Sie sind zurück.....

Kathrin
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Beitrag08.12.2015, 21:28 von Kathrin

Die ganzen nordischen Länder sind größer und auch nicht ganz so dicht besiedelt, der Wolf hat mehr Platz. Natürlich vermehrt er sich und darf bejagt werden. Aber dort galt er nie als ausgestorben. Nun ist er hier bei uns und es wird eng für ihn.
Wenn wir den Lebensraum der Wölfe und ihre Lebensart respektieren kann es funktionieren.
An wilden, scheuen, naturnahen Tieren haben wir mehr als an fehlgeprägten.
LG
...be happy with what you have...
Kathrin & Fanny

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Zulle
Beiträge: 2639

Beitrag15.01.2016, 12:58 von Zulle

Nur ein Buch-Tipp.

Der Wolf ist zurück. Was mache ich, wenn ...?

Aufklärung statt Panikmache
Von Günther Bloch und Elli H. Radinger

http://www.wolfmagazin.de/wolfsbuecher/ ... rueck.html

Der Wolf ist zurück in Deutschland. Und die Unsicherheit, wie wir mit ihm umgehen sollen, ist groß, ebenso wie die Angst, die manche Interessengruppen schüren. Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Günther Bloch und Elli H. Radinger erforschen seit 25 Jahren wild lebende Wölfe und kennen ihr Verhalten aus eigener Anschauung. Mit diesem einzigartigen Ratgeber bieten sie in der überhitzten Atmosphäre Rat und Hilfe für alle, die in Wolfsgebieten leben.

Neben interessanten Informationen zum Wolfsverhalten erfährt der Leser ganz konkret, was er tun kann, wenn er einem Wolf begegnet

- im Wald,
- zu Fuß,
- mit und ohne Hund,
- auf der Straße,
- als Reiter oder
- als Nutztierhalter.

(Quelle: Wolfsmagazin)
Grüße von Petra
Alma (5) & Edvin (10)

ALLE TAGE SIND GLEICH LANG, NUR VERSCHIEDEN BREIT. (UDO. L.)

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Birgit M.
Beiträge: 641
Wohnort: Rietberg

Beitrag04.04.2016, 19:45 von Birgit M.

Jetzt ist es auch bei uns soweit.
Der erste Wolf wurde gestern Morgen hier bei uns gesichtet und auch gleich gefilmt.
Erst war man sich nicht sicher, ob es ein Wolf ist.
Heute kam dann die Bestätigung,es handelt sich um einen noch sehr jungen Wolf.
Ist schon ein komisches Gefühl, wenn man weiß, dass da, wo ich gerne unterwegs bin
auch mindestens ein Wolf lebt.
Gestern wurde er noch am Rand vom Rietberger Stadtgebiet Richtung Lippstadt,
(ganz in der Nähe wo wir letztes Jahr unser Cockertreffen hatten) gesehen.
Heute war dann schon eine Sichtung, nur noch ein paar Kilometer vom Ort entfernt,
bei unserer Hundeschule.
Ein bisschen komisch ist mir da schon bei. :roll:
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Uschi
Beiträge: 1769
Wohnort: BaWü

Beitrag05.04.2016, 10:13 von Uschi

Keine Panik. Der Wolf hat sicher mehr Angst vor Menschen, als umgekehrt. Hunde natürlich unbedingt an die Leine, falls es zu einer Begegnung kommt.
Uschi mit Luna von der Kühtzenhöhe (und Kessy und Douscha im Herzen)

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Buddy
Moderator
Beiträge: 10922

Beitrag05.04.2016, 14:34 von Buddy

Das mit dem keine Angst ist immer leichter gesagt als getan. 8) 8)

Klar ist der Wolf als Wildtier scheu und wird den Kontakt zum Menschen nicht suchen. Ich finde es auch toll, daß er den Weg zu uns nach Deutschland wieder gefunden hat.

Aber dann die Meldungen, das er in der Nähe heimisch ist, das macht dann doch ein komisches Gefühl, das kann ich nachvollziehen. Wir haben im Hochsauerlandkreis einen jungen Rüden, der schon mehrfach gesichtet wurde.

Ich denke nach und nach wird die Anwesenheit der Wölfe zur Normalität für uns werden.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

claudi
Beiträge: 171
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Beitrag05.04.2016, 14:53 von claudi

Als großer Wolfsfan, freue ich mich über jeden einzelnen, welcher es zurück zu uns schafft, ich habe regelmäßig früher längere Zeit in den USA verbracht und wir sind dankbar dafür, die eine oder andere Wolfsichtung gemacht zu haben. Die Menschen dort können wie überall, wo der Wolf schon länger heimisch ist gut mit ihm leben , man hat gelernt mit ihm umzugehen und zu leben...
da ich auch viel von Bloch und seinen Ansichten halte,ein interessantes Interview von ihm:

http://www.atn-ag.de/magazin/redaktione ... um-problem

Liebe Grüße Claudi mit Lotte und Milo

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Birgit M.
Beiträge: 641
Wohnort: Rietberg

Beitrag05.04.2016, 18:04 von Birgit M.

Ich bin auch zwischen Faszination und ein richtigen mulmigen Gefühl hin und her gerissen.
Es gibt Videoaufnahmen von dem jungen Wolf, da er läuft direkt vor einer Siedlung an den Gärten vorbei. :roll:
Aber er ist schon ein Hingucker, ein richtig stattliches Tier.
Es wird auch nicht mit gerechnet, dass er hier heimisch wird, da wir hier sehr wenig Wälder haben.
Das Interessante an der ganzen Sache ist, die Rietberger haben zwar schon Respekt vor dem Tier,
sind aber auch richtig stolz auf ihren Wolf.
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chelsea
Beiträge: 1906
Wohnort: nähe Freiburg i. Brsg.

Beitrag05.04.2016, 19:09 von chelsea

ich kann nach wie vor liebend gerne auf die wölfe verzichten.

der artike von g. bloch irritiert mich die stelle.

schauen sie dem wolf direkt in die augen.

so der hund vom wolf abstammt, ist das wohl eher eine offene provokation.
--------------------

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Sus scrofa
Beiträge: 209

Beitrag05.04.2016, 21:12 von Sus scrofa

Hier mal eine andere Meinung zum Wolf in Deutschland.

http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 22599.html

Ich persönlich bin absolut dagegen, dass der Wolf ins Jagdrecht kommt. Aber das früher oder später eine Regulierung stattfinden muss, ist vollkommen logisch. Ich weiß von diversen Truppenübungsplätzen und Schutzgebieten, wie schnell auch andere Arten ohne Bejagung und Regulierung die Scheu vor dem Menschen verlieren. Sowas ist immer gefährlich. Aber wenn eines Tages was passiert, sollen das bitte diejenigen regeln, die die ganze Zeit hurra gerufen haben. Ob Bundeswehr oder Polizei ist mir egal. Wenn ich demnächst auf eins dieser schönen Tiere schießen soll, hänge ich die Knarre lieber ganz an den Nagel und die anderen Jäger täten gut daran, sich auch so zu verhalten. Aber einige schießwütige Holzköpfe reiben sich wahrscheinlich schon die Hände... :x

P.S.: Ich fahre jetzt gleich zur Wildzählung in die Deutsch-Belgische Eifel. Drückt mir mal die Daumen. Vielleicht entdecke ich ja unseren ersten Wolf. :mrgreen:
Susanne und Frieda -by-

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Vera
Beiträge: 14616
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Beitrag06.04.2016, 00:35 von Vera

Das Interessante an der ganzen Sache ist, die Rietberger haben zwar schon Respekt vor dem Tier,
sind aber auch richtig stolz auf ihren Wolf.
Leider ist das ja nicht überall so, viele Menschen sind absolut dagegen, dass sich die Wölfe hier wieder ansiedeln.

ICh wäre auch sehr stolz, wenn es bei uns einen Wolf gäbe.
Vera mit Winnie und Pebbles
und Mäxlein im Herzen

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BarrneysMum
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Wohnort: Klein Paradiesingen

Beitrag06.04.2016, 06:22 von BarrneysMum

Ein spannendes Thema! Ich habe mir schon immer gewünscht, dass diese tollen Tiere zurück kommen, aber jetzt, wo ich zum ersten Mal dank Hund wieder viel draußen bin und sogar am Wald wohne, wird mir mulmig. Nicht falsch verstehen, aber ich war gestern erst mit meinem schlecht abrufbaren und fröhlich sich entfernenden Hund eine größere Runde im Wald unterwegs und nun kommt plötzlich dieser Thread auf den Schirm...
wie angriffsbereit sind sie einem hund gegenüber, wenn sie im rudel unterwegs sind?
Sehr angriffsbereit, wenn der Hund allein ist. In Anwesenheit von Menschen halte ich einen Angriff trotzdem für unwahrscheinlich.
Wie angriffsbereit ist denn ein einsamer Wolf gegenüber einem Hund?
Und gibt es sowas wie eine Webseite, die gesammelt und zuverlässig über die lokalen Wolfsbestände in D aufklärt?

Ich habe mich beim Lesen noch etwas gefragt, das mit dem kuschenden Hund vor der Glasscheibe mit Wölfen war nämlich sehr eindrucksvoll für mich: würde ein Hund nicht im Wald schon gleich riechen, dass er sich in einem Wolfsrevier befindet - und sich alarmiert verhalten?
Sus, das ist so toll, wie gut du Bescheid weißt. Darf ich dich schnell was off topic fragen? Wie reagiert ein Cocker auf Wildschweine oder ihren Geruch?
Herz gesucht! - und schon gefunden,
klug, bescheiden und gesund,
treu sogar mit Überstunden -
denn ich habe einen Hund!

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Sus scrofa
Beiträge: 209

Beitrag06.04.2016, 12:09 von Sus scrofa

Wölfe haben sicherlich genau wie Hunde unterschiedliche Charaktere, daher kann man mit Sicherheit nicht sagen, dass der Wolf den Hund zu 100% angreifen wird. Gerade ein einsamer Wolf hat aber meist Probleme (Rudel verloren oder Jungwolf auf Wanderschaft). Könnte mir vorstellen, dass der noch eher angreift als ein Rudel, weild er wirklich alles nehmen muss, was er kriegen kann.

Hunde merken sicher, dass sie im Wolfsrevier sind. Ein Hund der zum ersten Mal Wölfe riecht, reagiert auch sicherlich anders als einer, der das gewöhnt ist. Aber gewöhnen tun sie sich dran. Hier sieht man, was einem einsamen Jagdhund passiert, der auf ein Rudel Wölfe trifft (schwedischer Elchhund auf der Jagd). Das Video ist nichts für schwache Nerven! Die Hündin hat überlebt, da sie einen speziellen Wolfsschutz an ihrem Halsband trug, der verhinderte, dass die Wölfe ihr die Kehle durch bissen. Sie wurde operiert, kann aber aufgrund bleibender Schäden wohl nicht mehr jagen.

https://www.youtube.com/watch?v=u1zCNH_oN2Q

@Barney's Mum: Bei Schweinen ist es das gleiche. Der Hund gewöhnt sich. Ihr erstes Schwein im Gatter fand Frieda lustig. Im Wald verhält sie sich glücklicherweise anders. Sie macht einen Bogen und überlässt den Terriern die Frontarbeit. Wenn wir bei der Arbeit auf Schweine treffen, kriegt sie eine Bürste, einmal hat sie kläffend eine Rotte verjagt, die uns den Weg versperrte, kam aber sofort zurück. Letzte Woche bin ich bei der Arbeit auf 2,5 m (!) an einer schlafenden Bache mit drei Frischlingen in offenem Gelände vorbei gelaufen, ohne dass diese aufwachte und ohne dass der Hund sie bemerkte (Windrichtung). Im Nachhinein weiß ich nicht, ob die tot war. Aber in dem Moment wollte ich das auch nicht überprüfen... :? Gerade um diese Jahreszeit haben Hunde jedenfalls bessere Chancen eins von den Schweinen auf die Mütze zu kriegen als von Wölfen.
Susanne und Frieda -by-

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BarrneysMum
Beiträge: 279
Wohnort: Klein Paradiesingen

Beitrag06.04.2016, 12:23 von BarrneysMum

Ok, aber dann ist wohl nicht davon auszugehen, dass mein Hund "mich warnt", also anfängt zu winseln und nicht weiter will, wenn wir ein Wolfsrevier betreten?
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Cockermama
Beiträge: 1407
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Beitrag28.04.2016, 11:16 von Cockermama

http://www.ndr.de/nachrichten/niedersac ... f2460.html
Erschossen: Wolf "Kurti" ist tot

Der als "Kurti" bekannt gewordene Wolf aus dem Munsteraner Rudel ist tot. Wie das niedersächsische Umweltministerium am Donnerstagmorgen bekannt gab, ist das Tier am Mittwochabend im Heidekreis erschossen worden. Es ist das erste Mal seit der Wiederansiedlung der Wölfe, dass ein Wolf in Deutschland gezielt getötet wurde. Weitere Details will das Ministerium um 14 Uhr bekanntgeben. NDR.de zeigt die Pressekonferenz an dieser Stelle im Live-Stream.
Traurige Grüße,
Nana
Unseriöser Tierschutz? Illegaler Tierschutz?
Infos gerne an: tierschutz-lug-und-trug at mail.de
FB-Gruppe Tierschutz - Lug und Trug?!

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Buddy
Moderator
Beiträge: 10922

Beitrag28.04.2016, 13:44 von Buddy

Ich habe das heute im Radio gehört und ich finde es traurig.

Der Wolf soll wohl immer wieder nahen Kontakt zu Menschen aufgenommen haben und auch bedroht haben. Was ja sehr ungewöhnlich ist. Woran liegt es ? Ich denke das Tier wird da vermutlich nichts für können sondern ein falscher Umgang mit dem Wildtier Wolf die Ursache sein.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

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Sabine, Grille, Hummel
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Wohnort: Südwestpfalz

Beitrag28.04.2016, 14:04 von Sabine, Grille, Hummel

Der Wolf soll wohl immer wieder nahen Kontakt zu Menschen aufgenommen haben und auch bedroht haben. Was ja sehr ungewöhnlich ist. Woran liegt es ? Ich denke das Tier wird da vermutlich nichts für können sondern ein falscher Umgang mit dem Wildtier Wolf die Ursache sein.
Ich habe letztes Jahr gelesen, dass dieses Rudel wohl von Anwohnern des Gebietes regelmässig angefüttert worden sein soll. Was überhaupt nicht im Sinn der Wolfbeobachter ist! Wer das macht braucht sich nicht wundern!
Ähnliche Beobachtungen hat man ja auch bei Wildschweinpopulationen gemacht. Was diese Schweine für Zerstörungen hinterlassen ist ja auch hinlänglich bekannt!

Die Wildtiere verlieren ihre Furcht vor dem Menschen und ändern natürlich auch ihr Verhalten!
Cocker sind wie eine Frikadelle - da ist alles drin!

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