Petition gegen die geplante Einschränkung von naturheilkundlichen Medikamenten am Tier

Catrin
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Beitrag29.01.2016, 18:07 von Catrin

Es wäre toll, wenn alle, die von naturheilkundlichen Medikamenten (z.B. Homöopathie, Kräuter) überzeugt sind und möchten, dass diese auch weiterhin bei (Nutz-)Tieren eingesetzt werden dürfen, die nachfolgend verlinkte Petition unterzeichnen und per Email weiterleiten oder bei Facebook einstellen oder auch mündlich empfehlen würden. Nähere Infos unten.
Danke!

Seit gestern ist die Petition online, die die Tierheilpraktikerverbände an den Deutschen Bundestag gerichtet haben:
https://epetitionen.bundestag.de/conten ... 61871.html

Für alle, die das Thema bisher nicht verfolgt haben: die EU versucht gerade, die Anwendung homöopathischer, aber auch anderer naturheilkundlicher Medikamente am Tier erheblich einzuschränken. Hintergrund dieses Entwurfes ist der Versuch der EU, die übermäßige Verabreichung von Antibiotika an Tieren einzudämmen. Leider schießt die EU dabei, was homöopathische Arzneimittel angeht, weit über das Ziel hinaus. Neben den Homöopathika sind auch Arzneipflanzen, Phytotherapeutika (Ergänzung: d.h. auch Kräuter in Nahrungsergänzungen), Blutegel, Organpräparate und weitere Mittel der Naturheilkunde betroffen.

Kurz gefasst und sehr vereinfacht stellt sich das so dar: die Anwendung soll nur noch zulässig sein, wenn ein Medikament für die spezifische Tierart registriert ist.
Praktisch sähe das dann so aus, dass alle homöopathischen Einzelmittel, die wir heute am Tier verwenden, noch einmal spezifisch und potenzweise für Tiere registiert werden müssten.
z.B. "Belladonna C 30 für Hund, Katze, Pferd, Rind, Ziege, Schaf, Meerschweinchen, Kaninchen", "Belladonna C 200 für Tierart xyz" usw.

Kein Hersteller von Homöopathika wird die Kosten aufbringen, seine registrierten Homöopathika noch einmal durch ein Registrierungsverfahren für Tiere zu bringen!
Für Tiere stehen derzeit nur wenige Homöopathika zur Verfügung, die als Einzelmittel zugelassen sind, und dann auch meist nicht in Form von Globuli, sondern als Injektionspräparate.
Wenn der Entwurf umgesetzt wird, werden nur noch Tierärzte Homöopathika verordnen dürfen und das auch nur unter eingeschränkten Bedingungen (sog. Umwidmung).

Es ist nicht zutreffend, dass dieser Entwurf nur für Nutztiere gilt (schlimm genug). Er würde auch die Behandlung von Hund, Katze, Meerschwein etc. erfassen und auch die Verabreichung von Medikamenten durch den Tierhalter.
Die Kooperation deutscher Tierheilpraktikerverbände hat gemeinsam mit dem Verband "Artgerechte TierGesundheit e. V." (ATG) eine Online-Petition erarbeitet, in der sie die Bundesregierung auffordern, dem Entwurf in seiner jetzigen Fassung nicht zuzustimmen. Die ATG hat diese Petition am Anfang November 2015 beim Petitionsausschuss des deutschen Bundestages eingereicht. Diese ist seit 27.01.2016 freigeschaltet.
Wir brauchen 50.000 online-Unterschriften bis zum 24. Februar 2016, um eine Anhörung erwirken zu können.
Daher habe ich an die dringende Bitte, dass Sie die Tierhomöopathie unterstützen, indem Sie die Petition mitzeichnen und diesen Aufruf an geeignete Personen weiterverbreiten.Für die Mitzeichnung ist eine Registrierung bei epetitionen.bundestag.de erforderlich.

Wenn Sie sich näher informieren wollen, können Sie hier weiterlesen:
http://kooperation-thp.de/Verband-Kthp/ ... zneimittel

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Quelle: Dr. iur. Ricarda Dill, Heilpraktikerin, Tierheilpraktikerin
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Buddy
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Beitrag30.01.2016, 11:01 von Buddy

Habe ich schon unterschrieben.

Ich hoffe das kann noch geklippt werden.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

Catrin
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Beitrag30.01.2016, 19:39 von Catrin

Es werden schon sehr viele Unterzeichner innerhalb von 4 Wochen benötigt. Aber ich hoffe, dass sich Facebook da mal als nützlich erweist.
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Catrin
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Beitrag04.02.2016, 12:53 von Catrin

Ich schubse noch mal... mit neuen Infos:

In wieweit Nahrungsergänzungen wie z.B. diese neuen "Kräuterhelden" von Terra Canis durch die Einschränkung der EU betroffen sind, ist fraglich.
http://www.terracanis.de/hund/ergaenzun ... 12d72aee42

Interessante Hintergrundinfos findet ihr auch auf der Seite http://antibiotika-vermeiden.de/
Hier ein kleiner Auszug:

Die Problematik stellt sich wie folgt dar: Es gibt 2 Haupt-Problemfelder:

1. Die Abschaffung der Ausnahmeregelung, dass die „Zweckbestimmung der Fütterung, Reinigung, Pflege, Geruch, Geschmack… „ nicht unter den Geltungsbereich des Arzneimittelrechtes fallen.
Diese Ausnahme wurde (mit Ausnahme der Futterzusatzstoffe) ersatzlos gestrichen.
Das hat zur Folge, dass somit alle Produkte, die durch Pflege, Ernährung, Reinigung, Hygiene, … Ursachen für Krankheiten beseitigen bzw. reduzieren unter das Arzneimittelrecht fallen. Die Beratung zu diesen Themen würde zudem kriminalisiert, da diese Themen nicht mehr bezüglich Produkten beraten werden dürften.
Folglich heißt das, dass durch Unterlassung gesundheitsfördernder Ernährung, Pflege, Reinigung, etc. Krankheitsursachen nicht mehr vermindert werden dürften.
Der Umstand, dass oftmals von Pharmakonzernen in den Verkehr gebrachte Futterzusatzstoffe nach dem Entwurf aus dem Geltungsbereich des Arzneimittelrechtes herausgenommen sollen, macht deutlich, dass offenbar die Interessen der Pharmalobby im ersten Entwurf der EU-Verordnung massiv eingeflossen sind.
Zu diesem Thema hat cdVet gemeinsam mit der ATG erreichen können, dass mehrere wichtige deutschen Fraktionen im Europaparlament einen Änderungsentwurf eingebracht haben, der diese Herausnahme wieder herstellt. Es ist zu hoffen, dass dieses dann am Ende auch beschlossen wird. Gleichwohl ist es sehr wichtig, dass auch die Bundesregierung, die sich in diesem Sinne bislang nicht konstruktiv betätigt hat, diese Problematik auch zur Kenntnis nimmt und dazu beiträgt, dass die notwendigen Änderungen auch endgültig aufgenommen werden.

2. Homäopathika
Arzneimittel wie zum Beispiel insbesondere Homöopathika, die von Landwirten, Tierhaltern und Tierheilpraktikern verwendet bzw. empfohlen werden.

Hier sind massive Einschnitte vorgesehen, die für Tierheilpraktiker letztlich einem Berufsverbot nahekommen und zugleich den Tierhalter und auch den Landwirt bei der Anwendung natürlicher Arzneimittel in den Bereich der Illegalität versetzen. Letztlich führen die Änderungen dazu, dass viele Produkte vom Markt verschwinden und der Bereich noch mehr zum Exklusivfeld für Tierärzte gemacht wird.
cdVet Produkte sind hiervon nicht betroffen, da cdVet Produkte keine Arzneimittel sind. Allerdings bauen Therapiekonzepte oft auf Kombinationen auf.

Es wird z.B. oft Homöopathie erfolgreich mit Kräutern und Ernährungskonzepten kombiniert. Dieses wäre künftig nicht möglich.
Natürliche Tiergesundheit lebt von der Vielfalt der Möglichkeiten und auch dem Wettbewerb um wirksame Lösungskonzepte.
Diese Vielfalt wird u.E. in dieser Verordnung leichtfertig den Lobbyinteressen weniger Pharmakonzerne geopfert.
Die Petition stützt sich besonders auf das 2. Themenfeld, da in diesem Bereich bislang noch kein wirksames Gehör in der Politik erreicht werden konnte. Im Rahmen des Petitionsverfahrens, soll der Bundesregierung bzw. dem dt. Bundestag die Brisanz und Bedeutung dieses Themas nahegebracht werden. Es ist wichtig, dass die Politik erkennt, wie bedeutend es ist, nicht nur verbal zu erklären, dass man Antibiotika in der Landwirtschaft einschränken will, sondern auch den Alternativen nicht weiter unnötige
Steine in den Weg legt.

Quelle: http://antibiotika-vermeiden.de/

Danke fürs Mit-Teilen - auf welchem Weg auch immer :-)
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Catrin
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Beitrag19.02.2016, 11:19 von Catrin

Noch einmal ein paar Infos zu der geplanten EU Verordnung, die auch für Kritiker/Gegner alternativer Therapien (v.a. der Homöopathie und/oder Tierheilpraktiker) interessant sein dürften:

Unser zuständiger Fachminister für die VO (Verordnung) ist Christian Schmidt, CSU. Er ist mit einem der größten Hähnchenschlachter Deutschlands befreundet und ignoriert seit seiner Ernennung konsequent jegliche Tierschutzbelange. Guck mal in die Anlage zur Kleinen Anfrage der Linken an die Bundesregierung, bei der wir ein bisserl mitgeholfen haben:
http://kooperation-thp.de/Verband-Kthp/ ... zneimittel
Da stehen die Firmen, die von der Bundesregierung Forschungsgelder für die Erforschung von Alternativen zu Antibiotika bekommen haben. Viele große Schlachtbetriebe.....

Die zwei größten Hämmer aus der VO haben wir hier überhaupt noch nicht erwähnt:
1. Die Zulassung für Tierarzneimittel, die bisher befristet gilt, wird künftig unbefristet erteilt. Sie kann von den Behörden nur widerrufen werden, wenn es Belege dafür gibt, dass das Mittel Schäden an Mensch, Tier oder Umwelt verursacht (sehr verkürzt ausgedrückt).
2. Wer überwacht nach der VO die Arzneimittelhersteller? Wer erstellt künftig die sog. Pharmakovigilanzberichte? Die Herstellerfirmen! Wirklich wahr, kein Witz! Steht da so drin.

Quelle: Dr. iur. Ricarda Dill, Heilpraktikerin, Tierheilpraktikerin

Vielleicht mag die Petition noch jemand zeichnen, der es bis jetzt unterlassen hat. Es geht - wie ihr lesen könnt - auch um den immer größer werdenden Einfluss der Pharmaindustrie und ihre Allmacht... => Hersteller und gleichzeitig Überwacher seiner eigenen Produkte - wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen!

Wer noch nicht hat, darf gerne zeichnen und bitte auch teilen und weiterleiten.

Und ganz wichtig: Die Stimme zählt erst, wenn der Link in der anschließend ehaltenen Email bestätigt wird!!. Falls ihr unsicher seid, loggt euch ein und schaut, ob eure Stimme registriert wurde.
https://epetitionen.bundestag.de/conten ... 61871.html

Danke und LG
Catrin
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Catrin
Beiträge: 2140

Beitrag24.02.2016, 11:08 von Catrin

Vielen Dank an alle, die die Petition gezeichnet haben und diese (mit-)geteilt haben!!!
Es sind über 50.000 Mitzeichnungen eingegangen - damit ist das Etappenziel erreicht :D :D :D

https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... chnen.html

LG Catrin
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Ursula
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Wohnort: Neulehe

Beitrag27.02.2016, 17:31 von Ursula

Juhuuuuuuuu,

habe heute gelesen das der Bundestag sich erneut damit befassen muss.
Manchmal helfen Petitionen ja doch.

LG Ursula
mit Alli-Phuu und Thelma dem Rölleken im Herzen und Tammi dem Springerle auf dem Sofa


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