"Die Macht der Lebensmittel-Giganten"

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Catrin
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"Die Macht der Lebensmittel-Giganten"

Beitrag von Catrin » 07.09.2016, 19:16

Apropos "September - Saure Gurken Zeit" ... hier mal wieder etwas zum Essen ... nööö zum Lesen, Aufregen und / oder Aufgeben:

Zum Tierfutter finden sich Infos zwischendrin - von mir in rot markiert, wenn sich jemand nur dafür interessieren sollte.
Nestlé, Kraft, Coca-Cola, PepsiCo, Kellog’s, Mars, Unilever, Procter & Gamble, Johnson & Johnson, General Mills und Danone – diese 11 Mega-Konzerne kontrollieren unser Essen und sind die großen Gewinner – ob Softdrinks, Reinigungsmittel, Joghurt und sogar Katzen- und Hundefutter.

Immer entscheidender werden der Preis und die Qualität der verarbeiteten Lebensmittel. Die Gesellschaft von morgen wird aller Wahrscheinlichkeit nach noch stärker in zwei Teile zerfallen: Die einen leben gesünder und können sich dies auch leisten, die anderen weniger. Die einen haben die Wahl, die anderen nicht. Doch wer bestimmt, was wir essen und trinken? Wer bestimmt den Preis und was gesund ist?
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Beispiel Nestlé: Der Gigant ist der größte Mineralwasser- und Milchproduzent, der weltgrößte Anbieter von Babynahrung, der weltgrößte Konsumgüterhersteller und Kaffeeproduzent und Nestlé hat eine Tochtergesellschaft namens Nestlé Health Science gegründet, die sich mit Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Alzheimer beschäftigt. Nestlé ist zudem der größte Anbieter von Tiernahrung.
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Greenpeace stellte sich kürzlich auf die Seite von Ferrero und WWF unterstützt eine dubiose Anlage in einem Palmölinvestment. Es liest sich, als sei die Anlage in Palmöl etwas so Tolles, dass doch jeder Geldanleger nur GUTES tun würde, wenn er investiert. Die grüne Rendite bedeutet Spekulation auf Kosten des Regenwaldes.

War Ihnen bekannt, dass ‪Greenpeace‬ der Französischen Umweltministerin ‪‎Ségolène Royal‬ nach ihrem ‪‎Nutella‬-Boycott in den Rücken fiel? Sie musste sich öffentlich entschuldigen – und der italienische Umweltminister Gian Luca Galletti erklärte, er werde sich Nutella-Brote zum Abendessen gönnen. Lesen Sie dazu: Palmöl – Greenwashing durch Unterstützung von WWF und Greenpeace- Warum wir zum Nutella-Boykott auffordern

Es macht auch deutlich: Wenn wir die großen NGOs wie Greenpeace oder WWF betrachten, sind diese schon selbst längst zu Konzernen verkommen und sitzen mit den Konzernen wie Nestlé in einem Boot, denn Nestlé gehört auch zum RSPO.
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Katzen- und Hundefutter – Was nicht Nestlé gehört, ist Mars, der Rest ist nicht marktbeherrschend!

Futter, Bedarfsartikel und Dienstleistungen für Heimtiere sind ein globaler und robuster Wachstumsmarkt. Hier profitieren die Lebensmittelkonzerne Nestle und Mars.

Nestlé schreibt auf seiner Webseite:
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Zur Beweislage- Fancy Feast in den USA wird hier in Deutschland unter der Marke GOURMET von Nestlé vertrieben – Folgende Sorten gibt es:

mit Kabeljau und Zucchini
mit Lachs
mit Lachs und Spinat
mit Scholle
mit Thunfisch
mit Weißfisch

Dazu aus der Webseite:

„[...]Die Marke GOURMET basiert auf dem Markenkonzept von Fancy Feast, das in den USA entwickelt wurde. Ziel von Fancy Feast ist es, alle Katzenbesitzer anzusprechen, die ihre Katze mit einem besonders appetitlichen und qualitativ hochwertigen Produkt täglich neu verwöhnen möchten. Damit begann in den USA eine Erfolgsstory, die sich auch in Deutschland fortsetzte. Schließlich werden Vielfalt und Geschmack von anspruchsvollen Samtpfoten auf der ganzen Welt geschätzt.“

Auch auch hier wird gerade gegen Nestlé geklagt – in Kalifornien wurde eine Sammelklage eingereicht, die Nestlé der Beihilfe zur Sklaverei in Thailand vorwirft. Nestlé importiere über einen thailändischen Lieferanten Thai Union Frozen Products mehr als 12 000 Tonnen Tiernahrung auf der Basis von Meeresfrüchten für die großen in den USA verkauften Marken. Ein Teil der Meeresfrüchte werde unter Sklaverei-Bedingungen gewonnen. Käufer von Tiernahrungsmitteln werfen Nestlé darin vor, in vollem Wissen ein System der Versklavung und den damit zusammenhängenden Menschenhandel zu unterstützen. Der Konzern verberge diese mit der Produktion von Katzenfutter zusammenhängenden Menschenrechtsverletzungen, teilte die Kanzlei Hagens Berman in einer Sendung vom Donnerstag den 27.August 2015 mit.

MARS

Bis zum 1. September 2007 firmierten die europäischen Tochtergesellschaften unter dem Namen Masterfoods. Vor der Umfirmierung auf Mars hieß der Bereich für Tiernahrung „Effem“ nach den gesprochenen Initialen des Firmengründers Frank Mars.

Tiernahrung: Cesar, Chappi, Dreamies, Frolic, Greenies, James Wellbeloved, Kitekat, Loyal, Nutro, Pedigree, Perfect Fit, Royal Canin, Sheba, Trill, Whiskas, Winergy
Tierhygiene: Catsan, Natusan, Thomas

Dazu auch – Nestlé und Mars: Das große Geschäft mit den Haustieren – „Hungeranregendes Haustierfutter – inklusive Zusatzstoffe“
https://netzfrauen.org/2013/08/17/nestl ... tzstoffen/

[...]
Konzerne können die Preise, die Geschäftsbedingungen und zunehmend auch die politischen Rahmenbedingungen diktieren.
Thema Wasser: Wasser ist zu einem Handelsgut verkommen, mit welchem sich viel Geld verdienen lässt. [...] Danone verkauft in China mehr Wasser als Säuglingsnahrung.
Quelle: https://netzfrauen.org/2016/05/27/die-m ... -giganten/

Das sind nur einige Ausschnitte des langen und interessanten Artikels der Netzfrauen.
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offline... der neue Luxus


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