Politik-Rubrik im Cockerforum?

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Shorty
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Beitrag16.11.2015, 18:10 von Shorty

Nein, ich bin nicht Fremdenfeindlich. Und einige dieser *Fremden* lebt in meiner Nachbarschaft.
Menschen wie Du und ich.
Aber ich kann nicht Taten , wie den 11.September, Paris und viele andere grausame Taten damit entschuldigen, dass die Anfänge im Westen lagen. Natürlich gibt es Angehörige auf beiden Seiten, die trauern, die damit leben müssen.
Solange aber einige Menschen eine große Masse beeinflussen können, sei es durch Religion, werden wir unsere westliche Freiheit schützen müssen.
Wer diese Freiheiten nicht leben möchte, soll dort leben, wo es sie nicht gibt. Und wer zu uns kommt, als Flüchtling, soll uns als Gast willkommen sein, keine Frage, aber er soll sich auch benehmen wie ein Gast sich benimmt.
Und all meine Gedanken mögen nicht über den Tellerrand hinaus gehen, aber dieser Tellerrand ist mein Leben.
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten

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Thomas
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Beitrag16.11.2015, 18:16 von Thomas

Catrin, nun mach mal einen Punkt.

Dem schließe ich mich voll und ganz an.
Aber wie soll ich mit den Angehörigen umgehen, die auch noch gut heißen, was der Täter getan hat?
Wie soll ich mit einer Einstellung zu Recht kommen, mit Menschen die Gewalt oder gar ein Selbstmordattentat als Heldentat glorifizieren oder mit Menschen, die noch mehr geachtet werden und hofiert werden, weil ihr Sohn oder ihre Tochter eine solche "Heldentat" begangen hat?

Die sind meiner Meinung nach nicht besser als die Attentäter selbst.
So schrecklich ich die Anschläge finde, widerstrebt es mir, die Attentäter oder die IS als "Teufel" zu titulieren.
Das sehen die Betroffenen, die als normale Menschen unter der IS Herrschaft leben müssen und die Opfer bzw. Angehörigen der Attentate sicher etwas anders.
Gewalt als Antwort auf Gewalt ist in meinen Augen der falsche Weg!

Wie willst du das Problem denn konkret lösen? Organisationen wie der IS sind wie ein Krebsgeschwür, das sich brutal ausbreitet, wenn man nicht schnell und effektiv etwas dagegen unternimmt; es wurde viel zu lange zugesehen oder weggeschaut, weil das Problem ja weit genug weg war. Speziell die Regierung der Türkei hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Und jeder Tote ist ein Toter zuviel!

Auch das sehe ich anders; es gibt "Menschen" die lassen sich nicht bessern und wer andere Menschen wohlüberlegt und gezielt ermordet, gehört so nachhaltig gestoppt, das keine weitere Gefahr mehr von ihm ausgeht.
Irgendwo stand das Zitat, das die Todesstrafe sicher viele nicht abschreckt, aber sicherlich von Wiederholungen abhält.
Und wenn man jetzt ständig hört, wie gut diese Teufel organisiert sind und weitere Untaten in Vorbereitung sind, bleibt nur zu hoffen, dass ab jetzt noch besser aufgepasst, noch gründlicher kontrolliert und noch mehr Arbeit investiert wird, um geplante Anschläge im Vorfeld zu verhindern.

Wenn man Molenbeek und Neukölln(es gibt sicher noch genug andere Orte, die außer Kontrolle sind) aufgibt und sich die Polizei in immer mehr solcher Viertel nicht mehr reintraut, und hofft, das möglichst lange nichts passiert, wie soll sich die Lage dann bessern?
So, und jetzt können die Steine fliegen...

Grüße
Thomas

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Bella
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Beitrag16.11.2015, 18:53 von Bella

Buddy hat geschrieben:Mir machen diese Dinge Angst

Wie auch die vielen Flüchtlinge, weil man nicht weiß wo es hinführt.


Was genau macht dir Angst, Claudia? Und warum nennst du diese beiden Themen in einem Atemzug? Die allermeisten Flüchtlinge sind auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg, Hunger und Elend. Sie sind teilweise schwer traumatisiert, warum sollten sie also hier nun selbst für Terror sorgen?
Terrororganisationen werden es nicht nötig haben, ihre Kämpfer zu Fuss unter Flüchtlingsströme zu mischen. Und selbst wenn unter 10000 Hilfsbedürftigen ein Terrorist sein sollte - sollen wegen dieser Gefahr alle anderen in ihrer zerstörten Heimat sterben?

Zumindest zwei der Attentäter von Paris waren Franzosen. Frankreich hat in der fehlenden Integration der vielen Immigranten in diesem Land schwere Fehler begangen.... die sich jetzt auch rächen. Anstatt Menschen auszugrenzen und ihnen jede Zukunftsperspektive zu nehmen (und sie damit zur leichten Beute für Extremisten zu machen)!, kann der einzige Weg nur eine gute Integration & Bildung sein.
Liebe Grüße
Bella

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Thomas
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Beitrag16.11.2015, 18:57 von Thomas

Anstatt Menschen auszugrenzen und ihnen jede Zukunftsperspektive zu nehmen (und sie damit zur leichten Beute für Extremisten zu machen)!, kann der einzige Weg nur eine gute Integration & Bildung sein.

Viele dieser Menschen wollen sich nicht integrieren lassen; das fängt schon mit der Sprache an.
Wenn dann noch die Gesetze des Landes, in dem man lebt, nicht respektiert werden, hat man keinen Grund, die Schuld bei anderen zu suchen.

Grüße
Thomas

P.S:
Über 99,9 Prozent der 5 Millionen deutschen Muslime lehnen den IS ab.

Haben eigentlich viele Leute Probleme mit der Prozentrechnung?
Wenn man schreiben würde: Knapp 5.000 deutsche Muslime befürworten den IS käme das aufs selbe raus.... :shock:

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Bella
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Beitrag16.11.2015, 19:08 von Bella

Shorty hat geschrieben:Nein, ich bin nicht Fremdenfeindlich. ...
Aber

bitte nicht

Shorty hat geschrieben:Aber ich kann nicht Taten , wie den 11.September, Paris und viele andere grausame Taten damit entschuldigen, dass die Anfänge im Westen lagen.


Entschuldigen ganz sicher nicht, da gibt es nichts zu entschuldigen. Aber versuchen zu verstehen, wie es dazu kommen konnte. Der IS ist nicht vom Himmel gefallen, erst die Angriffe u.a. im Irak, Afghanistan und Syrien haben das Chaos und das Vakuum erzeugt (und die Waffen hinterlassen), in dem die Extremisten all die kaputten, perspektivlosen Menschen um sich scharen konnten. Und dieses Chaos haben vor allem westliche Länder in ihrer Gier nach Erdöl angrichtet.
Von Waffenlieferungen an fragwürdige Regime mal ganz abgesehen....

Shorty hat geschrieben:Wer diese Freiheiten nicht leben möchte, soll dort leben, wo es sie nicht gibt.

Die Menschen im Irak, Iran, die verfolgten Kurden, die Syrer, Palästinenser, Afghanen usw. usw. wurden leider nicht gefragt, ob sie in ihrer Heimat nicht auch lieber in Ruhe, Frieden und Freiheit leben möchten.
Niemand hat gefordert, dass unsere Gesetze und Regeln nicht für alle gelten...
Liebe Grüße

Bella

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Bella
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Beitrag16.11.2015, 19:14 von Bella

Thomas hat geschrieben:Viele dieser Menschen wollen sich nicht integrieren lassen


Was ist die Quelle deiner Aussage?

Bei den sog. Gastarbeitern der ersten Generation ist es nicht am Wollen der Immigranten gescheitert, sondern daran, dass es vom Staat nicht gewollt war. Die sollten nur helfen, das Land wieder aufzubauen und dann bitte schön wieder gehen. Sprachkurse und Integration waren da nicht vorgesehen. Die Folgen sind bekannt...

Aber die Aussage, viele dieser Menschen WOLLTEN nicht integriert werden, finde ich sehr gewagt bis fragwürdig bis anmaßend.
Liebe Grüße

Bella

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Bella
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Beitrag16.11.2015, 19:31 von Bella

Catrin hat geschrieben:Gewalt als Antwort auf Gewalt ist in meinen Augen der falsche Weg! Und jeder Tote ist ein Toter zuviel!


Im Großen und Ganzen sehe ich die Situatione so ähnlich wie du. Es gibt hier nicht die Guten und die Bösen und man muss sich mit der historischen Entwicklung (eigentlich schon seit Ende des zweiten Weltkrieges) auseinandersetzen, um zumindest ein bisschen verstehen zu können, was warum geschehen ist.

Ich will die furchtbaren Taten des IS (oder Al-Qaida oder Boko Haram) ganz sicher nicht entschuldigen, nur die Augen öffnen, dass der Terror, Leid und Tot nicht regional begrenzt und auch nicht einseitig sind.


Ich bin eigentlich Pazifist und lehne Gewalt ab. In dieser Situation bin ich mir aber nicht sicher, ob der IS anders gestoppt werden kann (falls überhaupt). Hätte jemand Hitler 'frühzeitig' ermordet, wären viele viele Menschen am Leben geblieben. Klingt zynisch ist aber so.
Besser wäre natürlich eine Aussöhnung der Sunniten untereinander und eine friedliche Lösung im nahen Osten, aber daran glaubt wohl niemand so recht...
Liebe Grüße

Bella

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Bella
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Beitrag16.11.2015, 19:39 von Bella

Thomas hat geschrieben:
Über 99,9 Prozent der 5 Millionen deutschen Muslime lehnen den IS ab.

Haben eigentlich viele Leute Probleme mit der Prozentrechnung?
Wenn man schreiben würde: Knapp 5.000 deutsche Muslime befürworten den IS käme das aufs selbe raus.... :shock:


Nein, das käme nicht aufs selbe raus! Über 99,9% können in diesem Fall genausogut 4,999999999 Millionen bedeuten!
Im Umkehrschluss also u.U.: einer von 5 Millionen befürwortet den IS (was natürlich immer noch einer zu viel wäre)... oder ein halber. Das ist allein deine Interpretation!

Woher kommt diese Zahl eigentlich?
Liebe Grüße

Bella

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Shorty
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Beitrag16.11.2015, 19:49 von Shorty

Shorty hat geschrieben:
Wer diese Freiheiten nicht leben möchte, soll dort leben, wo es sie nicht gibt.

Die Menschen im Irak, Iran, die verfolgten Kurden, die Syrer, Palästinenser, Afghanen usw. usw. wurden leider nicht gefragt, ob sie in ihrer Heimat nicht auch lieber in Ruhe, Frieden und Freiheit leben möchten.
Niemand hat gefordert, dass unsere Gesetze und Regeln nicht für alle gelten...


Hallo Bella,
denke wir schreiben aneinander vorbei. So ist es manchmal beim geschriebenen Wort.
Ich stelle nicht in Frage, das diese Menschen lieber in ihrer Heimat Friede und Freiheit haben.

Ich meinte die Menschen, die versuchen uns unsere Freiheiten zu nehmen.
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten

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Shorty
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Beitrag16.11.2015, 19:56 von Shorty

Thomas hat geschrieben:
Anstatt Menschen auszugrenzen und ihnen jede Zukunftsperspektive zu nehmen (und sie damit zur leichten Beute für Extremisten zu machen)!, kann der einzige Weg nur eine gute Integration & Bildung sein.

Viele dieser Menschen wollen sich nicht integrieren lassen; das fängt schon mit der Sprache an.
Wenn dann noch die Gesetze des Landes, in dem man lebt, nicht respektiert werden, hat man keinen Grund, die Schuld bei anderen zu suchen.

Grüße
Thomas



Und so schlimm es auch klingt...........ich muß Dir leider zustimmen
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten

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Buddy
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Beitrag16.11.2015, 21:49 von Buddy

Bella hat geschrieben:
Buddy hat geschrieben:Mir machen diese Dinge Angst

Wie auch die vielen Flüchtlinge, weil man nicht weiß wo es hinführt.


Was genau macht dir Angst, Claudia? Und warum nennst du diese beiden Themen in einem Atemzug?



Das kann ich dir beantworten. Weil ich täglich erlebe welche Gewalt in diesen Auffangstation herscht und wie uns gegenüber reagiert wird. Autos werden demoliert, Frauen belästigt, geklaut und zerstört. Einzelfälle ? Leider nein. Für uns Alltag und in den letzten Wochen steigt es an.

Ich bin dafür zu helfen wenn Hilfe nötig ist frage mich aber täglich benimmt man sich so wenn man aufgenommen wird ?

Die Gewaltbereirschaft ist hier sehr groß und man hat Mühe, sie zu erkennen die Hilfe wollen.

Und dann die Geschehnisse da bekomme ich Ängste weil ich nicht weiß was auf uns zu kommt und wohin uns das führt.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

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Zulle
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Beitrag16.11.2015, 22:25 von Zulle

An dieser Stelle verlasse ich fluchtartig das Gespräch. Ich bin quasi ein flüchtender Thread-Flüchtling.

Mieux vaut allumer une bougie que de pester contre l'obscurité.
Bild
Grüße von Petra
Alma (5) & Edvin (10)

ALLE TAGE SIND GLEICH LANG, NUR VERSCHIEDEN BREIT. (UDO. L.)

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Einstein
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Beitrag17.11.2015, 08:35 von Einstein

Die Deutschen haben Angst vor ...

Naturkatastrophen 52 %
Terrorismus 49 %
Pflegefall im Alter 49 %
Spannungen d. Zuzug v. Ausländern 48 %
Überforderung der Politiker 48 %
steigende Lebenshaltungskosten 47 %
schwerer Erkrankung 41 %
Krieg mit deutscher Beteiligung 40 %
schlechtere Wirtschaftslage 37 %
sinkender Lebensstandard im Alter 32 %
eigene Arbeitslosigkeit 31 %
höhere Arbeitslosigkeit in Deutschland 31 %
Drogensucht der eigenen Kinder 27 %
Vereinsamung im Alter 26 %
Straftaten 15 %
Zerbrechen der Partnerschaft 15 %

© R+V-Studie Die Ängste der Deutschen 2015
Zuletzt geändert von Einstein am 17.11.2015, 08:41, insgesamt 1-mal geändert.
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
Im übrigen: "Lächeln ist die beste Art Zähne zu zeigen" (A. Einstein)

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Thomas
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Wohnort: Möhnesee/NRW

Beitrag17.11.2015, 08:41 von Thomas

Hallo Lisa,
sind das Prozentzahlen?
Und welche Angabe zum "Zerbrechen der Partnerschaft" ist richtig?

Grüße
Thomas
P.S.: Mieux vaut allumer une bougie que de pester contre l'obscurité.
Übersetzt: Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.
Zuletzt geändert von Thomas am 17.11.2015, 08:45, insgesamt 2-mal geändert.

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Einstein
Beiträge: 3425

Beitrag17.11.2015, 08:41 von Einstein

Thomas hat geschrieben:Hallo Lisa,
sind das Prozentzahlen?
Und welche Angabe zum "Zerbrechen der Partnerschaft" ist richtig?

Grüße
Thomas


NEIN - da hat irgendetwas mit dem kopieren nicht geklappt - hab es gerade geändert.
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
Im übrigen: "Lächeln ist die beste Art Zähne zu zeigen" (A. Einstein)

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Einstein
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Beitrag17.11.2015, 09:15 von Einstein

Ich kann diese Ängste durchaus nachvollziehen bin allerdings der Ansicht, dass die Angst kleiner wird, wenn ich mit einer Thematik auseinandersetze.

Ein Beispiel, wenn ich Angst um das Zerbrechen meiner Beziehung habe, kann ich meine Beziehung unter die Lupe nehmen, kann an ihr arbeiten und versuchen sie gemeinsam mit meinem Partner zu stabilisieren.

Wenn ich Angst vor Vereinsamung im Alter habe, kann ich versuchen mir rechtzeitig ein aktives Leben zu schaffen, indem ich vielleicht sportele, mir ein soziales Engagement suche, in eine WG ziehe.....

Wenn ich Angst um die Drogensucht meiner Kinder habe, kann ich versuchen ihnen ein stabiles Umfeld zu geben, kann versuchen sie zu stärken in ihrer Persönlichkeit, kann versuchen ein gutes Vorbild vorzuleben um vielleicht zu erreichen, dass sie keine Flucht in eine andere Welt brauchen um ihr Glück zu finden.

Meiner eigenen Arbeitslosigkeit kann ich vielleicht ein wenig vorbeugen, indem ich mich weiterbilde, mich auf dem laufenden halte und mir dadurch Vorteile auf dem Arbeitsmarkt schaffe...

Dinge die mich persönlich betreffen, kann ich immer ein wenig steuern, das ist den meisten auch bewusst, daher ist die Angst in diesen Bereichen niedriger.

All die Dinge, die aber nicht mehr in unserem direkten und mittelbaren Einzugsfeld liegen, machen den Menschen grössere Ängste. Diese Studie ist von Juni 2015 und bin davon überzeugt, dass die Zahlen im Bereich Terrorismus, Spannungen durch Zuzug von Ausländern und Krieg aktuell nicht geringer geworden sind.

Jeder von uns hat Ängste vor allem vor Dingen, die wir nicht kennen.
Wir können uns diesen Ängsten unterordnen oder genau wie im privaten Bereich versuchen einen Weg zu finden.
Wir können uns politisch weiterbilden, um ein wenig mehr von der Globalität zu verstehen, wir können versuchen mit den zugezogenen Menschen in unserer Stadt Kontakt zu bekommen um ihr Leben kennenzulernen, ihre Ängste zu verstehen und ihnen ein Stückchen näher zu kommen... - mit anderen Worten wir können aktiv werden, wir können etwas tun und ganz sicher werden diese Ängste dann kleiner werden. Je weiter wir vom Geschehen weg sind, je weniger wir wissen und verstehen desto grösser wird die Angst sein.

Es wird Ängste geben, denen können wir nicht begegnen mit Aktivität, die werden wir akzeptieren und mit denen werden wir leben lernen müssen.
Aber auch dort haben wir noch Möglichkeiten uns zu arrangieren. Ja, es kann sein, dass ich zum Pflegefall im Alter werde doch ich kann Vorsorge treffen, wie es mir dann gegen wird. Ich kann Vorsorge treffen, dass ich gut untergebracht sein werde, indem ich schon heute anfange ein paar Euro monatlich dafür zur Seite lege.
Sogar gegen Naturkatastrophen kann ich ein kleines bisserl was tun, indem ich bei mir zuhause anfange verantwortungsbewusst mit allen Recourcen, die wir haben umzugehen.

Auch wenn die Aktivität immer geringer wird, je grösser die Ängste werden - es gibt immer ein kleines Licht sich mit diesen Ängsten auseinanderzusetzen.
Die Chinesen sagen: auch wenn das Licht noch so klein ist, es gibt der Dunkelheit keine Chance.

Was kann ich denn gegen den Terror auf dieser Welt tun?
Ich weiss es nicht.

Persönlich bemühe ich mich in meinem Umfeld offen mit allem umzugehen, was mir begegnet.
Andere Menschen - egal welcher Nationalität oder Religion - zu respektieren.
Vielleicht ist das ein ganz winzigkleiner Schritt in die richtige Richtung.
Respekt voreinander haben.

Wenn ich Respekt vor dem anderen habe, kann ich ihm nicht solche Dinge antun.

Ja, auch ich habe Angst - Angst, das mein kleines, beschauliches und schönes Leben durcheinander gerät, weil es Menschen auf der Welt gibt, die sich "daneben benehmen", weil es Naturkatasstrophen geben könnte, die mir alles kaputt machen könnten, was wir uns aufgebaut haben. Nicht nur im materiellen Sinne, auch im zwischenmenschlichen.
Mit dem Damoklesschwert einer schweren Krankheit haben wir zu leben gelernt, wir versuchen gesund zu leben - die Angst bleibt immer....

Bei allen Ängsten versuchen wir immer positiv zu bleiben und das Gute zu sehen, auch wenn wir das manchmal erst suchen müssen.
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
Im übrigen: "Lächeln ist die beste Art Zähne zu zeigen" (A. Einstein)


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