenswerter Auswüchse ist Hetze mit dem Ziel der Diskriminierung. Um die Gefährlichkeit des Islam zu beschwören, agieren "Islamkritiker" aber unter zunehmendem Applaus mit genau dieser Methode.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/anti ... en-1.59486
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Zulle
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Beitrag07.12.2015, 18:31 von Zulle

Die deutsche Kulturszene hat ja, von Konzertveranstalter und Xavier Naidoo-Versteher Marek Lieberberg organisiert, ein deutliches Zeichen für Toleranz gesetzt. 70000-Euro-FAZ-Anzeige „Menschen für Xavier Naidoo“. Alle Guten *g* sind gekommen und haben haben unterschrieben. Nach Naidoos aktuellem „Anti-Kriegs-Song“ und seiner offenkundigen Todenhöfer-Freundschaft äußert Marek Lieberberg (selbst Jude) nun Zweifel an seinem eigenen Solidaritätsaufruf :
"Natürlich provoziert dies selbstkritische Fragen nach dem eigenen Engagement, wenn man schon wenig später wieder mit ebenso fragwürdigen wie unzutreffenden und überflüssigen Vergleichen konfrontiert wird. Und noch in einem Boot mit dem ISIS-Propagandisten Todenhöfer. Bad Company!"

Interessant wäre zu wissen, ob Liefers, Maffay und Co. noch immer von ihrem demonstrativen Schulterschluss überzeugt sind ..... Oder ob sie möglicherweise doch relativ fix und unreflektiert Partei ergriffen haben. Wenn es ihnen jedoch in erster Linie darum ging, mediale „Gesinnungspolizei oder Meinungsüberwachung“ (Grönemeyer) und ein Klima der Hetze durch einen Presse-Shitstorm zu kritisieren, haben sie vollkommen Recht und nichts zu bereuen. Künstler beglücken die Öffentlichkeit nicht nur mit heldenhaften Äußerungen, sondern erzählen mitunter auch schwer erträglichen Unsinn. Doch lasst sie reden, denn zum Glück haben wir auch die Freiheit des Weghörens.
Grüße von Petra, Alma&Edvin

ALLE TAGE SIND GLEICH LANG, NUR VERSCHIEDEN BREIT. (UDO. L.)

Catrin
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Beitrag11.05.2017, 10:06 von Catrin

Xavier Naidoo äußert sich in dem Song "Marionetten" mal wieder kritisch und prompt gibt es unvorstellbare Hetzkampagnen.

Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht ihr nicht? Ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht? Ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter
Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht ihr nicht? Ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht? Ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter

[Strophe 1: Xavier Naidoo]
Und weil ihr die Tatsachen schon wieder verdreht
Werden wir einschreiten
Und weil ihr euch an Unschuldigen vergeht
Werden wir unsere Schutzschirme ausbreiten
Und weil ihr die Tatsachen schon wieder verdreht
Müssen wir einschreiten
Und weil ihr euch an Unschuldigen vergeht
Müssen wir unsere Schutzschilde ausbreiten

[Refrain: Xavier Naidoo]
Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht ihr nicht? Ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht? Ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter
Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht ihr nicht? Ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht? Ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter

[Strophe 2: Xavier Naidoo]
Aufgereiht zum Scheitern wie Perlen an einer Perlenkette
Seid ihr nicht eine Matroschka weiter im Kampf um eure Ehrenrettung
Ihr seid blind für Nylon und Fäden an euren Gliedern und
Hat man euch im Bundestag, ihr zittert wie eure Gliedmaßen
Alles nur peinlich und sowas nennt sich dann Volksvertreter
Teile eures Volkes nennen euch schon Hoch- beziehungsweise Volksverräter
Alles wird vergeben, wenn ihr einsichtig seid
Sonst sorgt der wütende Bauer mit der Forke dafür, dass ihr einsichtig seid
Mit dem Zweiten sieht man (besser)

[Strophe 3: Cr7z]
Wir steigen euch aufs Dach und verändern Radiowellen
Wenn ihr die Tür'n nicht aufmacht, öffnet sich plötzlich ein Warnhinweisfenster
Vom Stadium zum Zentrum einer Wahrheitsbewegung
Der Name des Zepters erstrahlt die Neonreklame im Regen
Zusamm'n mit den Söhnen werde ich Farbe bekennen
Eure Parlamente erinnern mich stark an Puppentheaterkästen
Ihr wandelt an den Fäden wie Marionetten
Bis sie euch mit scharfer Schere von der Nabelschnur Babylons trennen!

[Strophe 4: Xavier Naidoo]
Ihr seid so langsam und träge, es ist entsetzlich
Denkt, ihr wisst alles besser und besser geht's nicht, schätz' ich
Doch wir denken für euch mit und lieben euch als Menschen
Als Volks-in-die-Fresse-Treter stoßt ihr an eure Grenzen
Und etwas namens Pizzagate steht auch noch auf der Rechnung
Und bei näherer Betrachtung steigert sich doch das Entsetzen
Wenn ich so ein'n in die Finger krieg', dann reiß' ich ihn in Fetzen
Und da hilft auch kein Verstecken hinter Paragraphen und Gesetzen

[Refrain: Xavier Naidoo]
Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht ihr nicht? Ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht? Ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter
Wie lange wollt ihr noch Marionetten sein?
Seht ihr nicht? Ihr seid nur Steigbügelhalter
Merkt ihr nicht? Ihr steht bald ganz allein
Für eure Puppenspieler seid ihr nur Sachverwalter

Quelle: https://genius.com/Sohne-mannheims-marionetten-lyrics

Hier eine - wie ich finde - sehr interessante und nach-denkens-werte Analyse der aktuellen Hetze gegen Naidoo und des sog. Journalismus', der jeden Kritiker am System etc. in die rechte Ecke stellt.

„Wer einem Künstler wie Naidoo, der sich immer wieder gegen Rassismus und Fremdenhass eingesetzt hat, auf die Schnelle mal nach rechts schiebt, verhält sich wie ein Arzt, der ohne eine Anamnese durchgeführt zu haben zu einem Patienten mit Kopf- und Gliederschmerzen sagt, bei den Symptomen könnte es sich um eine schwere Erkrankung handeln, die innerhalb weniger Stunden zum Tod führt.

Wer sich mit der Berichterstattung über Naidoo auseinandersetzt findet einen Journalismus vor, der unter dem Deckmantel der Aufklärung eine Denkweise transportiert, die dem Geist unserer liberalen Demokratie entgegensteht.

Und damit wird erneut genau jenes Phänomen sichtbar, gegen das viele Mediennutzer seit Jahren Sturm laufen, das aber immer wieder vonseiten führender Redakteure abgestritten wird, nämlich: Bei bestimmten gesellschaftlichen und politischen Themen ist eine Berichterstattung zu beobachten, die aus einem „Guss“ ist.
Abweichende Meinungen und Ansichten, die innerhalb dieser Medien auch prominent Platz eingeräumt bekommen, sind selten.

Dieser Journalismus will nichts anderes als seine eigene vorgefertigte Meinung zum besten zu geben – reichlich Überzeugung anstelle von Wissen ist seine Devise.

Naidoo sagte einmal 2014 in einem Interview zu seiner Musik: „…Ok, ich habe keine Angst. Das ist auch immer wichtig, dass die Leute merken, der hat keine Angst, der ist bereit seine Meinung zu sagen, er ist bereit, seine Karriere aufs Spiel zu setzen – das denken ja immer viele – und dazu bin ich auch bereit, weil sonst habe ich keine Lust, dieses Leben so zu leben.“

Da redet Xavier Naidoo, der als Kind nach eigenen Angaben immerhin selbst missbraucht wurde, in seinem Song von Kinderschändern in hohen gesellschaftlichen Kreisen, aber die Betriebsblindheit dieses Journalismus führt zu einem bizarren Verhalten. Anstatt eine schlimme Realität zu erkennen, nämlich das Kindesmissbrauch auf allen gesellschaftlichen Ebenen stattfindet, verschließt er die Augen.
[ich füge hier mal für die, die es nicht wissen ein, es geht um PIZZA-GATE, einen Kinderschänder-Ring, den Trump ausrotten will – googeln, wen es interessiert – ist ganz mies und im Mainstream kein Thema]

Der Journalismus, wie er derzeit im Zusammenhang mit Naidoo im Großen und Ganzen zu beobachten ist, muss man als das bezeichnen, was er ist: gefährlich. Er verrät journalistische Ideale aus ideologischen Gründen. Er misst mit zweierlei Maß, double standards sind eines seiner Hauptmerkmale.
Der bayerische Ministerpräsident sagte einmal in einer Fernsehsendung: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“ Wo war da die Empörung der Medien? Das Prinzip ist klar: Medien empören sich dann, wenn es „den Richtigen“ trifft.

Das Absurde ist: Wir leben in einer Zeit, in der Medien voller Abscheu (zu Recht) auf das Totalitäre blicken, aber sie sind blind gegenüber dem totalitären Geist, der in ihrer eigenen Berichterstattung zum Ausdruck kommt.“


Lesenswert im Ganzen:
https://www.rubikon.news/artikel/medien ... stemkritik

LG Catrin
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TC Stahl
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Beitrag11.05.2017, 15:17 von TC Stahl

Irgendwie ein Dejavu :lol:

Schon interessant, wie ein älterer Artikel plötzlich wieder an Bedeutung gewinnt.
Euer Admin :)

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Catrin
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Beitrag11.05.2017, 17:20 von Catrin

Dachte ich auch ... Aber dieses - für mich nicht stimmige - Gehetze hört ja auch nicht auf, daher sind wohl immer wieder Sondereinsätze notwendig :mrgreen:
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