Mein Hund ist wirklich widerlich!

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Sabine, Grille, Hummel
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Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Sabine, Grille, Hummel » 17.07.2016, 11:35

“Hey, nehmen Sie Ihren Hund gefälligst an die Leine”, schnauzt mich der Jäger an und unterbricht damit den bisher sehr friedlichen Spaziergang mit Horton ziemlich schroff. Ob er die neongelbe Schleppleine übersehen hat?

“Guten Tag”, entgegne ich freundlich lächelnd, “Mein Hund ist doch angeleint”. Horton unterstützt unsere friedliche Gesinnung mit Ganzkörperbegegnungsfreude Stufe III, also intensivem Gezappel.

“Ständig wird das Wild durch streunende Hunde aufgescheucht”, motzt der Waidmann weiter. “Da lobe ich mir Dänemark. Bumm. Erledigt!”

“Schauen Sie mal”, sage ich vermittelnd, “Das eine Ende der Leine habe ich in der Hand und das andere Ende habe ich vorsorglich an meinen Hund geknotet. Sie können ja auch deutlich an seinem Röcheln erkennen, dass er gar nicht dort hingehen kann, wo er eigentlich will. Ist doch alles gut!”

“Auch noch diskutieren. Nichts als Ärger mit den Hundehaltern!”, krächzt der Jägersmann, lässt uns ratlos zurück und verschwindet schnaufend im Dickicht.

Einige Minuten später zeigt sich ....

weiter gehts auf:
http://www.fair-auf-pfoten.de/blog/widerlicher-hund/

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:wink:
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Vera
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Vera » 17.07.2016, 20:33

Der Schluss-Satz nimmt dem Ganzen die Polemik - aber ganz ehrlich: hier kenne ich sowas alles NICHT!
Ich wohne wohl auf einer Insel der Glückseligkeit und geniesse das auch sehr....
Vera mit Winnie, Pebbles und Philou im Bett
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Sabine, Grille, Hummel
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Sabine, Grille, Hummel » 17.07.2016, 22:10

Ich erlebe es seid neuestem hier am See. Vor allem mit dem Flexileinen-Gurus! Jota ist letzte Woche von einem Pudel gebissen worden, weil der sie bedrängte und besteigen wollte und Jota natürlich nicht wollte und zurecht wies. Sie hatte noch nicht mal zugebissen! Sie hatte die Macke im Ohr! Und natürlich roter Cocker! Hinzu kam das ich Jota bei Fuß hatte und das Gegenüber den "Tut-nix-an-der-Flexi" auf Jota losschickte! Da war die Konfrontation trotz meiner Gegenwehr vorprogrammiert!
Auch hat es jetzt aktuell Diskussionen gegeben ob eine Hund mit einer Schleppleine "angeleint" ist oder nicht contra 8-Meter-Flexi. Und netterweise sind alle Flexihunde sofort auf Konfrontation! Während die Schleppleinenhunde völlig relax sind!
Tja und dann haben wir die Touris im Dorf! Wisst ihr was die Antwort ist wenn man wegen der Hinterlassenschaft etwas sagt oder den Kotbeutel reicht? "Wieso? Wir sind doch nicht in der Stadt! Wir sind hier in der Natur! Das kann liegen bleiben." Wohlgemerkt auf der Dorfstraße - nicht im Wald!

Und der neueste Reibungspunkt sind die Pferdeäpfel ...... Oha! Es geht hier richtig rund!
Ich dachte auch ich hätte solche "Probleme" in Köln gelassen! :?
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donnysfrauchen
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von donnysfrauchen » 18.07.2016, 07:17

Ach Sabine, intolerante Menschen gibt es leider überall. Auch wir haben solche Prachtexemplare in der Nachbarschaft.

Ich wollte mit Jenny ins Feld und habe mich dort mit einem anderen Hundehalter unterhalten - beide Hunde angeleint. Plötzlich ertönt hinter der 2 m hohen Hecke des Grundstücks, vor dem wir auf dem Weg standen - ein aggressives Geschrei: Wir wünschen, dass Sie Ihre Hunde rechts von sich gehen lassen, damit diese nicht immer unter unsere Hecke an den Zaun kacken! Erst wollte ich noch lachen, aber dann stieg doch die Wut in mir hoch, und ich habe versucht, denen klar zu machen, dass Hundehalter auch Tüten haben und dass unsere Hunde ein Stücken Gras unter dem Hintern zum Kacken bevorzugen, aber wenn man solchen Leuten noch nicht mal ins Gesicht schauen kann, ist eine Diskussion überflüssig. Die "Dame des Hauses" hat es übrigens früher schon mal versucht, als Donny ihre Hecke beschnupperte, ihm ihren Besen überzuziehen. Da bin ich aber schleunigst dazwischen gegangen, aber es gibt halt immer unbelehrbare Hundehasser.

Aber auch in der Feldmark gibt es genug Hundebesitzer, die ihre Hunde auf Gedeih und Verderb ohne Leine - oder halt an der Flex - rumrennen lassen, ohne dass sie so etwas wie einen Rückruf trainiert hätten. Wir hatten schon mehrere unliebsame Begegnungen mit einer Labrador-Weimaraner-Mix Hündin, die wir schon aus Welpenzeiten kennen. Frauchen wiegt ca. 45 kg, Hund ausgewachsen ca. 40 kg. Da Frauchen schon eine gebrochene Schulter hatte, als der Hund an der Leine mal kräftig und unvermittelt losgezogen ist, hielt sie es für ratsamer, den Hund offline laufen zu lassen. Wenn sie ihn anleinen will, ruft sie nicht etwa "Fuß, zu mir" oder irgendetwas anderes in der Art, sondern rennt mit der Leine in der Hand hinter ihrem Hund her. Die Hündin ist ausgesprochen aggressiv und hat sich als Beute kleine Hündinnen auserkohren, und so versuchen wir, dem Dreamteam so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Ich glaube, dass wir immer wieder auf Unverständnis stoßen werden, und außer einem dicken Fell hilft da wohl wenig.
LG Martina
mit Jenny und dem unvergessenen Seelenhund Donny -f-

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Karin
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Karin » 18.07.2016, 09:42

Ob Hunde an der Schleppe angeleint sind, lässt sich diskutieren, besonders, wenn die nicht festgehalten wird. Neulich kam mir jemand mit fünf Hunden an nachlaufenden Schleppleinen entgegen, wie will die das managen, wenn die Hunde nach vorne gehen?

Das Bild von Hunden und Haltern wird leider geprägt von Menschen, die ihren Hund auf frisches Heu k...lassen und dann den Haufen nicht aufheben.

Ansonsten treffe ich auch eher friedliche Zeitgenossen, mit und ohne Hund oder Kindern.

LG

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Zulle
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Zulle » 18.07.2016, 10:52

Obwohl er mit viel Humor die Sache angeht, sind aus meiner Sicht die Kolumnen von Axel Löwenstein (er hat früher auch für den Blog "iss'n Rüde" geschrieben) ein klein wenig überzogen. Dass es Grundkonflikte zwischen Hundehaltern- Nichthundehaltern (bis Hunde"hassern“) gibt, hat jeder schon erfahren müssen. Jeder kennt die Sprachlosigkeit und diesen „dicken Hals“, den man bekommt, wenn man auf hundebeschimpfende Dämlichkeit trifft. Doch geht mir seine Darstellung zu sehr in Richtung: ICH bin der tolle, unfehlbare Typ mit tollem Hund und die anderen sind alle blöd bis bösartig.

Die Seite "Fair auf Pfoten" - von Sabine verlinkt - und die Idee dahinter ist trotzdem sehr schön! Aufklärung und Werben für Toleranz, besonders zum Thema Hund, sind immer wichtig.

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Ursula
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Ursula » 18.07.2016, 11:31

Seufz,

ich kann es Sabine nachfühlen, bei uns hier egal an welchem See sind es die Urlauber die irgendwie meinen wir sind hier ja
die Größten uns kann man nichts. Auf diese Weise wurde vor etlichen Wochen meine kleine Hannah von zwei dieser
Urlaubshunden gebissen, Frauchen irgendwo auf dem Parkplatz in Ihrem Bus am krosen, die hatte wohl noch mehrere Hunde mit kein Auge auf ihre Teppichhupen sprich kleiner Beagel und irgendein Mix und die kamen mit Gebrüll gestürmt und bissen sofort zu, auf mein Rufen keine Reaktion also nahm ich meine Füße zu Hilfe und schwupps rannten die Fußhupen richtung Frauchen die endlich auch einmal auftauchte und nach ihren Hund flötete, das ich stinkig war könnt ihr Euch ja vorstellen,
eine total panische Hannah zwischen den Füßén und eine arme Peppels in Panik in der Leine verwickelt und es kam wie
es kommen musste die beiden Fußhupen kamen wieder gestürmt diesmal in Richtung Peppels - huch wie dumm mein Fuß war plötzlich dazwischen- ein gejaule und wech waren sie und deren Frauchen fing an zu toben wie ich denn nach ihren süßen treten könne die wären doch schon so alt und und und, tja Leuts bis dato war die "Dame" nicht fähig mit ihrem Geflöte Ihre Hunde ein zu sammel geschweigedenn irgendwie einer Leine zu holen um ihre ach so agressiven Lieblinge ein zu sammeln.
Mein Hinweis, das hier am See Leinenzwang wäre, genau wegen solcher Leute wie sie hat sie dann geflissentlich überhört.

Ende vom Lied nach diesem Erlebnis ist, meine bis dahin unbedarften Mädels betrachten jetzt jeden Hund ersteinmal mit Misstrauen.

LG Ursula
mit Alli-Phuu und Thelma dem Rölleken im Herzen und Tammi dem Springerle auf dem Sofa

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Sabine, Grille, Hummel
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Sabine, Grille, Hummel » 18.07.2016, 12:00

Zulle hat geschrieben:Obwohl er mit viel Humor die Sache angeht, sind aus meiner Sicht die Kolumnen von Axel Löwenstein (er hat früher auch für den Blog "iss'n Rüde" geschrieben) ein klein wenig überzogen. Dass es Grundkonflikte zwischen Hundehaltern- Nichthundehaltern (bis Hunde"hassern“) gibt, hat jeder schon erfahren müssen. Jeder kennt die Sprachlosigkeit und diesen „dicken Hals“, den man bekommt, wenn man auf hundebeschimpfende Dämlichkeit trifft. Doch geht mir seine Darstellung zu sehr in Richtung: ICH bin der tolle, unfehlbare Typ mit tollem Hund und die anderen sind alle blöd bis bösartig.

Petra, da gebe ich Dir Recht. Ist überzogen. Aber er hält auf süffisante, stille Weise auch den Spiegel vors Gesicht. Das Er sich vielleicht für den unfehlbaren Typen hält, steckt doch auch ein klein bisschen in uns selber drin. Schmunzeln musste ich über einige Passagen. Noch besser beschreiben kann es, finde ich, Michaele Frey Dodillet (Herrchenjahre)

Nun ja, wer in einer Großstadt gelebt hat und mit einer, teilweise, unbelehrbaren Nachbarschaft und vehement Ich-bezogenen Gesellschaft kann eigentlich nichts mehr schocken. Diskussionen mit Nicht-Hundehaltern und Gassigängern waren da Tagesübung! Egal ob am Rheinstrand, im Wald oder in der Straße/Fußgängerzone. Und wenn es noch so übertrieben dargestellt wird - die "Anekdoten" stimmen auf den Punkt und man könnte noch viele hinzu fügen.
Und seien wir mal ehrlich - unsere Hunde, unsere Erziehung sind aus der eigenen Sicht auch Ich bezogen. Denn mein Gegenüber erklärt mich beim Weggehen auch für einen ungehobelten Dummbatzen. :lol:
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Sabine, Grille, Hummel » 18.07.2016, 13:08

Ich erzähl Euch mal eine Geschichte die vor nicht ganz 14 Tagen stattgefunden hat.
Probleme wie in Köln, in der Kommunikation mit Hund und Halter fanden hier in den letzten beiden Jahren eher selten statt. Auch mit Touristen, obwohl das Output-Problem immer mit den Wanderen und Touristen hier Einzug hält.
Nur dieses Jahr ist es irgendwie anders! Als wenn einer irgendwo eine Türe aufgemacht hat. Wir werden hier neuerdings mit Hundehaltern konfrontiert, die ich nur aus der Großstadt kenne und hier kaum bemerkt wurden.

Wir sind viel am See, weil es da einige Hunde gibt und ich die hündischen Sozialkontakte pflegen möchte. Im Winter ist man eher Mutterseelenallein und im Frühjahr werden es dann mehr.
Durch die bis jetzt wenigen warmen Tage scheint es sich jetzt auf den See zu konzentrieren. Scharenweise Hundehalter. Von 10 Hunden laufen 9 an der Flexi - egal ob Staff, Labrador oder Bolognese. Am Hundestrand ist alles Offline. So manchen schönen Nachmittag haben wir dort. Aber jetzt kommen die "normalen" Hundehalter. Hunde ohne Erziehung. Hunde die im Leben neben her laufen "weil man will ja einen Hund haben (sonst nix)". Hundehalter die ihren Horizont nie erweitert haben oder sich dafür mal interessieren würden, was sie da eigentlich am Halsband laufen haben.

Es ist Freitag, wunderschönes Wetter, 30/33°C und wir beide lagen am Hundestrand. Knapp 30 Personen bestehend aus jungen Familien mit Kleinstkindern, Jugendliche und Pärchen hatten sich in Begleitung ihrer Hunde ebenfalls ausgebreitet. Die Kleinkinder zwischen 4 und 5 bauten Sandburgen, fingen Fische oder liefen zwischen den Bäumen herum. Dazwischen Labradore, Mixe, Dackel, Vizla und meine Cockerine (insgesamt 8 oder 9 Hunde) schwammen, tobten und wuselten am Strand, Wasser und auf dem Platz. Es gab keine Rangeleien. Vereinzelt besuchten Hunde die Nachbarliegeplätze oder lagen einfach auf den Strandlaken. Jota, der das Ganze ein bisschen zu unruhig war, lag in unmittelbarer Nähe neben mir oder auf der Decke, an mich gedrückt. (ausserdem waren ihr zuviele im Wasser, sie konnte nicht kneippen :wink: )
Harmonie pur!

Da tauchte am Hundestrand der Fremdkörper in Form von einem Pärchen mit Dobermann auf und stellten sich breitbeinig auf den Platz! "Wir sind jetzt hier!" - so könnte man den Stimmungsumschwung beschreiben. Schon am Auftreten und äußerer Erscheinung sah man das Niveau (Und ich bin kein KIstendenker!)
Der Dobermann floog sofort Richtung Wasser und sprang in ein spielendes Hundepärchen rein. "Der ist noch jung!" kam als erste Bemerkung, als alle etwas erschrocken hochsahen. Dann brach die 20-Minuten-Hölle los.
Der Dobermann, Rüde, sprang in weitausholenden Sätzen immer zwischen Menschen, Kinder, Wasser und Hunden. Stand jemand oder etwas im Weg - egal! Das holte einen Dackelrüden von der Decke, der sich dazu berufen fühlte den Dobermann zu erziehen. Die großen Hunde drängten ihrerseits aus dem Geschehen raus. Dazwischen sassen und standen die Kleinkinder im Wasser, rufende Mütter, deeskalierende Väter, einen Dackel der den Dobermann an den Hinterläufen zwickend erwischte. Reaktion vom Dobermann? Null! Ein, der Ohnmacht nahes Dackelfrauchen, die ihren Rüden schon zerfleischt in der Notaufnahme liegen sah. "Der will nur spielen, der ist noch jung!" schallte es wieder aus "berufenem" Munde! Frauchen versuchte gleichzeitig mit zuckersüßen Lockrufen ihren Dobermann einzufangen! Hören? Null! Abbremsen und herausforderndes Stehen waren die Dobi-Reaktionen "Frauchen! Was willste? Kann's mich mal!" war die hündische Körpersprache. Jota lag (immer noch offline) mit geringschätzigem Mienenspiel neben mir, aber alles im Blick!. Ich sie erst Mal gesichert! Sicher ist sicher! Derweil schaukelten sich die Erziehungdarstellungen seitens Dobermann-Herrchen zu Höchstleistungen hoch. Richtungsschlagen mit der Leine, ganze Kommandoromane wurden gerufen. Dobermann hörte .... Nichts! Das Aufmischen ging weiter! Der nächste Dackel mischte sich ein. Die beiden konnten von ihren Frauchen, durch die aufgeschaukelte Stimmung, auch nicht mehr eingefangen werden. Die wollten dem Störenfried die Harke zeigen. Die Labbis zogen sich ins Wasser zurück. Die Kinder waren mittlerweile aus dem Geschehen heraus gezogen worden. Herrchen machte immer noch auf den ultimativen Hundekenner - breitbeinig, versteht sich. Sie lächelte das Geschehen dreist, dümmlich weg. Da kam ein kleiner Junge von der Seite und wollte zu seiner Sandburg, hatte irgendwas in der Hand. Da springt der Dober ihn an, reißt ihm den Gegenstand aus der Hand! Springt und tobt mit seiner Trophäe weiter. Rennt und rempelt jeden um und an! Woraufhin Jota plötzlich aufspringt und zum geiferenden Monster wird! Sie wollte den Jungen beschützen! Mit dem hatte sie geschmust, der war ihr Freund, der war jetzt in Gefahr! In dem Moment wo Jota los brüllt, rennt der Dobi eine 4jährige um! Die ganze Strandgesellschaft auf 1000protzentig! Von flapsigen Antworten wie: "Der ist lieb! Der tut nix! Er muss halt noch was erzogen werden! Der ist soooo kinderlieb!" untermalt von zuckertriefenden Lockrufen von Frauchen ging die Post ab! Dazwischen die tobenden Dackel, Jota (die GsD online war) und der ungehobelte Dobermann. Alle anderen Hunde waren mittlerweile angeleint.
Da griff Herrchen "durch". Staxendes Fusses ins Wasser (die Schlabber-Shorts durfte ja nicht nass werden), um seine Tölle einzufangen und mittlerweile, völlig aufgelöst, unwirksame Kommandos brüllend!

Da geht der Dobermann hin, hockt sich - freischwebend über die Wasseroberfläche - mit kompletter Rückenansichts-Ignoranz für Herrchen und ...... kackt in die Badestelle! :shock: :twisted:


Ich brauche das weitere Geschehen wohl nicht zu dokumentieren? Oder?
Das die Dobermannleute nicht verprügelt wurden war alles - verbal reichte schon! Einen Kackbeutel nahmen die erst gar nicht von uns an ("ist doch Natur hier") und sind dann schnelleren Fußes geflüchtet, als ihr Hund rennen konnte!
Alles packte ein, an Schwimmen gehen war nicht mehr zu denken.
Der Nachmittag war gelaufen!
Zuletzt geändert von Sabine, Grille, Hummel am 18.07.2016, 13:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Zulle
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Zulle » 18.07.2016, 13:18

Frey Dodillet ist genial ... er schreibt aber auch ganz anders und seine Grundaussage ist eine deutlich sympathischere als A.L.s aufgeschriebener Erlebniskosmos. Aber auch hier, wie überall: Geschmackssache.

Ich bemühe mich meistens um folgende Einstellung: weder ich noch meine Hunde verhalten sich stets und ständig und in jeder Situation perfekt. Wichtig ist die Fähigkeit einer möglichen Schadensbegrenzung im Fall der Fälle. Mir ist zudem noch kein einziger Hundehalter begegnet, der sich das Prädikat "unfehlbar" anheften dürfte. Auch wenn die Selbsteinschätzung bei vielen in diese Richtung geht und die Klappe exorbitant groß ist. Auch tragen zum Entstehen und zum Ausgang unliebsamer Situationen/Konflikte sehr oft mehr als nur eine Partei ihren Anteil. Und ebenso oft bestimmt der anschließende Ton die Musik und das Echo, welches von einer unschönen Begegnung letztendlich bleibt.

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Sabine, Grille, Hummel
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Sabine, Grille, Hummel » 18.07.2016, 13:25

Zulle hat geschrieben: Ich bemühe mich meistens um folgende Einstellung: weder ich noch meine Hunde verhalten sich stets und ständig und in jeder Situation perfekt. Wichtig ist die Fähigkeit einer möglichen Schadensbegrenzung im Fall der Fälle. Mir ist zudem noch kein einziger Hundehalter begegnet, der sich das Prädikat "unfehlbar" anheften dürfte. Auch wenn die Selbsteinschätzung bei vielen in diese Richtung geht und die Klappe exorbitant groß ist. Auch tragen zum Entstehen und zum Ausgang unliebsamer Situationen/Konflikte sehr oft mehr als nur eine Partei ihren Anteil. Und ebenso oft bestimmt der anschließende Ton die Musik und das Echo, welches von einer unschönen Begegnung letztendlich bleibt.
Das sehe ich ganz genauso! :D
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Shadow2008
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Shadow2008 » 18.07.2016, 20:02

damals,als gina zwei jahre war,traf ich einen von den halbg.von jäger.
er hat doch tatzächlich behauptet,gina hätte drei kitze gerissen.
mir sind fast die ohren abgefallen.
ich sagte,gina ist 24stunden unter aufsicht,er blubberte lautstark los,nur weil ich gewagt habe diesen gott zu wiedersprechen.
schrie mir hinterher,er werde mich anzeigen,warte noch heute drauf.
wegen einpaar idioten,werden alle hundehalter über einen kamm gezogen.

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Karin
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Karin » 19.07.2016, 20:59

Vielleicht bin ich arg empfindlich, aber die Überschrift mit widerlich finde ich unpassend. Selbst als Satire, aber damit wären wir wiederan dem Punkt: was darf Satire?

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Charlotte
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Re: Mein Hund ist wirklich widerlich!

Beitrag von Charlotte » 20.07.2016, 19:17

Karin hat geschrieben:Vielleicht bin ich arg empfindlich, aber die Überschrift mit widerlich finde ich unpassend. Selbst als Satire, aber damit wären wir wiederan dem Punkt: was darf Satire?
Ich hänge da auch immer - mit unangenehmen Gefühl - dran fest.
Ich brauche keine guten Vorsätze. Ich bin mit den schlechten noch gar nicht durch.
(SCHWARZER-KAFFEE.NET)

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