In Memoriam

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Einstein
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In Memoriam

Beitrag von Einstein » 13.11.2014, 10:22

Die Zeit heilt keine Wunden - es bleibt immer eine Narbe und manchmal schmerzt sie besonders - heute ist so ein Tag:


FÜR DIX

Ich denke zurück an die Zeit,
als wir miteinander die verrücktesten Dinge machten
und wie ich oft herzhaft über dich lachen konnte.
Mein wuscheliger Clown, mein Bärchen, mein Beschützer.
Du warst der Hüter und ich dein Oberschaf,
so haben uns Freunde oft genannt.
Wie viel Spaß wir doch hatten, wie schön das Leben mit dir war.

Ich denke zurück an den Tag,
als ich erfahren musste, dass Du unheilbar krank bist.
Wie unglücklich ich darüber war.
Ich denke zurück an die schreckliche Nachricht.
Ich saß auf dem Bogen und ich hielt dich ganz fest.
Ich sah deine Augen - die Leere in deinem Blick.
Narkose - wie hilflos ich war.

Ich denke zurück als ich begriff,
welche Ausmaße die Diagnose hat.
Wie ein Kartenhaus brach meine Welt zusammen
und meine Wünsche und Träume zerplatzten wie Seifenblasen.
du solltest mit mir umziehen, mich begleiten...
Wie fassungslos ich doch war.

Ich denke zurück an den Moment,
indem ich dachte:
vielleicht schafft er es ja doch -
die Hoffnung auf ein Wunder keimte immer wieder auf.
Wie zuversichtlich ich manchmal war.

Ich denke oft zurück an die Zeit,
in der es dir dann doch immer schlechter ging.
Dein Körper zerfiel und schließlich gabst du dich dem Schicksal hin.
Du hast es versucht aber deine Kraft reichte nicht mehr, um zu kämpfen.
Wie unabänderlich alles war, ich spüre noch jetzt meine Hilflosigkeit.

Ich denke oft zurück an die Entscheidung - es muss sein,
an deine Wärme, deinen letzten Atemzug, an die Sekunde,
als ich spürte: DU BIST TOD!

Wie schmerzvoll es war, dieses Gefühl ist unbeschreiblich
leer, leer, leer, - nie wieder - stumme Schreie ganz laut.

Ich denke auch zurück und an all das,
was wir zusammen erleben durften,
an dich und deine Unbestechlichkeit,
an unsere tiefe Verbindung.
an deine sanften Augen, deine feuchte Nase,
deine Art mich jeden Morgen zu wecken, deine Zunge in meinem Gesicht...
Du warst immer etwas Besonderes - mein Seelenhund,
nein das beschreibt es nicht - du warst mein Freund.
Wie schön doch die Erinnerungen sind.

Du fehlst mir !!! - immer noch...
November 2010 L.R-R

Bild... er war etwas ganz Besonderes
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
Im übrigen: "Lächeln ist die beste Art Zähne zu zeigen" (A. Einstein)

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Vera
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Re: In Memoriam

Beitrag von Vera » 13.11.2014, 10:38

Lisa, ich bin tief berührt, wie liebevoll Du das Leben mit Deinem Freund Dix beschreibst, wie intensiv Eure Beziehung war.....

Ich fühle mit Dir.
Vera mit Winnie, Pebbles und Philou im Bett
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chelsea
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Re: In Memoriam

Beitrag von chelsea » 13.11.2014, 11:11

oh lisa er war ein sehr schöner hund.

das zweite mal gänsehaut heute. so ist es, ein wechselbad der gefühl zwischen angst und hoffnung, herz und verstand. die erinnerungen keimen immer wieder einmal auf. ausgelöst durch kleinigkeiten durch ein datum das sich widerholt.

dann ist der schmerz wieder da. diese endlose leere wenn man das tier leblos in den armen hält. die gewissheit das nie wieder sein wird wie vorher.

du hast das leben mit dix sehr schön beschrieben. zeigt uns aber auch, das wir sie nie vergessen werden unsere begleiter. denn ein herz vergisst nicht
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Greeta
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Re: In Memoriam

Beitrag von Greeta » 13.11.2014, 13:07

OMG Lisa, das treibt mir die Tränen in die Augen, so wunderschön hast Du Deine Freundschaft mit Dix beschrieben. :cry:
Das muss schon eine ganz besondere Beziehung zwischen Euch gewesen sein....
LG
Anja


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MEmma
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Re: In Memoriam

Beitrag von MEmma » 13.11.2014, 13:45

Ich kann's dir nachfühlen. Es gibt so Tage wie heute :cry:
LG Meike mit Charlotte
Und Emma im Herzen

Tauber Hund? Na und!

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Indiansummer
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Re: In Memoriam

Beitrag von Indiansummer » 13.11.2014, 13:57

Mir laufen die Tränen - es erinnert mich an meinen Benito.
:cry:
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Und Benito, mein Herzenshund, im Regenbogenland (01.04.2010 -21.09.2014)

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Re: In Memoriam

Beitrag von Buddy » 13.11.2014, 14:24

Mir gehts wie Heike, mir laufen die Tränen.

Es reisst einem das Herz raus wenn man einen Seelenhund gehen lassen muss.

Drück dich mal ganz feste.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

maracrost
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Re: In Memoriam

Beitrag von maracrost » 13.11.2014, 14:30

-ap- habe gerade einen Kloß im Hals.
Besser hättest du deine Beziehung zu deinem vierbeinigen Freund kaum beschreiben können.
Auch ich musste meine Briardhündin , als sie 11 Jahre alt war über die Regenbogenbrücke gehen lassen.
Aber im Herzen behält man seine Fellmonster immer.

LG von Mara

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Einstein
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Re: In Memoriam

Beitrag von Einstein » 13.11.2014, 16:25

Jetzt werde ich vielleicht ein wenig sentimental, doch wenn ich meine Zeilen an Dix noch einmal lese, fallen mir auch die anderen ein, die mein Leben bestimmt und begleitet haben, die den Weg für Dix geebnet haben und letztlich mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin.

Diese Zeilen sind für euch:

Mein Leben lang war ich von ihnen umgehen - den kleinen und grossen Fellmonstern, viele haben meinen Lebensweg gekreuzt, manche nur wenige Tage oder Wochen, andere ein Hundeleben lang...

Wenn ich meine Erinnerungen fliegen lasse, muss ich an meinen ersten richtigen Hundefreund denken. Wir waren beide am gleichen Tage geboren; er ein paar Jahre vor mir. Ich war noch in der Grundschule konnte kaum richtig lesen und schreiben, als ich meinen ersten grossen Freund gehen lassen musste. Er war morgens nicht mehr aufgewacht mein grosser dicker Riese. Wie schön war es mit ihm zu spielen, auf seinem Rücken zu reiten - ja, als Kind bin ich auf ihn geklettert und er hat mich über den Hof getragen, meinen Schlitten von ihm ziehen zu lassen oder einfach zwischen seinen grossen Pfoten einzuschlafen. Horst war mein grosser Vertrauter, mein Freund dem ich alles erzählen konnte und in dessen Fell viele Kindertränchen geflossen sind.
Horst hat meine ungebrochene Hundeliebe geweckt, gefördert und geprägt.

Ein paar Jahre später bekam ich meine erste Schäferhündin, ein Langhaar nicht erwünscht in der Zucht für mich der schönste Hund auf der Welt. Mein Vater hat mit uns trainiert und über die Pubertät und Teenagerjahre hinaus war sie mein ständiger Begleiter. Sie wurde 10 Jahre alt und starb auf traurige Weise, weil sie eine vergiftete Ratte gefressen hatte. Anka hat meine Vorliebe für Langhaarschäferhunde geprägt und mir gezeigt, wie viel Erfolg man im Hundesport haben kann, wenn man konsequent mit Liebe erzieht. Ja, Papa es ist eine Menge hängengeblieben.

Job, Hausbau, Hochzeit.... - und dann kam Cindy, die freundliche und so ruhige ausgeglichene Setterhündin, ein kleiner Welpe, der zum besterzogendesten Hund werde sollte, den ich je hatte.
Nach einem Unfall, bei dem sie von einem ausgerissenen Pferd über den Haufen gerannt wurde, war sie einseitig blind und taub. Sie hat wunderbar gelernt mit ihrem Handicap zu leben und sich einfach öfter umzudrehen und zu schauen was man von ihr wollte. Mit 14 Jahren war ihr Lebenswille nicht mehr da, sie starb in meinen Armen und wurde im Garten begraben - genau an dem Platz wo sie am liebsten lag.
Weil ich ja auch arbeiten musste und Cindy nicht alleine bleiben sollte bekamen wir Scarlett - das genaue Gegenteil. Bei dieser jungen Setterdame war Erziehung vom Winde verweht. Eine Stunde ging sie Fuss ohne Leine und mit einmal - bums wie umgeschaltet war sie weg. Ihr Highlight war aus dem Fenster im Schlafzimmer (1/2 Stock - gut 2 m hoch) zu springen, über den Gartenzaun 1,80 m hoch und ab in den Wald. Stunden später saß sie im Polizeibulli, bekam Leberwurstbrote und wurde mir zurückgebracht. 1 mal, 2 mal.... 13 Jahre lang immer wieder.... .

Eddi war mein erstes Findelhundekind - keiner wussste wo er herkam und keiner wollte ihn haben, so ist er bei uns gelandet und damit begann eine Reise in die Hirnwindungen eines Dackelkopfes, die ich in meinem Leben niemals vergessen werde. Eddi hat alles Hundewissen täglich neu infrage gestellt, alle Antworten die ich glaubte gefunden zu haben am nächsten Tag revidiert und mich gelehrt, das nicht der Mensch den Hund erzieht sondern umgekehrt ein Schuh draus wird.

Anka war unvergessen und als ich das grosse Glück hatte Basty kennenzulernen war es um mich geschehen. Ein Hund wie ein Bär - viel zu gross für einen Schäferhund, viel zu schwer aber kein bisschen fett, faul wie ein Faultier und immer bereit für mich alles zu tun. Ein absoluter Schlechtwetterhund, wenn es warm ist habe ich zu nichts Lust, aber je kälter umso besser. Da war nix mit mal kurz um den Block.... Dieser wunderbare Hund hat mich abgehärtet, hat mir gezeigt, dass man lernen kann auch im Regen zu tanzen. Wir haben uns beruflich viele viele Stunden gemeinsam um die Ohren gehauen, er war mein Partner, war mein Beschützer.
Er war 6 Monate alt, als Max zu uns kam, 250 Gramm Yorki und frech wie Dreck, er hatte zwei Rippenbögen verkürzt und sah deshalb aus wie eine Tafel Ritterschokolade - irgendwie quadratisch - und war nicht zu verkaufen. Er kam zu uns und blieb 17 Jahre lang, fuhr mit mir im truck durch ganz Europa. Wir waren in den 17 Jahren 4 Tage voneinander getrennt - und selbst in diesen 4 Tagen hat er mich heimlich im Krankenhaus besucht.

Als Basty älter wurde und es abzusehen war, dass er in Rente ging kam Mücke zu uns, eine kleine freche Langhaarschäferhündin - es Ebenbild des grossen Tigers. Sie sollte in Bastys Fußstapfen treten und gemeinsam mit mir arbeiten. Leider stellte sich nach einem Jahr heraus, dass sie nicht schussfest war und ohne Prüfung durfte ich sie nicht mitnehmen.
Mit zwei Jahren hat sie sich in die Tochter meiner damaligen Nachbarin verliebt und schweren Herzens habe ich beschlossen sie dort leben zu lassen. Sie ist 15 Jahre alt geworden und ihr Leben lang heiß geliebt worden.

Und dann kam er, der Hund der mir mehr graue Haare verpasst hat, als alle andere zusammen.
Der Hund, der genauso dickköpfig war wie ich, der alle meine Weisheiten mit einem Schlag über den Haufen geschmissen hat, den ich an manchen Tagen am liebsten ins Fenster gehängt hätte und den ich gleichzeitig niemals abgeben hätte.
Mein Briard, mein französischer Hütehund, für den ich notfalls sogar französisch gelernt hätte, wenn es geholfen hätte.

Dix war ein stolzer Rüde, ein dominanter Rüde, der einen sehr grossen Intimradius hatte - bis hier her und nicht weiter bitte! - der nicht knurrte, wenn ihm etwas nicht passte sondern nur die Lefzen hochzog - was natürlich bei der Menge an Fell ausgesprochen gut zu sehen war ! -. Der Hund mit dem meine Familie machen konnte war sie wollten, sobald sich ihm ein Fremder näherte war er wie ausgewechselt. Dieser Hund hat mich gelehrt, dass man seine Ansichten täglich neu überdenken sollte, dass man nie auslernt und dass man eine Liebe für ein Tier entwickeln kann, die man niemals vorher so gespürt hat.
Dix war meine Herausforderung, mein persönliches Kismet, der einzige Hund dem ich mit Urvertrauen mein Leben anvertraut habe, das er beschützt hat bis zum letzten Tag. Er hat die Menschen geliebt mit ganzem Hundeherzen, aber nur die die er lieben wollte. Er ist 14 Jahre alt geworden.

Viele andere Findelhunde haben in den letzten 35 Jahren seit Eddi meinen Weg gekreuzt, manche nur für wenige Tage oder Wochen wegen Krankheit ihrer Besitzer, andere für eine längere Weile weil jemand gestorben war oder aus anderen Gründen den Hund abgeben musste. Ich kann mich nicht mehr an alle erinnern, eines ist aber gewiss: jeder war willkommen solange er bei mir lebte und ich habe mir Mühe gegeben für alle ein Zuhause zu finden, in denen sie Liebe und Fürsorge bekamen und bleiben konnten bis zu ihrem Ende. Mücke und Motte - ihr steht immer für alle wenn ich an diese Zeit denke.

Max und Dix starben innerhalb weniger Wochen; fast so als hätten beide beschlossen in ihren hohen Hundealtern nicht mehr umziehen zu wollen. Sie wollten nicht verpflanzt werden, sie sind beide am alten Haus beerdigt worden.

In Memoriam an alle, die mich begleitet haben - jeder von euch war einzigartig und wunderbar!


2 Jahre hat es gedauert, bis ich wieder einen Hund in mein Leben gelassen habe. Harte Jahre, in denen mir "mein" Hund oft gefehlt hat, doch der Verstand anders entscheiden musste.
Heute haben wir Einstein - auf den alles zutrifft, was ich über jeden einzelnen Hund geschrieben habe und der gleichzeitig wieder eine Hundeseele für sich ist. Jeden Tag bringt er eine andere Erinnerung zu klingen und jeden Tag schafft er sich seine eigene Erinnerung für später.
Er ist einzigartig, er ist ein ganz besonderer Hund und wir möchten ihn nicht missen.
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
Im übrigen: "Lächeln ist die beste Art Zähne zu zeigen" (A. Einstein)

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Re: In Memoriam

Beitrag von chelsea » 13.11.2014, 18:15

ja lisa, immer wieder erkennen wir eigenschaften verstorbener hund in unserem jetzigen.

und eigenheiten die jeder hund für sich hat.

aber dein beitrag zeigt was ich sage. wir vergessen sie niemals! sie sind teil von uns, narben auf unseren herzen die, die liebe verursacht hat.

viele menschen, mich eingeschlossen sagen nach so einem verlust. nein nie mehr will ich das erleben, ich hole mir keinen hund mehr.!!!

heute sage ich, ich hätte mich selbst um viel gebracht wenn ich nicht immer und immer wieder einen hund genommen hätte. jeder, wirkl jeder war für sich einzigartig und ich hätte keinen in meinem leben missen wollen.

ein ehemaliger sen.chef von mir, hatte nach dem verlust meiner adelaide zu mir gesagt. fr. s. es war doch nur ein hund. bis zu der aussage fand ich ihn recht sympatisch danach war er für mich nur ein mensch der noch nie die liebe eines tieres erfahren hat.
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Re: In Memoriam

Beitrag von Vera » 13.11.2014, 19:52

Lisa, es ist sehr spannend, die Wesensbeschreibungen Deiner Hunde zu lesen und mir ist klar, dass jeder Hund Dein Leben auf seine Weise bereichert hat. Toll, so viele unterschiedliche Hunde hätte ich auch gerne gehabt, aber wir sind viel zu spät auf den Hund gekommen...

chelsea hat geschrieben: ein ehemaliger sen.chef von mir, hatte nach dem verlust meiner adelaide zu mir gesagt. fr. s. es war doch nur ein hund. bis zu der aussage fand ich ihn recht sympatisch danach war er für mich nur ein mensch der noch nie die liebe eines tieres erfahren hat.
oh oh - jemanden, der sowas zu mir sagen würde, den würde ich ab sofort auch mit anderen Augen sehen, mit ganz anderen Augen....

Leider hat sich meine Mutter in den letzten Jahren in diese Richtung entwickelt und das, was sie schon über unsere Fellnasen gesagt hat, macht mir ziemlich zu schaffen.... Ihr verzeihe ich das, aber bei anderen wäre ich nicht so tolerant, die würden bei mir mindestens 2 Stufen tiefer sinken.
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Re: In Memoriam

Beitrag von Buddy » 13.11.2014, 20:46

Lisa wunderschön beschrieben, es geht einem sehr nah und man merkt was dir deine Hunde bedeutet haben.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
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Re: In Memoriam

Beitrag von Einstein » 15.11.2014, 11:37

... was ihnen wurscht ist, ist mir schnuppe....

So reagiere ich, wenn mir jemand vorschreiben will, was ich für meine Tiere fühle und wie ich zu ihnen stehe, oder meint Kritik üben zu müssen an der Art und Weise wie ich mit meinen Hunden zusammenlebe.
Jeder meiner Hunde war einzigartig und doch habe ich in jedem einzelnen etwas von den anderen wiedergefunden oder vorab etwas geschenkt bekommen.

Etwas ist und war mir immer besonders wichtig bei allen Hunden, die ich mir ausgesucht habe.
Sie mussten zu mir und zu meinem aktuellen Leben und meiner Lebensplanung für morgen und übermorgen passen, damit sie auch wirklich meine Partner, meine Kumpel, meine Freunde werden konnten.

Mit Einstein hätte ich nicht arbeiten können, mit Dix hätte ich niemals so leben können, wie wir jetzt leben. Max passte überall hin, den konnte ich mitnehmen - mit einem 55 kg Langhaarschäferhund wäre das viel schwerer möglich. (den hätte ich z.B. nie in den truck gewuchtet bekommen....)

Wenn ich mir überlegt habe mit einem Hund mein Leben zu teilen, dann habe ich mir viele Gedanken gemacht darüber wie ich aktuell lebe, wie ich in den nächsten 5 und in den nächsten 10 Jahren Leben möchte. Natürlich hat mir das Leben immer mal wieder den Stinkefinger gezeigt und meist kommt es anders, als man denkt - aber im grossen und ganzen war es gut und richtig so zu denken und zu planen.

Viele der Findelhunde sind leider bei mir gelandet, weil die Menschen sich keine allzu grossen Gedanken über die nächsten 15 Jahre gemacht haben und dann war manchmal der Hund "zu viel" im Leben - leider!!!

Für mich war jeder meiner Hundefreunde ein einzigartiger Begleiter, mit jedem war ich ein Team - immer genau zu der Zeit in der wir gemeinsam gelebt haben.

Vielleicht, weil ich mir vorher ein paar Gedanken mehr gemacht habe! ??? Danach war es nämlich leicht sein Herz ganz weit zu öffnen und ihn hineinzulassen den Hundekumpel, den Pausenclown, den allerbesten Freund den ich finden konnte - leider immer nur für viel zu kurze Zeit!
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
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Sabine, Grille, Hummel
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Re: In Memoriam

Beitrag von Sabine, Grille, Hummel » 15.11.2014, 12:16

Wunderschön ge- und beschrieben von Dir, Lisa!

Jede Zeile von Dir zeigt die Liebe die Du für Deine Schätze hattest!
Ja es sind Schätze! Wenn man sie findet sind es Rohdiamanten! Zu unbezahlbaren Juwelen werden sie!
Cocker sind wie eine Frikadelle - da ist alles drin!

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