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chelsea
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Beitrag05.12.2015, 19:53 von chelsea

ich möchte diesen thread noch einmal in erinnerung rufen.

sie haben unweit von uns wieder einen toten wolf an der autobahn gefunden.

aktuell nimmt der rütter dieses thema auch unter die lupe.

die bisher gefundenen wölfe scheinen jegliche furcht der zivilisation verloren zu haben. sie töten in schafsherden, willkürl. X - schafe, was also nicht nur der nahrungsaufnahme zu dienen scheint. getötete, verendete schafe die nicht gefressen wurden!

in wie weit verhält der wolf sich "natürlich" will heissen er tötet um sein überleben seine nahrung zu sichern?

die dokumentation bei rütter, scheint zu verdeutlichen das die wölfen ein revier beanspruchen und eindringlinge "zurück" treiben und ein "revier" beanspruchen.

wieviel angst ist berechtigt?

wie geht man damit um, wenn man plötzl. mit einem wolfkontakt konfrontiert ist?

geben wir unsere lieblings spazierrouten zu gunsten der wölfe auf?

wie schütze ich mich und meinen hund?

die schäfer kommen zurück auf den herden schutzhund!

in wie weit verhalten sich die wölfe ihrer natur geben "normal" und weichen vor mensch und fahrzeugen aus?

ich bin wirkl in sorge! wie verhalte ich mich?

wie angriffsbereit sind sie einem hund gegenüber, wenn sie im rudel unterwegs sind?

die toten wölfe sind unweit von uns gefunden worden
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Kathrin
Beiträge: 246

Beitrag05.12.2015, 21:02 von Kathrin

Der Bericht kam grad im TV.
Im Gegensatz zu den Wölfen in der Lausitz sind die Wölfe in Münster? wohl "angefüttert" worden. Es muss etwas gegeben haben was ihnen die Scheu vorm Menschen genommen hat.
Es wurden die HDH von einem geschädigten Schäfer gezeigt die bei der Herde sind. Die Erklärung zum Verhalten der Hunde vom Rütter fand ich super.
LG
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churrita
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Beitrag05.12.2015, 21:21 von churrita

Hallo Katrin,
kurze Anmerkung es geht um die Wolfsgruppe auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Munster in der Lüneburger Heide und nicht Münster.
Hier scheinen die Wölfe die Scheu vor den Menschen verloren zu haben, wahrscheinlich wie M.Rütter in der Reportage schon angesprochen, wurden diese von Menschen angefüttert. Was natürlich wieder verneint wird. Ist ja auch einfacher dem Tier die Schuld zugeben, um es dann "legal" abschließen zu können. Sorry, aber dass ist meine Meinung.
Hier bei uns in der Stadt haben wir eine große Population von Wildschweinen, die von Anwohnern mit Freßbarem vom Balkon aus angelockt werden. Und wenn die ach so putzigen Wildschweine die Rasen oder Vorgärten umpflügen, dann soll's der Jäger richten. Einfach super, dass Tier ist dann wieder der Dumme und verliert durch Menschenhand sein Leben. Nur weil es seiner Natur entsprechend reagiert und angefüttert wurde.
Liebe Grüße Gabriela und Coralee mit Churri u. Leila tief im Herzen
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Uschi
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Beitrag06.12.2015, 14:32 von Uschi

Bin Deiner Meinung Gabriela
Uschi mit Luna von der Kühtzenhöhe (und Kessy und Douscha im Herzen)

chelsea
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Beitrag06.12.2015, 17:34 von chelsea

nun das beantwortet jetzt nicht wirkl meine fragen.
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churrita
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Beitrag06.12.2015, 22:22 von churrita

Bisher ist ja nur das Wolfsrudel um den ehemaligen Truppenübungsplatz Munster auffällig geworden. Die in der Lausitz gehen den Menschen aus dem Weg.
Ich persönlich würde den Rückzug antreten und darauf achten, dass mein Hund nicht auf Krawall gebürstet ist.
Vielleicht hast Du in Deiner Gegend ein NABU-Center oder fragst in einer Försterei nach, inwieweit von den Wölfen in dem Bereich eine Gefahr ausgeht.
Wie ich schon erwähnte, haben wir hier ein massives Problem mit Wildschweinen. Diese scheuen sich nicht morgens um 5 Uhr auf den Rasenflächen zwischen den Häusern mit ihrer Rotte die Flächen aufzuwühlen. Ganz zu schweigen, dass sie in dem beginnenden Berufsverkehr die Rotte über die Straßen führen. Eine Bekannte mußte mit ihrem Hund flüchten, weil die Schwarzkittel hinter ihnen her waren. Und dies passiert mitten im Wohngebiet einer Großstadt und fast täglich. Trotz diverser Treibjagden und Rodung der Hecken etc. Letzteres wird evtl. zur Beantwortung Deiner Fragen hilfreich sein.
Liebe Grüße Gabriela und Coralee mit Churri u. Leila tief im Herzen
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chelsea
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Beitrag07.12.2015, 19:04 von chelsea

gute idee mit der NABU oder dem örtl förster.

danke dir.

gehen wir davon aus, cockerhalter sind nicht involviert.
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churrita
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Beitrag07.12.2015, 19:23 von churrita

Wäre doch schade, wenn Dir und dem Bambili was passieren würde bzw. jedem dem der Isegrim über dem Weg laufen würde.
Trotzdem weiter schöne Waldspaziergänge.
Liebe Grüße Gabriela und Coralee mit Churri u. Leila tief im Herzen
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Buddy
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Beitrag07.12.2015, 19:40 von Buddy

Wenn Wölfe nicht angefüttert werden suchen sie doch nicht den Kontakt zum Menschen und auch zu Hunden.

Meine Erfahrungen mit meinen Hunden und Begegnungen mit Wölfen (Zoo oder Wildparkt) ist das die Hunde schon genau wissen was sie da vor sich haben und den Rückwärtsgang antreten.

Auch meine verstorbene Hündin, die immer auf Krawall war bei Hunden ist beim Wolf zurück und hat beschwichtigt ohne Ende und das mit Scheiben dazwischen.

Ich denke wir müssen uns erst an den Gedanken gewöhnen wieder Wölfe in den Wäldern zu haben.
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

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Sus scrofa
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Beitrag08.12.2015, 02:34 von Sus scrofa

Sie töten in schafsherden, willkürl. X - schafe, was also nicht nur der nahrungsaufnahme zu dienen scheint. getötete, verendete schafe die nicht gefressen wurden!

in wie weit verhält der wolf sich "natürlich" will heissen er tötet um sein überleben seine nahrung zu sichern?

Das Verhalten des Wolfs ist natürlich. Die Ansammlung eingesperrter, wehrloser Weidetiere ist es (evolutionsbiologisch gesehen) nicht. Der Wolf tötet mehr als er fressen kann, weil das Angebot da ist und die Tiere nicht fliehen können. Würden wir die Kadaver nicht jedes Mal weg räumen, würde er wiederkommen und sich tagelang davon ernähren. Warum hinter Rehen, Hirschen und Wildschweinen her laufen, wenn er Schafe, Kälber, Damwild etc. servierfertig im Gehege/Zaun bekommt?

die dokumentation bei rütter, scheint zu verdeutlichen das die wölfen ein revier beanspruchen und eindringlinge "zurück" treiben und ein "revier" beanspruchen.

wieviel angst ist berechtigt?


Angst mit Sicherheit nicht. Wölfe beanspruchen ein Revier und töten auch Hunde, die darin eindringen. Das gilt aber in erster Linie für Jagdhunde, die allein unterwegs sind. Seit neuestem gibt es sogar ein Video von einer Action-Cam an einem Jagdhund, die den Angriff aufzeichnet. Um auf einem Waldweg mit zumindest abrufbarem, besser angeleintem Hund in Gefahr zu geraten, sollte man schon in der Dämmerung laufen und/oder sich in einem Gebiet mit hoher Wolfsdichte und/oder wenig scheuen Wölfen aufhalten.

wie geht man damit um, wenn man plötzl. mit einem wolfkontakt konfrontiert ist?


Langsamer Rückzug. Je nach Belieben die Ruf-und-Klatsch-Nummer, die immer empfohlen wird. Scheint zumindest bei Wolfen im Jagdmodus oder mit konkreten Absichten aber wenig wirkungsvoll. Für den einen Fall in einer Million Pfefferspray oder eine 45er...

geben wir unsere lieblings spazierrouten zu gunsten der wölfe auf?


Ich persönlich nicht. Aber mein Hund geht im Wolfsgebiet nicht ins Treiben oder sonstwie alleine durch die Welt.

wie schütze ich mich und meinen hund?


Anleinen, Abruf üben, auf den Wegen bleiben.

in wie weit verhalten sich die wölfe ihrer natur geben "normal" und weichen vor mensch und fahrzeugen aus?


Vor Menschen zeigen sie in den meisten Fällen schon noch Scheu. Vor Fahrzeugen normalerweise nicht. Das machen die wenigsten Wildtiere. Fahrzeuge gibt es noch nicht lange genug, dass die evolutiv bereits als "Feind" gespeichert sind. Daher kann man auch problemlos mit dem Geländewagen an einer Rotte Schweine vorbei fahren. Zu Fuß sind die schon weg, bevor man sie überhaupt sieht.

ich bin wirkl in sorge! wie verhalte ich mich?


Ich glaube nicht, dass du besorgt sein musst. Die Wahrscheinlichkeit, einem Wolf zu begegnen ist gering, die Wahrscheinlichkeit, dass das schon einer mit mangelnder Scheu ist, ist noch geringer. Halte den Hund bei dir und ein Auge offen.

wie angriffsbereit sind sie einem hund gegenüber, wenn sie im rudel unterwegs sind?


Sehr angriffsbereit, wenn der Hund allein ist. In Anwesenheit von Menschen halte ich einen Angriff trotzdem für unwahrscheinlich.

Im übrigen bin ich mir ziemlich sicher, dass es bald erste Abschüsse geben wird. Ganz einfach, weil dieses "Einpendeln" was von vielen Naturschützern gepredigt wird, nicht funktioniert. Der Grund ist der fehlende Faktor Haustiere und Zivilisationsmüll. Wenn die Wildtierbestände dezimiert sind, gibt's für den Wolf noch genug andere Quellen. Kein Tier verhungert freiwillig. Dass vom Menschen keine Gefahr ausgeht, haben die auch schon gemerkt. Das wird nicht ewig gut gehen. Und bevor jetzt einer schimpft: Ich liebe Wölfe. Sind nach dem Wildschwein für mich die absoluten Lieblingstiere! Aber ich bin auch Biologin und arbeite in der Ökologie, daher meine komplett wertfreie Prognose.

Jägerin bin ich auch, aber ich würde niemals auf einen Wolf schießen. Der ist bei uns auch gar nicht mehr im Jagdgesetz und damit für Jäger im Grunde nicht existent. Wie allerdings ein möglicher Abschuss von Problemwölfen (was ja der erste Schritt zur Bestandsregulierung ist) ablaufen soll, weiß ich auch nicht. Vielleicht kommt dann die Bundeswehr? :twisted:

Natürlich gibt es auch reichlich Hornochsen unter den Jägern, die einen Wolf in ihrem Revier kurzerhand verschwinden lassen. Aber dafür gibt es auch Hornochsen unter den Naturschützern, die Hochsitze so ansägen, dass sie erst umfallen, wenn jemand drauf sitzt oder mir wegen einer orangen Jacke auf dem Rücksitz die Reifen zerstechen, wenn ich gerade komplett unjagdlich für ein Wildmonitoring im Naturschutzgebiet Kameras kontrolliere. Bin daher etwas empfindlich, wenn es immer heißt, "Die Jäger wollen eh alles kaputt schießen." Wenn man vorn ein "manche" dran schreibt, kann ich damit leben. Ich sage ja auch nicht "Die Naturschützer tragen Biolatschen, wenn sie Hochsitze ansägen."
Susanne und Frieda -by-

chelsea
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Beitrag08.12.2015, 11:09 von chelsea

hm, ich denke das wird sich jeder eine eigene strategie zurecht legen müssen.
pfefferspray war auch schon mein gedanke NUR ist der wolf nunmal ein rudeltier. chelsea kann ich im wald eh nicht frei laufen lassen, aber sie wird solche mögl situationen auch kommentieren. wie kürzl die wildschweine die auf uns zu kamen.

bei uns im wald war anfangs des jahres auch eine dame die kameras aufgestellt hat. michnach wild lebenden katzen gefragt. ich frage sie: die werden abgeschossen? NEIN! es gehe nur darum die population zu erfassen. seither hab ich keine katzen mehr gesehen. "manche" jäger schiesen auch katzen die 250mtr von häusern entfernt sind, ebenso wie unser vorstand vom verein selbst sagte (er ist selbst jäger) schiessen jäger auch hunde die abgerufen wurden von ihren haltern. hierfür gibt es auch eine250 mtr grenze soweit ich weiss. daher kommt wohl der etwas schlechte ruf der jäger.
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Sus scrofa
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Beitrag08.12.2015, 17:29 von Sus scrofa

Naja, die Jäger müssen die Katzen schon irgendwie verschwinden lassen, weil die zumindest bei uns in NRW ja nicht mehr geschossen werden dürfen. Meistens geraten Jäger und Katze in Konflikt, wenn die Katzen in Fuchs- und Marderfallen gehen. Das Gesetz ist da jetzt schwammig, ob man die Katzen im Fundbüro oder im Tierheim abgeben soll. Gesetzlich sind es "Fundsachen" und einfach so wieder raus lassen darf man auch nicht... Ich stell keine Fallen und hab damit mit Katzen nix am Hut. Stören tun sie mich schon, weil ich etwas Sorge um unsere hohe Wildkatzenpopulation habe. Leider zeigen immer mehr Gentests Einkreuzungen durch Hauskatzen.

Das neue Jagdgesetz ist nicht durchweg schlecht, hat aber im Naturschutz viel kaputt gemacht. Z. B. ist die Mindestpachtdauer für Jagdreviere von 9 auf 3 Jahre gesunken. Wer unternimmt noch Hegemaßnahmen (Anlegen von Streuobstwiesen, Hecken und Gehölzen etc.), wenn der Nachfolger die Lorbeeren ernten wird? Aber das ist ein anderes Thema.

Den schlechten Ruf der Jäger kann ich nachvollziehen. Ist aber wie bei Hundehaltern. Weil ein paar wenige die Haufen nicht weg räumen, kriegen alle die Giftköder ab. Über die Jäger, die mit Kindergruppen in den Wald gehen, Feuchtgebiete pflegen und viel Geld und Zeit in den Naturschutz stecken, schreiben die Zeitungen nunmal nicht, weil das keinen interessiert.

Mir bleibt nur zu hoffen, dass der erste Wolf hier vor eine meiner Kameras läuft. Nachdem der Luchs mich seit Monaten nur verarscht, hab ich mir das verdient. :mrgreen:
Susanne und Frieda -by-

chelsea
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Beitrag08.12.2015, 19:33 von chelsea

[quote="Sus scrofa"]Naja, die Jäger müssen die Katzen schon irgendwie verschwinden lassen, weil die zumindest bei uns in NRW ja nicht mehr geschossen werden dürfen.""verschwinden lassen? hauskatzen die sich am ortsrand mehrals 250mtr oder geringer vom haus entfernen? das sind haustiere die jemand liebt und vermisst und unweit vom haus tod auffindent! Meistens geraten Jäger und Katze in Konflikt, wenn die Katzen in Fuchs- und Marderfallen gehen.schwammig, ja genauso wie bekannt ist, das jäger aausbildungsstätten betreiben mit künstlichen "bauten" in die sie katzen laufen lassen um den hund in den bau zu schicken. Nicht alles ist chic was jäger machen "machne"! Das Gesetz ist da jetzt schwammig, ob man die Katzen im Fundbüro oder im Tierheim abgeben soll. Gesetzlich sind es "Fundsachen" und einfach so wieder raus lassen darf man auch nicht... auch der hund ist eine"fundsache"!

Den schlechten Ruf der Jäger kann ich nachvollziehen. Ist aber wie bei Hundehaltern. Weil ein paar wenige die Haufen nicht weg räumen, kriegen alle die Giftköder ab. Über die Jäger, die mit Kindergruppen in den Wald gehen, Feuchtgebiete pflegen und viel Geld und Zeit in den Naturschutz stecken, schreiben die Zeitungen nunmal nicht, weil das keinen interessiert.es geht i.d.R immer um das thema das die jeweilige zielgruppe betrifft. ich als zielgruppe bin hundehalter. wenn ich mit bullterrier ander schleppleine und freilaufendem yorkie unterwegs bin und der jäger mich bittet den yorkie an die leine zu nehmen. dann konnte ich ihm nur antworten: der yorkie hat schon jahre kein reh mehr gerissen!

/quote]
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Kathrin
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Beitrag08.12.2015, 19:49 von Kathrin

Wir, die modernen, hochtechnische Menschen, sind es nicht mehr gewöhnt, oder wollen unseren Lebensraum nicht mit anderen teilen.
Und wenn wir unseren Wald mit Wölfen, Luchsen, Bären, Elchen.... teilen sollen geht das halt gar nicht. Wir, der Mensch, ist schon seit Jahrhunderten das einzige Raubtier im Wald.
Aber in vielen Regionen der Erde leben Raubtiere und Mensch zusammen. Und es geht gut.
Diese Menschen füttern die Tiere nicht an, nur weil sie so putzig sind, so einen süßen Blick und ein tolles Fell haben, oder ein Foto machen wollen.
Diese Menschen haben Respekt und vor allem Abstand zu diesen Tieren und Strategien zur Abwehr entwickelt, z.B. die Hunde und Zäune. Auch werden sie vom Staat entschädigt wenn die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten worden sind.

Ich war bei einer Wolfsfütterung im Gehege und selbst diese Tiere, die schon ihr Leben lang in Gefangenschaft leben, hatten Angst vor mir. Sie sind nur so nach gekommen weil sie was zu fressen bekommen haben. Man hat es den Tieren angesehen das es ihnen keinen Spaß macht sich das Futter so dicht bei den Menschen zu holen. Aber der Hunger hat sie dazu gezwungen. Sicher, der Wärter hätte es liegen gelassen. Aber wussten das die Wölfe?

Wenn sie sich selbst ausreichend ernähren können, werden sie den Mensch meiden. Und wenn wir unsere Nutztiere unzureichend gesichert auf der Weide lassen, den Wolf durch menschliches Fehlverhalten zutraulich werden, brauchen wir uns nicht zu wundern wenn was passiert.
LG
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Kathrin & Fanny

chelsea
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Beitrag08.12.2015, 19:57 von chelsea

Kathrin hat geschrieben:Wir, die modernen, hochtechnische Menschen, sind es nicht mehr gewöhnt, oder wollen unseren Lebensraum nicht mit anderen teilen.
Und wenn wir unseren Wald mit Wölfen, Luchsen, Bären, Elchen.... teilen sollen geht das halt gar nicht. die frage war: wie es geht? nicht das wir/ich es nicht wollen.

Wenn sie sich selbst ausreichend ernähren können, werden sie den Mensch meiden. Und wenn wir unsere Nutztiere unzureichend gesichert auf der Weide lassen, den Wolf durch menschliches Fehlverhalten zutraulich werden, brauchen wir uns nicht zu wundern wenn was passiert.heisst aber unterm strich, unsere nutztiere brauchen eine sicherung
LG
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Sus scrofa
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Beitrag08.12.2015, 20:25 von Sus scrofa

Kathrin hat geschrieben:Aber in vielen Regionen der Erde leben Raubtiere und Mensch zusammen. Und es geht gut.


Das stimmt. Aber wenn man die entsprechenden Länder mal googelt, wird man feststellen, dass es einen entscheidenden Unterschied zu Deutschland gibt. Dort werden Wölfe bejagt - siehe z. B. Schweden, Frankreich, Russland und USA. Hat neben der Bestandsregulierung den positiven Nebeneffekt, dass der Wolf seine Scheu behält - und Scheu ist das Stichwort, mit dem beim Wolf alles steht und fällt.

Ich war bei einer Wolfsfütterung im Gehege und selbst diese Tiere, die schon ihr Leben lang in Gefangenschaft leben, hatten Angst vor mir.


Stichprobe zu klein. Das ist auch schon ganz anders ausgegangen. Ich persönlich würde hundert Mal lieber einem Wolf in freier Wildbahn begegnen als in ein Gehege rein gehen.
http://www.spiegel.de/panorama/woelfe-t ... 39479.html

Kein Gehege, aber "angefütterte" Deponiewölfe:
https://en.wikipedia.org/wiki/Kenton_Jo ... olf_attack
Susanne und Frieda -by-


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