Ethoxyquin: Verbotenes Pflanzenschutzmittel in Speisefisch

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Cockermama
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Beitrag15.12.2016, 13:28 von Cockermama

Lachs im geplanten Weihnachtsmenü?

https://www.greenpeace.de/presse/publik ... peisefisch

Greenpeace hat geschrieben:Greenpeace hat Ende November / Anfang Dezember 54 Fischprodukte im Labor auf Ethoxyquin testen lassen. Die Chemikalie ist seit 2011 in der EU als Pflanzenschutzmittel nicht mehr zugelassen, wird aber nach wie vor Fischfutter beigemengt, um es haltbar zu machen.


Ergänzend dazu

http://www.fleisch-macht-krank.de/index ... 427-lachs-–-das-giftigste-lebensmittel-überhaupt

und

https://www.zdf.de/dokumentation/planet ... n-100.html

planet-e hat geschrieben:Was die Substanz und seine Abbauprodukte im menschlichen Körper insgesamt bewirken, ist quasi unerforscht. Eine der wenigen Wissenschaftler, die sich mit der Giftigkeit von Ethoxyquin befasst haben, ist Dr. Alina Błaszczyk. Bei ihren Forschungen mit menschlichen Blutzellen beobachtete sie, dass die Chemikalie zu Chromosomenbrüchen führt, also die Erbsubstanz schädigt. Mit dieser Beobachtung liegt der Verdacht nahe, dass Ethoxyquin krebserregend ist. Zudem erkannte die norwegische Wissenschaftlerin Dr. Victoria Bohne bei Versuchen mit Ratten, dass die Substanz die Blut-Hirn-Schranke überwindet, also bis in das Gehirn vordringt. Für Experten, wie den niederländischen Toxikologen Dr. Henk Tennekes, ist das Anlass zu größter Sorge. Sein Verdacht: Schon während der Schwangerschaft könnte Ethoxyquin die Gehirnentwicklung von Föten stören.


Wenn eine stillende Mutter nur eine mit Ethoxyquin belastete Portion Lachs zu sich nimmt (200 g), soll sich in der Muttermilch bereits Ethoxyquin nachweisen können.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoo ... s-100.html

ZDFzoom, Sendung vom 14.12.2016

zdfzoom hat geschrieben:Mittlerweile stammt jeder zweite Fisch, der verzehrt wird, aus einer sogenannten Aquakultur – Tendenz steigend. Der Lachs ist wie die Forelle ein Raubfisch und ernährt sich – auch in Zuchtfarmen – von tierischen Proteinen, nämlich anderen Fischen. Und diese kommen aus den Weltmeeren. Besonders betroffen ist die Küste vor Peru, denn das Land ist mit Abstand der größte Produzent von Fischmehl. Um das Fischmehl für den Transport haltbar zu machen wird Ethoxyquin beigemengt. Dieser Stoff ist seit 2011 von der EU als Pflanzenschutzmittel verboten, aber als Futtermittelzusatz weiterhin erlaubt. Und er lässt sich in den Fischprodukten in deutschen Kühltheken nachweisen. Bei Untersuchungen von Stichproben war die Belastung durch Ethoxyquin häufig sehr viel höher als im Fleisch erlaubt. Aber einen Grenzwert für Fisch gibt es in der EU nicht. ZDFzoom-Autor Michael Höft zeigt auf wie die steigende Lust auf Lachs zum globalen Wahnsinn führt.


Liebe Grüße,
Nana
Unseriöser Tierschutz? Illegaler Tierschutz?
Infos gerne an: tierschutz-lug-und-trug at mail.de
FB-Gruppe Tierschutz - Lug und Trug?!

Catrin
Beiträge: 2140

Beitrag15.12.2016, 14:14 von Catrin

Ich ergänze mal:
"... in der Europäischen Union ist Ethoxyquin als Futtermittelzusatzstoff zugelassen , unter der Nummer E324 - allerdings nicht für Hunde."
Quelle: https://books.google.de/books?id=qkrkCw ... ie&f=false

Trotzdem finden sich im Netz gegenteilige Bemerkungen - u.a. bei diesem Testbericht von Ökotest:
"Damit die Fette im Trockenfutter nicht ranzig werden, greifen die Anbieter zu Antioxidanzien wie stark tocopherolhaltige Extrakte (E 306), Propylgallat (E 310), BHA (E 320) oder Ethoxyquin (E 324). "
Quelle: http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?ar ... 3&seite=06

Was oder wem glaubt man nun?

Und das Problem bzw. das Wissen um die Probleme, die Ethoxyquin verursachen kann, ist ja nicht neu. Aber leider wird nicht gehandelt, weil Profit - wie so häufig - mehr zählt als Gesundheit. Und Ethoxyquin ist wohl sehr günstig - für den Hersteller... und sehr un-günstig oder teuer für die Konsumenten bzw. unsere Krankenkassen.
l
offline... der neue Luxus



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