Traumatisierte Hunde im Tierschutz

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Sabine, Grille, Hummel
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Beitrag06.06.2016, 18:09 von Sabine, Grille, Hummel

Buddy hat geschrieben:
Cockermama hat geschrieben:
Sabine, Grille, Hummel hat geschrieben:
Zitat "Henri"
Was gerettete und traumatisierte Hunde angeht: Leider kennen sich zu wenige PS damit aus. Und manche meinen, sie hätten das nötige Wissen und wollen keine Ratschläge annehmen. ES, bei denen Hunde voller Panik weglaufen. Die zu sorglos mit der Thematig umgehen "ist ist gerettet, der ist so dankbar". Ist er das?


Ja woran liegt das wohl!?
Da werden "Hundeerfahrene Pflegestellen" und "Hundeerfahrene Endstellen" gesucht!
Mal eine Frage!
Ab wann ist man Hundeerfahren? Nachdem man einen gut sozialisierten Züchterhund hatte? Mit dem man nie Probleme bekam? Der im Leben einfach mitgelaufen ist!
Ist man dann Hundeerfahren?


Das ist eine sehr gute Frage.

Auch Menschen leben manchmal miteinander und doch nebeneinander her - und kennen sich nicht,

aber selbst, wenn man ein total schönes, inniges, liebevolles Verhältnis zu seinem Hund hat und dieser Hund, wie Du schreibst, von einem Züchter kam, nie etwas schlechtes erlebt hat, kann man völlig ahnungslos sein...

überfordert und unwissend - je nachdem, was ein anderer Hund in seinem Köfferchen mitbringt.

Man glaubt, Hundeerfahrung zu haben - weil man einen Hund hat(te).

Einen Hund zu haben heißt aber eben noch lange nicht, Hundeerfahrung zu haben.

Vielleicht stellt sich Hundeerfahrung tatsächlich erst ein, wenn wir beginnen Hunde zu erfahren -
nicht nur uns Wissen anzueignen - aus eigenen Erfahrungen, über das Lesen oder auch Seminare, etc. -
sondern zu fühlen, zu sehen, zu beobachten, zu begreifen, zu verstehen ... zu lernen.

Liebe Grüße,
Nana


Da bin ich zu 100 % bei dir Nana.

Und jeder Hund ist wieder eine neue Erfahrung und Herausforderungen. Und man merkt oft das es einem an Erfahrung fehlt.


Richtig ihre Beiden!
Denn jeder Hund ist ein Individuum und man fängt bei jedem, auch im Rudel, wieder bei Null an!
Cocker sind wie eine Frikadelle - da ist alles drin!

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Ursula
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Beitrag09.06.2016, 15:39 von Ursula

Hmm,

ich weiß nicht ob es hier rein passt, aber diesen Artikel habe ich gefunden und ich finde er beschreibt manches sehr
gut

http://www.sonntagszeitung.ch/read/sz_0 ... land-65303

LG Ursula
mit Alli-Phuu und Thelma dem Rölleken im Herzen und Tammi dem Springerle auf dem Sofa

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Vera
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Beitrag10.06.2016, 11:45 von Vera

doch, Ursula, das passt genau hier hier....

Denn Hunde, die im europäischen Ausland auf der Strasse geboren wurden und nach Deutschland kommen, um in eine wunderbare Familie vermittelt zu werden - verhalten sich oft erst HIER traumatisiert. Natürlich geht es ihnen nicht gut, dort auf der Strasse. Aber sie haben nichts anderes kennen gelernt und träumen daher nicht von einem warmen Sofaplätzchen, so wie das oft idealisiert dargestellt wird. Auch wenn JEDER Hund so einen Platz verdient hat, aber...

Diese Hunde werden auf der Strasse eingefangen (sicherlich nicht mit "moderaten" Methoden) endlose Transporte in engen Boxen, auf Tuchfühlung mit anderen Hunden in den Boxen nebenan, sie werden mehrfach hin- und hergepackt und kommen in eine neue Umgebung, die ihnen völlig fremd ist.

Das kannten sie doch alles nicht: ein Haus, in dem sie eingesperrt werden, völlig andere Geräusche, Fliesen oder anderer Bodenbelag, Türen, die auf und zugemacht werden - Halsband und Leine. Da kommen nur Hunde durch, die einen sehr starken Überlebenswillen haben! Die anderen geben sich mehr oder weniger auf.

Ganz viele von diesen ehemaligen Straßenhunden werden zu Menschen niemals sozial. Ich kenne inzwischen 3 davon, seit Jahren leben sie in einer Familie, haben aber nach wie vor Panik vor JEDEM fremden Menschen.
Vera mit Winnie und Pebbles
und Mäxlein im Herzen

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Buddy
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Beitrag10.06.2016, 14:03 von Buddy

Und da sollte der Ts greifen. Nicht jeder Hund eignet sich zum "retten".
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

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Ursula
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Beitrag10.06.2016, 14:53 von Ursula

Tja,

manche Ängste scheinen Sie ein Leben lang zu behalten, manchmal tritt zwar eine klitzekleine Besserung
ein aber die Angst vor einem ganz bestimmten Typ Mann sitzt z.B. bei Tama aber so etwas von tief.
Früher hat Sie sich regelrecht verkrochen, heute legt Sie Sich in Ihr Körbchen und tut so als würde Sie Ihn nicht sehen,
sie tut so als wäre er nicht da.Mein Nachbar kann es nicht verstehen er lockt Tama immer wieder aber Sie dreht
dann jedesmal den Kopf zur Seite und starrt in eine andere Richtung.

Ich hoffe das Sie irgendwann diese Angst vor dunkelhaarigen, stabielen Männern mit sehr dunkler Stimme irgendwann doch noch ablegt.

LG Ursula
mit Alli-Phuu und Thelma dem Rölleken im Herzen und Tammi dem Springerle auf dem Sofa

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Ursula
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Beitrag10.06.2016, 15:06 von Ursula

Ohh noch so ein Treffender Beitrag den habe ich gerade im Netz gefunden

https://www.fischundfleisch.com/sabine- ... itte-15898

LG Ursula
mit Alli-Phuu und Thelma dem Rölleken im Herzen und Tammi dem Springerle auf dem Sofa

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Buddy
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Beitrag10.06.2016, 15:10 von Buddy

Versteh ich nicht. Die sind doch so einfach und dankbar. Ironie off. 8)
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
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Henri
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Beitrag11.06.2016, 07:27 von Henri

Und noch ein Beitrag, der die Problematik des "Rettens" treffend beschreibt:

http://www.huffingtonpost.de/ines-wilke ... 0776.html#

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Buddy
Moderator
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Beitrag11.06.2016, 07:57 von Buddy

Beide Berichte sprechen mir sehr aus dem Herzen und spiegel meine Erfahrungen wieder.

Ich hoffe ja auf ein Umdenken im Ts
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
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Kaline
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Beitrag11.06.2016, 12:14 von Kaline

@Henri: Das ist ein sehr guter und leider sehr wahrer Artikel. Dankeschön.
LG, Kaline

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Cockermama
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Beitrag11.06.2016, 16:39 von Cockermama

Mein Beitrag passt eigentlich nicht so gut in den Thread - ist fast OT - entschuldigt bitte.

Buddy hat geschrieben:Ein Sachkundenachweis sagt für mich nichts aus.

Ich kenne genug die ihn haben denen ich meine Hunde niemals anvertrauen würde.

Ich selber habe keinen. Denke aber ich bin schon eine fähige PS.


Ich weiß, was Du meinst und bin insofern bei Dir: ein Sachkundenachweis sagt leider erst mal nichts aus.

Manche Menschen sind ja auch Autodidakten und da stellt sich gar nicht unbedingt die Frage. Man darf aber nicht von sich ausgehen.

Aber es liegt auch daran, dass der Standard und die Leistungsanforderung für den Sachkundenachweis erhöht und angepasst werden müssten. Meiner Meinung nach muss da vom Gesetzgeber nachgebessert werden. Gerade Pflegestellen übernehmen eine große Verantwortung - den Vereinen die Aufgabe selbst zu überlassen, die Qualifikation einer Pflegestelle zu beurteilen und zu prüfen, halte ich für unrealistisch - kann man sich ja vorstellen, wenn man sich anschaut, wie unseriöse Vereine arbeiten. Viele Pflegestelle haben wirklich auch theoretisch kaum Ahnung - wenn es da einen besseren einheitlichen Standard gebe, wäre es für Interessierte leichter, Vereine auch in diesem Punkt zu vergleichen. Man findet - wenn man googelt - auch immer mehr Vereine - die bei den Anforderungen für Pflegestellen einen Sachkundenachweis wünschenswerter Weise verlangen, denn vermutlich erhofft man sich dadurch eben dann doch mehr Qualität - und erwartet dadurch mehr Ernsthaftigkeit. Wie Du schreibst, es ist im Augenblick noch keine Garantie für irgendetwas und sagt auch nicht wirklich etwas aus über die Pflegestelle, aber es verdichtet theoretisches Wissen und ist vielleicht ein Puzzelteilchen mehr, um seriöse Vereine von unseriösen zu filtern, bzw Pflegestellen besser beurteilen zu können - also auch von Seiten des Vereins, die neue Pflegestellen suchen. Wie gesagt - nur ein Puzzelteilchen. Es sagt eben dann wenigstens aus, dass der Verein versucht, einen im Augenblick maximalen Anspruch zu erfüllen, den er sich selbst und seinen Pflegestellen auferlegt. Ich glaube, man kann mit der Anforderung an einen Sachkundenachweis wenigstens auch verhindern, dass es Pflegestellen gibt, die wir alle vermutlich kennen *lach* ... und denen wir keinen Hund geben würden. Ob die Pflegestelle letztendlich auch praktisch fit ist und den Anforderungen entspricht, muss dann im Detail von Vereinen geprüft werden - aber da muss eben auch eine entsprechende Anspruchshaltung vorhanden sein.


Buddy hat geschrieben:Aber wer überprüft PS ? Oft Leute die selber kaum Ahnung haben.

Ich sage immer eine PS muss viel können und leisten. Mehr als eine Es.

Und Tagebücher sowie Beschreibung sind meiner Meinung selten ehrlich.

Mir ist wichtig das der Hund seine Es findet und wenn es lange dauert dann ist das so.


Ja, wieder bei Dir. WER prüft die Pflegestelle?

Man kann eben nicht irgendeinen Xbeliebigen Menschen - den man unter Umständen gar nicht kennt - zu einer Vorkontrolle schicken - auch dann nicht, wenn es um eine Pflegestelle geht, die später auch Verantwortung für die Vereinspflegehunde übernehmen soll, den Herausforderungen mit dem Pflegehund gewachsen sein muss und einen Verein auch nach Außen repräsentiert.

Vorkontrollen an sich sind ja generell ein Thema *lach*

Würde man einen fremden Menschen eine Vorkontrolle machen lassen, wenn man in der größten Not seinen eigenen Hund abgeben müsste - zB wegen schwerer Krankheit?

Und wieder bin ich bei Dir, Claudia, wenn Du scheibst, ein Hund bleibt so lange, bis die Pflegestelle wirklich sicher ist, dass sie für diesen Pflegehund das passende Zuhause, den passenden Menschen gefunden hat. Ohne Zweifel, ohne Abstriche. Dass eine gute Pflegestelle natürlich immer Sorge haben wird ist verständlich und zeugt eben dann wieder von Verantwortungsgefühl. Eine Pflegestelle sollte auch Mitspracherecht haben, wenn es um die Vorkontrolle geht - um zu verhindern, dass eben Lieschen Müller (erfundener Name *g*), die so gar keine Ahnung hat, eine Vorkontrolle macht. Auch finde ich es wichtig, dass Pflegestelle und Vorkontrolleur intensiv miteinander sprechen - über den Hund und die Anforderungen an die Vorkontrolle und an das neue Zuhause.

Immer wieder liest man von Pflegestellen, die nach einigen Erfahrungen mit fremden Vorkontrollen, dazu übergehen, ihren Pflegehund nur noch in die Umgebung oder den Umkreis zu vermitteln, in dem sie selbst auch bereit sind zu fahren, um eine Vorkontrolle selbst durchzuführen und bei dem sich auch die Möglichkeit bietet, dass die Interessenten mehrfach zu Besuch kommen könn(t)en.

Nicht jede Pflegestelle ist für jeden Hund geeignet. Gerade auch dann, wenn ein Hund eine besondere Anforderung an die Pflegestelle stellt und ein besonderes Köfferchen mitbringt, es dann in der Folge auch zu Problemen mit und in der Pflegestelle kommt, ist es - meiner Meinung nach - extrem wichtig, dass noch ein kompetenter, gewaltfrei arbeitender Hundetrainer sich den Hund ansieht und man sich Zeit dafür nimmt, damit ein Hund nicht im Verein zum PROBLEMhund gemacht wird, denn auch das kann passieren. Zeit ist ja auch oft ein Schlüssel und an Zeit mangelt es vielen Menschen, Pflegestellen eben auch - und manche Menschen wollen sich die Zeit nicht nehmen, bzw dem Hund nicht geben.

Es gut zu meinen, heißt noch lange nicht, es gut zu machen.

Liebe Grüße,
Nana
Unseriöser Tierschutz? Illegaler Tierschutz?
Infos gerne an: tierschutz-lug-und-trug at mail.de
FB-Gruppe Tierschutz - Lug und Trug?!

Kaline
Beiträge: 94

Beitrag11.06.2016, 17:39 von Kaline

Cockermama hat geschrieben:
Immer wieder liest man von Pflegestellen, die nach einigen Erfahrungen mit fremden Vorkontrollen, dazu übergehen, ihren Pflegehund nur noch in die Umgebung oder den Umkreis zu vermitteln, in dem sie selbst auch bereit sind zu fahren, um eine Vorkontrolle selbst durchzuführen und bei dem sich auch die Möglichkeit bietet, dass die Interessenten mehrfach zu Besuch kommen könn(t)en.


Das ist ziemlich vorbildlich und gute Züchter halten es ja auch so.
Aufgrund räumlicher Entfernungen bei regionalen TSVs allerdings einfacher zu realisieren als bei überregional arbeitenden.
LG, Kaline

Kaline
Beiträge: 94

Beitrag11.06.2016, 17:44 von Kaline

Cockermama hat geschrieben:Es gut zu meinen, heißt noch lange nicht, es gut zu machen.


Absolut! So ist es.
Und es ist ein Satz, den niemand gleich als (ungerechtfertigte) Kritik ablehnen sondern als Anregung für sich selbst annehmen sollte. Nicht nur im Bezug auf Tierschutz, auch in anderen Lebenbereichen.
LG, Kaline

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Cockermama
Beiträge: 1407
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Beitrag12.06.2016, 14:47 von Cockermama

Henri hat geschrieben:Und noch ein Beitrag, der die Problematik des "Rettens" treffend beschreibt:

http://www.huffingtonpost.de/ines-wilke ... 0776.html#


Danke Henri, ich hab den Artikel erst heute gelesen - ganz besonders treffend, nach den Erfahrungen, die man so sammelt.

Link-Huffingtonpost-Ines-Wilke hat geschrieben: [...]Nicht immer ist klar, wie krank die Hunde tatsächlich sind. Vereine, die das Tier im Ausland, wie Ungarn und Rumänien, vor dem Transport einer Rundumuntersuchung unterziehen, sind rar. Nicht nur, dass die Gefahr, gefährliche Krankheiten nach Deutschland zu bringen, - wie u.a. Giardien, - damit erhöht ist, auch stehen die neuen Halter bald schon vor einer extremen Herausforderung, die fast unlösbar ist.

Warum kümmern sich so viele Vereine um Auslandstiere, wenn in Deutschland die Tierheime voll sind? Warum stellen sie sich als Retter dar, wenn die End-Rettung zumeist dem neuen Halter überlassen wird, der nicht einmal eine Versicherung für das gefährdete Tier abschließen kann?


Link-Huffingtonpost-Ines-Wilke hat geschrieben: [...]In unseren deutschen Tierheimen warten Hunde Jahre, mitunter ein Leben lang auf ein liebevolles Zuhause, wo sie im Kreis einer Familie aufgenommen werden, - gerade dann, wenn sie zu den Sorgenkindern gehören, die nicht rundum gesund sind.

Und aus dem Ausland holt man MASSIG Tiere, die ggf. gerade mal eine lapidare Impfung bekamen und die oft schwer oder sogar todkrank sind?

Da werden dann Spenden eingenommen, um jedes einzelne Tier zu retten, da wird auf FB ein regelrechtes Netzwerk aufgebaut, woran keiner mehr vorbei kommt, und nicht selten werden Tiere an neue Halter vermittelt, ohne, dass diese neuen Halter wissen, was in dem Hund für Krankheiten lauern.

Und unsere Sorgenkinder aus dem Tierheim warten Jahr für Jahr für Jahr...

... obwohl viele deutsche Tierheime sogar die Kosten für Heilbehandlungen bis ans Lebensende übernehmen, wenn die Hunde ein Zuhause finden (würden).

Und wenn man dann noch einen Blick hinter die Kulissen der Vereine wirft, dann kann man nur noch den Kopf schütteln. Mit einzelnen Ausnahmen mobbt einer den anderen, wenn der andere denn einem anderen Verein angehört und hinterfragt man das Tun der Vereine, entwickelt sich das rettende „Gesicht", was gewohnt ist, Applaus zu ernten, zum Zombie des Bösen.

Ja...

Und wenn man noch weiter seine Nase in das Tun der Vereine hinein steckt, steht man bald schon vor der Frage, ob es hier um eine gemeinnützige Arbeit oder gar um ein knallhartes Geschäft geht, denn nicht selten bringt jeder einzelne Hund, den man rettet, bares Geld ein. Nein, ich rede nicht von Spenden!

An das Verantwortungsbewusstsein der Vereine zu appellieren, macht hier wohl wenig Sinn. Zu stark ist bereits ihre Lobby, die sie sich nicht nehmen lassen wollen. Auch hier: >> Mit wenigen Ausnahmen.

Aber vielleicht denken ja mal jene nach, die sich einen Hund anschaffen möchten, und die bereit sind, gleichzeitig was Gutes zu tun.

Geht HIER in Deutschland in die Tierheime.

Die Schutzgebühr für einen Hund aus dem deutschen Tierheim ist oft geringer, als für einen Auslandshund. Aber ihr habt hier die Garantie, dass ALLE Krankheiten, so sie denn bestehen, bekannt sind, und dass das Tierheim bis ans Hunde-Lebensende hilft.

Ihr denkt vielleicht, den Hunden im deutschen Tierheim geht es gut. Vielleicht entscheidet ihr Euch deswegen für eine wirklich arme Seele, die unbedingt aus dem Ausland gerettet werden muss.
Ihr irrt Euch sehr.

Natürlich werden die Tiere hier ordnungsgemäß versorgt. Natürlich bekommen sie Futter, Wärme, Medikamente, und soweit wie möglich Fürsorge. Aber auch diese Hunde leiden oft unter Hospitalisierung, so, wie auch ein Mensch, der lange im Krankenhaus ist, darunter leiden würde.

Und auch hier in Deutschland werden Tiere irgendwann, wenn sie nicht vermittelbar sind, eingeschläfert. Nur würde man hier niemals von Tötungsstationen reden, weil deutsche Tierheime souverän vermitteln und nicht manipulativ mit Schlag- und Reizwörtern.

Es gibt inzwischen einige stille Helfer, die sich um die Nachsorge der Auslandshunde kümmern. Diese werden dann aktiv, wenn ein Hund bereits nach Deutschland vermittelt wurde, und wenn der neue Hundehalter mit den Arztkosten überfordert ist. Flohmärkte entstehen, um diese Kosten aufbringen zu können.

Doch es ist ein Fass ohne Boden.

Vereine propagieren, dass sie Tiere vom Leiden befreien. Auf Grund der Masse aber werden die meisten Tiere nicht vom Leid befreit. Das Leid wird nur nach Deutschland verschoben, denn die Tiere nehmen ihre Krankheiten mit. Krankheiten, die beim neuen Hundehalter nicht selten den finanziellen Ruin bedeuten.

[...]

Wenn dieser Artikel nur einen einzigen Menschen dazu bringt, sein Tier aus dem deutschen Tierheim zu holen, anstatt aus dem Ausland zu adoptieren, dann hat es sich gelohnt, ihn geschrieben zu haben.


Liebe Grüße,
Nana
Unseriöser Tierschutz? Illegaler Tierschutz?
Infos gerne an: tierschutz-lug-und-trug at mail.de
FB-Gruppe Tierschutz - Lug und Trug?!


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