griechische Katzen, brasilianischer Cocker Spaniel

sethnefer
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Beitrag13.06.2017, 09:07 von sethnefer

Hallo ihr Lieben,
jetzt ist es schon eine Zeit her, seitdem ich das letzte Mal hier gepostet habe. Seitdem ist relativ viel passiert - wir sind wieder nach Deutschland zurückgekehrt und ich habe einen neuen Lebensgefährten. Die Eingewöhnung hat für uns alle etwas gedauert, aber mittlerweile sind wir gut angekommen :). Wir wohnen zwar in der Stadt, aber direkt am Wald, so dass wir viel Auslauf bekommen und gesundheitlich geht es der Plüschnase, ausser den üblichen Ohrenwehwehchen, meistens auch sehr gut. Er ist mittlerweile ungefähr sechs (drei Jahre mehr, als uns vorausgesagt wurde :)) und ein ganz Lieber.
Jetzt zu meinem Problem, bei dem ich hoffe, dass ihr mir noch mal helfen wollt.
Mein Lebensgefährte kommt aus Griechenland, wo noch seine betagte Mutter mit ihren sechs Katzen alleine im Dorf wohnt. Bei unserem letzten Besuch mussten wir leider feststellen lassen, dass sie Alzheimer hat, und das Alleinleben für sie mittlerweile unmöglich wird.
Da die Versorgung dort nicht so ist wie hier in Deutschland, scheint die einzige Möglichkeit zu sein, sie zu uns zu holen. Abgesehen davon, dass wir eine über 80-jährige in ein fremdes Land umziehen würden, müssten auch zumindest zwei von den Katzen mit. Die Katzen sind sehr territorial, d.h. sie verteidigen das Haus der Mutter auch vor Hunden - eine davon (die 14 Jahre alt ist) hat mich so sehr lieb gewonnen, dass sie mir auf Schritt und Tritt folgt, wenn ich da bin, und kein anderes Tier in meine Nähe lässt.
Mein Hund (der noch nie mit war) ist ja auch sehr auf mich fixiert. Er hat ein wenig Angst vor Katzen, da ihn unsere Nachbarskatze in Brasilien immer vermöbelt hat, versucht aber immer, hinter ihnen herzurennen. Wenn er es mal schafft, weil ich nicht aufgepasst habe, bleibt er aber stehen, sobald sie auch stehen bleibt, und läuft wieder zu mir.
Dass ich eine Katzenallergie habe, erleichtert die Sache natürlich nicht.
Also sind eure Ratschläge gefragt, wie wir das Ganze am besten händeln würden. Wir würden natürlich umziehen müssen, weil in der Wohnung im Moment nicht genug Platz ist. Müssten uns dann etwas mit Garten suchen, weil die Katzen ja Freigänger sind.
Also hätten wir die Alzheimerkranke Mutter, die natürlich Pflege benötigt, und mit der ich mich nicht verständigen kann, müssten also eine Pflegerin beschaffen (also zwei neue Menschen). Dann eine neue Wohnung. Dann zwei betagte Katzen, von denen eine mich bis aufs Blut verteidigen würde und die Hunde nicht in ihre Nähe lassen. Dann meinen Hund, der immer ein "Allein-Hund" war und der keine guten Erfahrungen mit Katzen gemacht hat.
Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie wir das erfolgreich regeln sollen :(, aber leider scheint es keine andere Möglichkeit zu geben. Einziger Lichblick ist, dass wir beide selbstständig sind und uns daher unsere Zeit einigermassen gut selbst einteilen können. Habt ihr irgendwelche Ratschläge, wie wir das Ganze einigermassen erfolgreich über die Bühne bringen könnten?
Ich bin leider im Moment sehr ratlos...

sethnefer
Beiträge: 19

Beitrag13.06.2017, 09:35 von sethnefer

Ach, bevor ich's vergesse - ich habe natürlich gesagt, dass die Katzen nur dann ins Haus kommen dürfen, wenn sie alle ihre Impfungen usw. haben. Zwar geht es ihm wie geschrieben gut, aber Wauzi hat immer noch keine Blutplättchen und ist daher sehr anfällig, was Krankheiten angeht. Letztes Jahr haben wir fünf Monate mit einer Bronchitis gekämpft. Aber ansonsten ist alles gut und ich glaube, wir sind beide etwas abgehärteter, wenn es um seine Gesundheit geht. "Kleinigkeiten" wie Ohrenentzündungen oder eingeklemmte Nerven oder Grannen (man kann über Brasilien sagen, was man will, aber so fiese DInger hatten wir da nicht!) werfen uns nicht aus der Bahn und sämtliche Erlichiose-Anzeichen werden im Keim erstickt! Trotzdem frage ich mich, ob ich auf irgendetwas besonderes achten sollte, wenn die Tiere so eng zusammen wohnen?
Da isser übrigens, der Wonneproppen, irgendwie immer hungrig :)
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Vera
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Beitrag13.06.2017, 09:39 von Vera

oha - das ist eine riesen Aufgabenstellung....

Ich habe grad noch mal nachgelesen, was Du vor 5 Jahren geschrieben hast, Dein Leben hat sich ja inzwischen sehr geändert...

Ich bin ja für klare Worte berüchtigt, was natürlich nicht immer gut ankommt. :mrgreen:

Trotzdem: mein erster (und auch zweiter) Geanke ist: such für deinen Hund ein wunderbares, neues Zuhause, ohne Katzen.
Vera mit Winnie und Pebbles
und Mäxlein im Herzen

sethnefer
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Beitrag13.06.2017, 10:10 von sethnefer

Hallo Vera,

schön, dass du noch da bist, und danke für deine Antwort.

Ja, eigentlich hast du natürlich Recht, aber diese Lösung wurde sowohl mir als auch ihm das Herz brechen :(. Wenn wir mal weg sind, kann er nur bei meinen Eltern bleiben, da er sonst nicht frisst. Ihn permanent bei ihnen einzuquartieren, ist leider nicht möglich.

Mein Gedanke geht ehrlich gesagt auch eher dahin, meinem Partner ein neues Zuhause zu suchen :shock: . Ich hoffe, dass noch jemand einen alternativen Vorschlag machen kann...

Liebe Grüsse

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Buddy
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Beitrag13.06.2017, 10:40 von Buddy

Huhu,

ich finde das sehr schwierig. Dein Hund hat Erlichose, meiner Anaplasmose, was ähnlich ist. Ich weiß nicht ob man denen den Streß mit Katzen antun muss.

Im Moment sind die Katzen in Griechenland oder ? Wäre es nicht eine Option dort ein geeignetes Heim zu finden ? Wenn ihr doch eh 2 mit der Mama mitnehmen wollt, ich denke für die anderen 4 muss dann ja auch was gesucht werden.

Es wird einiges auf Euch zukommen mit der kranken Mutter und dann Stress mit den Tieren ? Gerade wenn sie sich nicht kennen. Schwierig echt schwierig
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

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Cockermama
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Beitrag13.06.2017, 10:45 von Cockermama

sethnefer hat geschrieben: [...]
Jetzt zu meinem Problem, bei dem ich hoffe, dass ihr mir noch mal helfen wollt.
Mein Lebensgefährte kommt aus Griechenland, wo noch seine betagte Mutter mit ihren sechs Katzen alleine im Dorf wohnt. Bei unserem letzten Besuch mussten wir leider feststellen lassen, dass sie Alzheimer hat, und das Alleinleben für sie mittlerweile unmöglich wird.
Da die Versorgung dort nicht so ist wie hier in Deutschland, scheint die einzige Möglichkeit zu sein, sie zu uns zu holen. Abgesehen davon, dass wir eine über 80-jährige in ein fremdes Land umziehen würden, müssten auch zumindest zwei von den Katzen mit. Die Katzen sind sehr territorial, d.h. sie verteidigen das Haus der Mutter auch vor Hunden - eine davon (die 14 Jahre alt ist) hat mich so sehr lieb gewonnen, dass sie mir auf Schritt und Tritt folgt, wenn ich da bin, und kein anderes Tier in meine Nähe lässt. [...]


Hallo :-)

also, bevor man sich die Gedanken macht, wie es praktisch und theoretisch klappen könnte, was man alles bedenken müsste, etc. ...

eine Frage: wart ihr bereits auf dem Ausländeramt und habt euch informiert, wie es funktionieren kann, die 80jähriger Mutter aus Griechenland, die nicht gesund ist, nach Deutschland zu holen. Ich kenne mich da ein wenig aus ... zugegeben, es ändert sich bei diesem Thema auch regelmäßig etwas, aber aus eigener Erfahrung und der Erfahrung von sehr vielen Bekannten, die aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien kommen, kann ich sagen, dass es nicht einfach wird - ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, es wird euch nicht möglich sein. Die Zeiten sind im Augenblick sehr schwer ... Verwandtschaft nach Deutschland zu bekommen. Zu Besuchszwecken ist es etwas anders, aber auch da geht es eigentlich nicht ohne die Einbeziehung und Kontaktierung des Ausländeramtes / Konsulates.

Die Ämter werden sich dafür interessieren: Hat sie einen deutschen Ausweis? Kann sich Deutsch sprechen? Hat sie bereits in der Vergangenheit in Deutschland gelebt, hat hier möglicherweise Anwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung erworben, die sie auch nun in Griechenland ausbezahlt bekommt? Dadurch könnte auch die Kranken- und Pflegeversicherung bezahlt werden, denn dies wird die nächste Frage sein. Sie MUSS (Gesetz) ja krankenversichert werden. Bekommt ihr sie ohne weiteres in eine gesetzliche Krankenversicherung (vielleicht wollt ihr auch privat versichern)? Kann sie - wenn euch etwas passiert - das Leben / die notwendige Pflege hier in Deutschland finanzieren? Wenn ihr nicht verheiratet seid, interessiert eigentlich nur das Einkommen Deines Lebensgefährten. Gerade, wenn jemand so krank (und so alt) ist und auf fremde Hilfe angewiesen ist, könnten die Behörden da die Brille aufsetzen...

Griechenland ist EU - könnte sein, dass es da andere / zusätzliche Möglichkeiten gibt, weniger Hürden.

Wenn Du all diese notwendigen Punkte schon geklärt hast und Du sicher weißt, dass Du von behördlicher Seite die Mutter nach Deutschland bekommst, sieht es natürlich ganz anders aus ... dann lohnt es sich, sich ernsthafte Gedanken zu machen - also zumindest von meiner Seite. Von eurer Seite kann ich es natürlich verstehen, dass ihr versucht, im Vorfeld Pläne zu schmieden und theoretisch alles durchzudenken ... würde ich vermutlich auch so machen, aber da man von den Behörden abhängig ist, ist das zunächst einmal ein ganz wichtiger Punkt, der geklärt werden muss. Die interessieren sich nämlich nicht für die Katzen ... sondern für ganz andere Dinge.

Nachtrag zu den restlichen Katzen: die sollten auch gut unterkommen ...

Bis dahin,

liebe Grüße,
Nana

PS:... in Griechenland mag es nicht rosig aussehen, aber dort wird es auch Alters- und Pflegeheime geben ... dadurch entsteht keine Sprachbarriere, denn gerade bei Alzheimer / Demenz ist die ursprüngliche Sprache sehr wichtig, ebenso, wie die kulturelle Umgebung. Einen alten Menschen mit dieser gesundheitlichen Prognose / Diagnose zu verpflanzen, ist sicher nicht glücklich / vernünftig. Andere Idee: in Griechenland werden die Menschen auch Jobs suchen und brauchen ... schaut, ob ihr es organisiert bekommt, dass dort vor Ort eine Rund-um-Versorgung gewährleistet sein kann (Anzeigen schalten, Onlineforen, etc.). In den Fällen, die mir bekannt sind, sind Damen bei den älteren Herrschaften eingezogen und bekommen Kost, Unterkunft und Gehalt. Vielleicht gibt es noch Verwandtschaft in Griechenland, die doch hilfsbereit wäre ... zur Not auch durch finanzielle Unterstützung / Geschenke. Heutzutage macht ja fast keiner mehr was umsonst oder aus Nächstenliebe.
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Cockermama
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Beitrag13.06.2017, 11:03 von Cockermama

Vera hat geschrieben:Ich bin ja für klare Worte berüchtigt, was natürlich nicht immer gut ankommt. :mrgreen:

Trotzdem: mein erster (und auch zweiter) Geanke ist: such für deinen Hund ein wunderbares, neues Zuhause, ohne Katzen.


Nicht Dein Ernst, oder?

Klare Worte von mir: und dann stirbt die alte Dame nach zwei Wochen noch in Griechenland ...

aber der Hund hat ein wunderbares Zuhause *ironie* ... geht ja sicher spurlos an ihm vorüber ...

Aber unabhängig von der Lebenserwartung der Beteiligten, gibt es sicher andere Lösungen.

Liebe Grüße,
Nana
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Cockermama
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Beitrag13.06.2017, 11:12 von Cockermama

sethnefer hat geschrieben:Mein Gedanke geht ehrlich gesagt auch eher dahin, meinem Partner ein neues Zuhause zu suchen :shock: . Ich hoffe, dass noch jemand einen alternativen Vorschlag machen kann...


*lach* ... unter den Umständen vielleicht gar nicht mal so verkehrt der Gedanke!

Liebe Grüße,
Nana
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Cockerjungs
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Beitrag13.06.2017, 12:58 von Cockerjungs

ganz ehrlich
ich würde der alten Dame keinen solchen Umzug zumuten
musste ja vor ein paar Jahren mit meiner Mutter umziehen und da war es nicht so ein riesen Umzug und sie war auch noch so weit fit
in der neuen Umgebung wurde sie nie richtig heimisch und ist knapp 2 Jahre später verstorben sie war erst 72
Liebe Grüße von Gaby, Krümel & Keks die Timmy & Huck Finn für im Herzen tragen

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Einstein
Beiträge: 3414

Beitrag13.06.2017, 14:04 von Einstein

Oh....- diese Dinge möchte ich nicht regeln müssen.

Aus persönlicher Erfahrung mit meiner demenzkranken Schwiegermutter (87)kann ich nur sagen:
Lasst die Mami wo sie ist und versucht alles um ihr in ihrer vertrauten Umgebung die beste Pflege zukommen zu lassen.
Eine solche Veränderung der Lebensumstände ist schon für einen gesunden alten Menschen schwer, einem Alzheimererkrankten wird es wohl noch schwerer gelingen damit klar zu kommen.

Über die rechtlichen und finanziellen Probleme, die es zu lösen gilt wurde ja schon geschrieben.

Wenn doch eine Umsiedlung dann gänzlich ohne Katzen. Freilaufenden Landkatzen aus einem griechischen Dorf droht wohl - selbst am Stadtrand im Grünen - sehr schnell der sichere Tod. Soviel ich von Katzen weiss, sind diese doch im allgemeinen sehr ortsgebunden und kommen eher mit dem Wechsel eines Dosenöffners, als der Umgebung zurecht, oder?

Ohne Witz:
Eine Beziehung kann man auch in 2 Wohnungen führen.
Du und Hund in der einen.
Lebensgefährte mit Mutter und Katzen in der anderen.
Schön geht so etwas in kl. Reihenhäusern am Stadtrand.
Man sollte ruhig schreiben was man denkt, nur sollte man es vorher bedenken !
Im übrigen: "Lächeln ist die beste Art Zähne zu zeigen" (A. Einstein)

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Charlotte
Beiträge: 2325

Beitrag13.06.2017, 18:05 von Charlotte

ich unterschreibe mal bei Lisa!!!
Ich brauche keine guten Vorsätze. Ich bin mit den schlechten noch gar nicht durch.
(SCHWARZER-KAFFEE.NET)

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Amigo
Beiträge: 2053
Wohnort: Magdeburg

Beitrag13.06.2017, 20:19 von Amigo

Ich sehe die eigentlichen " Herausforderungen" woanders.
Ist es überhaupt machbar, sich allein zu Hause um einen sehr pflegebedürftigen Menschen zu kümmern?
Verkraftet die Frau den Umzug/ Umgebungswechsel hierher überhaupt?

Dann erst: Ist es für die Katzen sinnvoll hier nach D. zu kommen?

Wenn es zum Umzug aller kommt. Eine Zusammenführung von Hund und Katze ist sicherlich machbar. Die Tiere müssen sich ja nicht lieben sondern nur dulden. Ich würde versuchen, den Katzen von vornherein klar zu machen, dass es das neue Revier nur mit Hund gibt und das sie sich entsprechend benehmen.

Den Hund deshalb abzugeben fände ich nicht fair. Hübscher Kerl übrigens. :)

Ich drücke die Daumen, dass für alle Beteiligten eine adäquate Lösung gefunden wird.

LG Jessica mit Amigo
Amigo (04.02.2002-26.06.2017) -Geliebt und Unvergessen-

sethnefer
Beiträge: 19

Beitrag14.06.2017, 12:52 von sethnefer

Hallo ihr Lieben,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich war gestern, wie man glaube ich lesen konnte, ganz schön überfordert und es ist schön, dann Rat zu bekommen.

Das es nicht einfach wird, die Mutter zu pflegen, ist uns beiden schon sehr bewusst. Ich bin in einer Grossfamilie inklusive demenzkranker Oma aufgewachsen - ich glaube alle, die eine solche Krankheit schon einmal erlebt haben können tausende Geschichten erzählen... Da jedoch wir beide quasi in "Mehrgenerationenhaushalten" aufgewachsen sind, wäre die Unterbringung in einem Heim keine wirkliche Option für uns. Dass es allerdings schwierig sein könnte, die Mutter nach Deutschland zu bringen, darüber hatten wir uns noch gar keine Gedanken gemacht. Also vielen Dank für den Hinweis, Nana, da muss ich mich jetzt mal hinterklemmen.
Die beiden Katzen müssten mit, weil sie das ein und alles der Mutter sind. Die anderen vier sind wilde Streuner, die sich bei ihr einquartiert haben, die beiden alten Katzen sind von ihr allerdings von Hand aufgezogen worden. Wenn wir sie schon hierher bringen würden, müssten sie auf jeden Fall mit (ich wäre ja auch niemals ohne meinen Hund zurück nach Deutschland gekommen). Die anderen vier würde der Nachbar wohl versorgen, wenn man ihm Geld für Futter da lässt.

Ich habe jetzt mal meinen Lebensgefährten beauftragt, so schnell wie möglich wieder hinzufliegen und sämtliche Bekannten im Dorf abzuklappern um zu fragen, ob es irgendwelche zuverlässigen Verwandten/Bekannten gibt, die sich gegen Kost, Logies und ein kleines Gehalt um sie kümmern würden. In der Zwischenzeit würden wir uns dennoch auf die Suche nach einer grösseren Wohnung machen, so dass im Fall der Fälle alles bereitstehen würde. Oder tatsächlich zwei benachbarte Wohnungen, er schnarcht sowieso :). Und natürlich die logistischen Aspekte abklären. Damit wäre auch der Wauzi zumindest schon an die neue Umgebung gewöhnt und deshalb hoffentlich ein bisschen weniger gestresst (@ Claudia, ja, ich versuche auch immer alles so weit es geht ruhig zu halten und grosse Veränderungen, bis auf natürlich das neue Land und den neuen Mann ;) zu vermeiden). Und ich habe eine Freundin mit einer Katze und einem Hund gefragt, ob ich mal mit dem Angstbärchen vorbei kommen kann, damit er sich mal die Katze angucken kann, ohne, dass er sofort eine gewischt kriegt. Muss dann halt in den sauren Apfel beissen und mich selbst mit Antihistamin vollknallen weil es sehr "katzig" bei ihr ist, aber vielleicht ist es auch gut, wenn ich mich schon mal daran gewöhne...

Nochmals danke an alle für die Ratschläge, ich fühl mich jetzt ein wenig sicherer und weiss zumindest, wo ich anfangen soll.

Und danke für das Kompliment, Jessica, er hatte sich auch extra bemüht, unwiderstehlich auszusehen, weil ich noch ein Stück Banane auf dem Tisch liegen hatte. Und da er aus irgend einem Grund total Bananen-, Apfel- und Gurkenversessen ist, gucken dann die Hundeaugen besonders treu :)

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Mambine
Beiträge: 1251

Beitrag14.06.2017, 15:53 von Mambine

Ich finde es für die Katzen ein unglaubliche Zumutung, dass sie vom warmen Griechenland ins kalte Deutschland kommen sollen. ich würde alle dalassen.
Herzliche Grüße

Ulrike und Mambo

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Karin
Beiträge: 8963

Beitrag14.06.2017, 18:49 von Karin

Unsere Katzen haben Umzüge immer gut verkraftet, allerdings ging das vertraute Mobiliar immer mit. Sie waren alle Freigänger. Wie alt sind die Miezen? Impfstatus?

Ganz schwierig stelle ich mir einen so großen Wechsel für einen dementen alten Menschen vor, wobei auch ein Pflegeheim den Verlust Vertrauter Umgebung bedeutet. Und nach dem letzten halben Lebensjahr meines Vaters ( er konnte wirklich nicht mehr zuhause gepflegt werden und war gleich um die Ecke im Heim) muss ich sagen, das ist teils recht deprimierend. Es war auch nicht ganz einfach, einen Platz zu bekommen, nicht etwa ein Einzelzimmer, nur einen Platz.

Ich drück Euch die Daumen, dass alles geregelt werden kann.

LG

Karin


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