Einmal rumgestöbert und eine Frage

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Kasi

Einmal rumgestöbert und eine Frage

Beitrag von Kasi » 25.11.2009, 16:22

Hallo zusammen,

ich gehöre auch zu denjenigen, die sich als Kind schon die Nase am Zoofachgeschäft mit den süßen Cockerwelpen platt gedrückt haben... Gott sei dank gibts diese Situation heute nicht mehr, aber meine Liebe zum Cocker ist geblieben!
Irgendwann zieht bestimmt mal einer hier ein :)

Nettes Forum hier, gefällt mir sehr gut und ich hab auch gleich noch eine Frage. Eine Kundin von mir hat nun auch einen Cocker. Er ist von einer Tierhilfe, Herkunft liegt sehr im Dunkeln.
Allerdings ist er gechipt und laut Netz gibts diese Anfangsziffern in Spanien. Hat man eine Chance herauszufinden, wie alt der Hund ist? Gibts dort Züchter, die man fragen könnte? Ich denke, er ist schon etwas älter und wie ein Straßenhund sieht er mir auch nicht aus...

LG

Daniela

Gast

Beitrag von Gast » 25.11.2009, 17:40

Die Preisfrage ist, wann der Hund gechippt wurde, ob schon als Welpe oder erst für die Ausreise aus Spanien. Im EU-Ausweis müsste ein Datum für das Einsetzen des Chips stehen. Außerdem hat der EU-Ausweis in seiner Nummer am Anfang zwei Buchstaben als Länderkennzeichen. Für Spanien wäre das ES, für Deutschland DE.
Es gibt spezielle Länderkennzahlen für die Microchips, ebenso gibt es aber auch billigere Microchips, die nur Herstellerkennzahlen am Anfang haben und in mehreren Ländern gesetzt werden.
Am ehesten wird der Tierschutzverein Auskunft geben können, der den Hund vermittelt hat. Sollte der Hund tatsächlich einen spanischen Microchip, aber einen deutschen EU-Ausweis haben, sollte man sowieso mal genauer nachfragen!

kasi

Beitrag von kasi » 26.11.2009, 20:00

Danke für die Antwort! Der Chip scheint schon älter zu sein, jedenfalls nicht vom Tierschutz veranlasst. Die wissen übrigens gar nichts, das ist wieder ganz toll...
Der EU Pass ist neu, gibt also nichts her.
Da die Nummer mit 74 beginnt und der Hund ja auch aus Spanien kommt, würde das ja passen, dass er dort als Welpe gechipt wurde und später im Tierheim landete.
Ich habe auch eine Seite ähnlich unserer TASSO gefunden, aber da ist die Nummer nicht registriert.
Ich weiß eben nicht, ob die Nummern dort vielleicht zusätzlich von den Rasseclubs registriert werden und die wissen, welche Nummern sie ausgegeben haben.

Daniela

Gast

Beitrag von Gast » 26.11.2009, 21:41

Ist die "Tierhilfe" denn hier aus D oder ist bekannt welche Orga im Ausland den Hund hatte?

Ansonsten ist es ja egal wo der Hund herkommt :wink: , wichtig ist eher wie der Weg mit dem Hund weiter aussieht.

Und da kann es manchmal bei Verhaltensauffälligkeiten helfen zu wissen, was der Hund bisher erlebt hat.

Gast

Beitrag von Gast » 26.11.2009, 21:47

In Spanien gibt es viele regional arbeitende Registraturdatenbanken, die bei Europet, aber nicht bei Petmaxx verzeichnet sind.
Hast du da schon mal geschaut?
http://www.europetnet.com

Kasi

Beitrag von Kasi » 27.11.2009, 10:36

Danke für den Link!

Leider ist die Nummer da auch nicht registriert. Na ja, es war ein Versuch wert.

Dem Hund ist es natürlich letztendlich egal, da zählt nur das Hier und Jetzt! Aber für die Besitzer finde ich es immer recht schön, wenn man wenigstens ein bisschen was rauskriegt.
Die Orga ist eine hiesige, die den Namen Tierschutz mal wieder nicht vedienen.
Der kleine Kerl hat jedenfalls jetzt das große Los gezogen und ein Frauchen erwischt, die ganz viel mit ihm übt, was ihm sichtlich Spaß macht!
Jetzt noch die Angst vor den anderen Hunden verlieren und nicht jeden platt machen wollen, aber das werden wir auch noch hinkriegen.

LG
Daniela

Gast

Beitrag von Gast » 27.11.2009, 13:17

Was hat denn die hiesige Orga falsch gemacht, dass sie den Namen Tierschutz nicht verdient? Das verstehe ich nicht. Die Vermittlung scheint doch gelungen. ;)
Wenn es "nur" um die Vorgeschichte des Hundes geht, da erfahren die Orgas vor Ort und die hiesigen sowieso nicht allzu viel, wenn der Hund aus einer Tötungsstation/Perrera gerettet wurde. In den Perreras kann schließlich jeder seinen Hund ohne Angabe von Gründen abgeben oder es sind Fundhunde, die dort landen. Tierheime wie hier bei uns gibt es in Spanien ja nicht.
Bist du Hundetrainerin, weil du geschrieben hast, es sei der Cocker einer Kundin und dass ihr das Problem mit anderen Hunden angehen wollt?
Was hat denn der Cocker konkret für Probleme? Leinenaggression? Generelle Unverträglichkeit?

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JudyS
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Beitrag von JudyS » 27.11.2009, 13:26

Leider ist es so, dass die Hunde nicht mit Lebenslauf in der Perra abgegeben werden, da kann man der Tierschutzorga keinen Vorwurf machen...
Judy mit "Teilzeitcocker" Easy
und Pino im Herzen

Kasi

Beitrag von Kasi » 28.11.2009, 09:28

Bitte nicht falsch verstehen, das mit der Herkunft mache ich der Orga nicht zum Vorwurf, wäre ja Blödsinn.
Aber ich würde sicherlich keinen Hund krank vermitteln und dann auf doof machen. Mal davon abgesehen, dass der Hund nach 5 Minuten Besichtiung mit "Den können Sie direkt minehmen" aus der Pflegestelle geschmissen wurde.
Entschuldigung, ich muss mich gerade noch um einen anderen Hund kümmern, der ausgebrochene Leishmaniose hat und auch das wird von der Orga (eine andere) komplett geleugnet.
Manchmal kommt einem da schon ziemlich die Galle hoch, wenn man sieht, wie einfach sich manche aus der Verantwortung entziehen.
Und ich entschuldige mich bei allen Tierschützern, die es richtig machen, für ihre Leute da sind und alles für die Tiere tun!!!!!!!!

Ich bin etwas vom Thema abgekommen ;-)

LG
Daniela

Miriamtoby

Beitrag von Miriamtoby » 28.10.2011, 12:55

hab gerade bei europet nachgesehen, Toby aus 1997 ist tatsaechlich registriert, der Code ist 405E360840, d.h. er wurde nachtraeglich in die Datenbank eingespeist und es ist richtig, er wurde am 16.12.1997 gechipt auf den Kanarischen Inseln! Da sieht man mal wieder, wie korrekt Spanien damals schon gehandelt hat!

Also, dann haette euer Schatzilein auch registriert sein muessen, wenn mein oider Deifi dort ja auch ganz korrekt aufgelistet ist! (in diesem Fall ist es nicht ES, das ist nur bei internet-extension, der Landbuchstabe ist E

Hier der Beweis:
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Buddy
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Beitrag von Buddy » 28.10.2011, 14:15

Das Problem nichts über die Vergangenheit der Hunde zu erfahren hat man aber nicht nur beim Auslandstierschutz sondern auch beim deutschen TS. Ich habe da auch schon schlechte Erfahrungen gemacht.

Das die Hunde oft krank aus der Perrera kommen habe ich auch schon oft erlebt und ohne auf Mittelmeerkrankheiten getestet zu sein. Mein Eindruck ist oft das es nur um das Retten geht und nicht um eine gute Vermittlung.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

Miriamtoby

Beitrag von Miriamtoby » 28.10.2011, 17:50

Das ist sicher richtig, aber auch ich habe Toby nie auf Leishmanias testen lassen und ich lebte mit ihn in den gefaehrdeten Regionen mit dem Unterschied, dass ich Salinas am Abend mied und ihn auch nie am Abend im Auto bei offenen Fenster liess, im Freien musste er ja eh nie schlafen.
(die Leishmanias brauchen ca. 10 min. bei ruhendem Hund, um stechen zu koennen)

Ich kannte so einige Hunde, die daran gestorben sind, aber wenn sich die Leishmaniosis erstmal manifestiert hat (das kann Monate dauern), sieht man das einem Hund selbst bei der "leichten" Form schon an ...

Als wir bei Dr Heider am Bodensee ankamen, um Toby's Augen zu checken, kam ein Notfall rein: Beim Anschauen war das schon absolut klar, Babesiose (war drei Wochen in Dtschld., auch aus dem TS von Bulgarien)

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