bestimmte "Farben" aggressiver

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Karin
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Re: bestimmte "Farben" aggressiver

Beitrag von Karin » 01.06.2018, 20:36

Lebhaftigkeit oder Dickköpfigkeit haben nichts zu tun mit der hier gemeinten idiopathischen Aggression! Da beißt der Hund ohne Vorwarnung blind um sich, wirkt abwesend, es gibt keinen Auslöser.
Im Vergleich zum Setter oder Retriever waren bzw. sind unsere Spaniels viel offener, mutiger. Hei , Welt, was kostest Du, ich kauf Dich mir. Kein Brett zu wacklig, kein Tunnel zu finster, apportieren im Renngalopp.
Dagegen der Retriever: das guck ich mir erst mal aus sicherer Entfernung an. Wesentlich leichter zu handeln.hinterfragt nicht ständig, nein ist nein und bleib ist bleib.

LG

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Buddy
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Re: bestimmte "Farben" aggressiver

Beitrag von Buddy » 02.06.2018, 19:58

Mir haben immer alle gesagt Zobel sind anders. Ja sind sie. Und das mag ich.

Enya hat schon viele vom sich überzeugt die keine Zobel mögen.

Sie ist zu Hause ein ruhiger und entspannter Hund. Draußen ne Rakete
Claudia mit Buddy, Yuri und Enya und dem Seelenhund Lanya fest im Herzen.
- “Wer hohe Türme bauen will, muß lange beim Fundament verweilen.”
Anton Bruckner (1824-1896), Komponist-

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Vera
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Re: bestimmte "Farben" aggressiver

Beitrag von Vera » 03.06.2018, 08:59

Karin hat geschrieben:
01.06.2018, 20:36
Lebhaftigkeit oder Dickköpfigkeit haben nichts zu tun mit der hier gemeinten idiopathischen Aggression! Da beißt der Hund ohne Vorwarnung blind um sich, wirkt abwesend, es gibt keinen Auslöser.

Karin, Du hast völlig Recht - trotzdem kann jemand, der kaum Cockererfahrung hat oder sich nicht ausgiebig damit beschäftigt hat, da kaum unterscheiden.

Gabi erklärt sehr schön, wie unterschiedlich die Cocker sein können....

Jetzt stelle ich mir jemanden vor, der nicht weiss, welche Konsequenzen beim Hund seine inkonsequente Erziehung auslösen.
So ein süßes "Blondie" wird ganz schnell zu einem Cockerle, das seinen Leuten sagt, was sie zu tun und zu lassen haben. Und wird womöglich Irgendwann seine Ideen und Vorhaben auch mit den Zähnen durchsetzen.

Leider gibt es das auch heute noch, das habe ich in unseren 15 Jahren Cockererfahrung mehrmach erlebt - vor allem bei Fremdhunden.
Aber auch unser Mäxlein war so ein Hund. Er kam mit 2 Jahren gut erzogen zu uns, wir haben ihm alle Freiheiten gelassen. Die Quttung bekamen wir nach 2 Jahren, da hat er uns gesagt, was wir zu tun und zu lassen hatten. Er hat zwar NIE gebissen, aber sein Knurren war umso schlimmer. Wer ihn kannte, weiss wovon ich rede. Es war äußerst mühsam, aber erfolgreich, ihm diese "Vorrangstellung" wieder zu nehmen.

Natürlich gibt es auch die Cocker, die den "will to please" haben, ohne Jagdtrieb, total leichtführig.
So einer ist unser Philüchen. :D

Unser Alino macht den Eindruck, als würde er zu der Fraktion gehören, die äußerste Konsequenz benötigen. Vielleicht irre ich mich aber auch, denn er ist ja unser erster "richtiger" Welpe. :mrgreen: :mrgreen:
Vera mit Winnie, Pebbles und Philou im Bett
und Mäxlein im Herzen

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Re: bestimmte "Farben" aggressiver

Beitrag von Buddy » 03.06.2018, 12:03

Wann ist ein Hund aggresiv ? Und was löst die Agression aus ? Für mich wichtige Fragen, weil Agression eine Kommunikationsart der Hunde ist. Leider von uns Menschen nicht so erwünscht.

Und wie begegne ich der Agression meines Hundes ? Ich hatte bis jetzt drei Hunde mit einem sog. Agressionsproblem. Zwei eigene und einen PS Hund.

Lanya, Buddy und Toby. Drei völlig verschieden Ansätze, warum sie agressiv wurden und drei Ansätze es abzustellen. Bei Lanya bin ich mir heute nicht mehr sicher ob es der richtige war.

Buddy hat eine Ressourcenagression, teilweise kommt das heute noch durch. Als ich ihn bekommen habe hat er seinen Napf massiv verteidigt. Wenn man an ihm vorbei ist hat man ihn in den Hacken gehabt. Viele meinten ich sollte ihm klar machen, wer der Boss ist und das das Futter mir gehört. Ich dachte aber genau das hat die Problematik ausgelöst. Was haben wir gemacht ? Futter hin immer wieder vorbei und was tolles dazu geworfen. Das er merkt das Nähe nicht bedeutet das Futter kommt weg sondern es kommt was besseres dazu. Teilweise habe ich seinen Napf auf dem Schoß gehabt und er hat gefressen. Heute kann jeder an ihm vorbei gehen ohne das ein Piep kommt. Die Familie kann ihm den Napf nachdem man ihn angesprochen hat weg nehmen. Hunden gegenüber signalisiert er immer noch mit knurren, das sie nicht näher kommen sollen.

Lanya hatte eine sog. Leinenaggresion, da haben wir mit Abruch gegen gearbeitet. Mit dem Erfolg das der Hund teilweise ins Meideverhalten gegangen ist. Heute weiß ich die Korrektur hätte neutralisiert werden müssen.

Toby hat Menschen gebissen, vermutlich wegen schlechter Erfahrungen im Ausland und leider auch auf der PS wo er vorher war. Hund angebunden, also keine Möglichkeit auszuweichen, Reiz kam er hat reagiert und wurde mit Wasser und Rappeldose korriegiert und teilweise auf die Seite gelegt. Er hatte keine Möglichkeit auszuweichen und hat sich dann mit beißen den Weg frei gemacht. Als er hier ankam war Halsband anlegen schon ein Auslöser. Viele waren der Meinung ich sollte ihm zeigen wo es lang geht, quasi gleiche Methoden. Eine Bekannte, die einen Hund mit ähnlichen Problemen hatte meinte ich sollte das positiv arbeiten. Also Geschirr und Hausleine dran damit ich ihn nicht anfassen muss wenn ich was will wie runter von der Couch oder unter dem Tisch weg. Viel Nähe wenn er es will. Und loben sobald er Verhalten zeigt was ich haben will.

Sein Gesicht als Lob kam sprach Bände, er hatte mit Schklägen und Korrekturen gerechnet in vielen Situationen. Sein Erstaunen wenn er vorsichtig auf die Couch kam das er schmusen durfte war niedlich. Und wie er nach und nach auftaute, das Beißen nachgelassen hat, er Vertrauen fasste. Einfach weil der Druck vom Menschen raus war.

Was ich damit sagen will, ja ich bin bei Euch das das der Hund ein gewisses Potential mitbringt, aber ich bin davon überzeugt das wir Menschen eine Menge dazu tun um Agrrsion auszulösen.

Wie Vera schrieb, eine Blondie in anderen Händen und sie würde lernen das Zähne dafür das sind seinen Willen durchzusetzten wäre fatal.

Genauso sehe nich das bei Enya. Sie ist ein Hund der klara Stuckturen braucht, Konsequenz aber null Druck. Auf Druck reagiert sie mit Gegendruck, was dann schnell wir bei Toby in Beißen enden kann.

Ob das wirklich an Farbe festzumachen ist weiß ich nicht. Da würde mich der Vortrag von Udo schon zu interessieren.

Ich denke einige Weichen sind gestellt was der Hund mitbringt, wo aber die Reise hingeht bestimmt dann der Mensch.
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Geena
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Re: bestimmte "Farben" aggressiver

Beitrag von Geena » 11.06.2018, 13:04

Ich kenne mehrfarbige und einfarbige Cockerspaniel, die wenn man sie zu streng, hart oder zu lasch, nachgiebig erzieht, schnell ihren Besitzern zeigen können, das sie Chef sein wollen! Die beste Erziehung ist eine liebevolle, konsequente Erziehung die aber für mich nur sehr wenig mit der Farbe zu tun hat! Eine inteligente Rasse weiß eben schnell wo der Hase lang geht! Den einzigen Unterschied zwischen mehr- und einfarbig den ich immer wieder feststelle, ist das der einfarbige nicht ganze so quirlig und aufgedreht ist (natürlich gibt es immer auch die Ausnahmen von der Ausnahme *grins*
Ingrid Loulou, Narin und Geena im -f- (* 02.11.2003-11.01.2016)

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